100 F&A: Lesen und Bloggen Teil 1

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Mit dem sechs­ten Teil star­te ich den Fragenblog “Lesen und Bloggen”. Es wer­den also Fragen rund um mei­ne Lesegewohnheiten und das Schreiben dar­über auf­tau­chen. Dieser Fragenblock wird vier Teile umfas­sen.

21. Warum hast du deinen Buchblog gestartet?

Meine ers­te eige­ne Webseite ging am 01.02.2000 online. Auch habe ich schon früh immer wie­der über Produkte geschrie­ben und bin bis heu­te ein Produkttester auf unter­schied­li­chen Seiten. Darunter waren auch immer wie­der Bücher, über die ich geschrie­ben habe. Zuerst nur als Kurzreviews, die nach und nach immer umfang­rei­cher wur­den, bis in mir der Gedanke wuchs, dass ich das Schreiben über Bücher aus einem mei­ner Mischblogs extra­hie­re.

Und heut­zu­ta­ge fin­de ich es sehr ange­nehm, immer wie­der auf mei­ne Lesegewohnheiten zurück­zu­schau­en, was schon ver­deut­licht, dass ich das Buchbloggen für mich selbst begon­nen habe. Zudem kann ich als Buchblogger auf sehr vie­le Rezensionsexemplare zugrei­fen und ich habe nie einen Hehl dar­aus gemacht, dass ich das Bloggen auch des­halb begon­nen habe.

22. Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Es macht Spaß, sich wäh­rend und nach dem Lesen eines Buchs noch­mals mit der Geschichte zu befas­sen. Je nach Umfang des Buchs kann das sehr umfas­send wer­den. Mir macht es aber auch Spaß, durch die Weiten des Internets zu sur­fen und auf unter­schied­li­che Bücher und Buchvorstellungen zu tref­fen. Ohne mei­nen Blog wür­de ich ver­mut­lich sehr viel weni­ger buchig sur­fen. Dadurch eig­net sich das Bloggen auch ein stück­weit zur Selbstreflexion, wenn ich ein Mal pro Monat und ein Mal pro Jahr auf das zurück­bli­cke, was ich gele­sen habe.

23. Welche Rezension war für dich die schwierigste?

Es gibt in der Tat Bücher, da sit­ze ich vor dem blin­ken­den Cursor und weiß nicht, wie ich etwas über das Buch schrei­ben kann, ohne dass ich zu viel ver­ra­te. Wenn ich aber mal ange­fan­gen habe, einen roten Faden auf­zu­neh­men, dann geht das Schreiben recht leicht von der Hand. Ich kann jetzt aber kei­ne Rezension benen­nen, die unter den anspruchs­vol­len Rezensionen schwie­ri­ger zu schrei­ben war als ande­re. (Die aktu­ells­te kann ich benen­nen und dies war “Die Mitternachtsreise” von Matt Haig)

24. Wie ehrlich bist du in deinen Buchmeinungen?

Ich lese natür­lich auch Bewertungen von ande­ren Bloggern und Lesern und fra­ge mich immer wie­der, wes­halb sie im Text fast nur kri­tisch über ein Buch schrei­ben und dann vier oder gar fünf Sterne ver­ge­ben. Da passt etwas nicht. Mir selbst pas­siert es gele­gent­lich, dass ich im Vorfeld den­ke, dass ich ein Buch mit vier Sternen bewer­ten wür­de, und dann beim Schreiben der Rezension fest­stel­le, dass ich so vie­le Kritikpunkte anbrin­ge, dass ich doch lie­ber nur drei Sterne ver­ge­be. Soll hei­ßen, dass ich schon ver­su­che, so ehr­lich wie mög­lich zu sein.

Es gibt Bücher, die genau zwi­schen zwei Bewertungen lie­gen. Das hand­ha­be ich für gewöhn­lich so, dass ich auf den Plattformen die höhe­re Bewertung ver­ge­be und auf mei­nem Blog die nied­ri­ge­re. In mei­nem Rückblick und im Beitrag selbst, kann ich auch hal­be Sterne ver­ge­ben. Das wäre das Einzige, wo man mir eine man­geln­de Ehrlichkeit vor­wer­fen könn­te.

25. Gab es Kritik, die dich verletzt hat?

In Bezug auf mei­nen Blog gab es bis­her noch nie eine nega­ti­ve Kritik. Ich erhal­te sowie­so nur sel­ten Rückmeldung zu mei­nen Reviews und weiß nicht, wie hilf­reich mei­ne Texte sind. Deshalb gab es nie eine Kritik, die hät­te ver­let­zend sein kön­nen.

26. Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

Ich ver­öf­fent­li­che die­se. Ganz ein­fach. Ich weiß, dass es die Kuschelblogs gibt, auf denen nur Bücher vor­ge­stellt wer­den, die mit vier oder fünf Sternen bewer­tet wer­den. Die ent­spre­chen­den Blogger ver­zich­ten auf die Veröffentlichung nega­ti­ver Bewertungen und stel­len Bücher per se nur posi­tiv dar. Davon hal­te ich ehr­lich gesagt nicht viel.

Ich habe nun schon mehr­fach geschrie­ben, dass ich viel Zeit inves­tie­re, um mei­ne Bücher zu fin­den, wes­halb ich nur sel­ten nega­ti­ve Kritiken schrei­ben muss. Aber wenn mir mal ein Buch nicht gefällt oder mei­ne Erwartungen nicht erfüllt, dann habe ich über­haupt kein Problem damit, das auch so nie­der­zu­schrei­ben.

Was ich aber nicht mehr mache, ist die Hervorhebung mei­ner Lowlights in den Rückblicken. Auch schrei­be ich dort nur noch sel­ten von mei­nen Abbrüchen.

Meine Beitragsreihe “100 Fragen 100 Antworten” mit 120 Fragen und Antworten ist nicht nur für euch gedacht, son­dern auch für mich selbst. Nicht unbe­dingt im Sinne einer eso­te­ri­schen Selbstfindung, son­dern viel­mehr für das Erstellen einer “Landkarte mei­ner Lesegewohnheiten.” Damit lernt nicht nur ihr mich bes­ser ken­nen, son­dern auch ich mich selbst.

Alle Beiträge der Reihe samm­le ich in einer Übersicht.

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