100 F&A: Lesen und Bücherliebe – Teil 1

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Die Fragen habe ich im Laufe der letz­ten Wochen gesam­melt und beant­wor­tet, wobei ich mir immer wie­der unter­schied­li­che Frageblöcke mit unter­schied­li­chen the­ma­ti­schen Schwerpunkten zusam­men­ge­stellt habe. 

Der ers­te Fragenblock wid­met sich Beginn: Warum Lesen ein fes­ter Teil mei­nes Lebens wur­de.

1. Welches Buch hat dich zum Lesen gebracht?

Ich habe schon sehr früh ange­fan­gen zu lesen. Allerdings nicht, weil mei­ne Eltern viel gele­sen haben oder weil sie mir gern vor­ge­le­sen hät­ten, son­dern weil ich es von jeher moch­te, in ande­re Welten zu ent­glei­ten. Deshalb gibt es auch nicht das eine Buch, das mich zum Lesen brach­te, son­dern ich bin mit den klas­si­schen Kinderbüchern auf­ge­wach­sen, die ich mir in der Schulbibliothek oder in dem Bibliotheksbus aus­ge­lie­hen habe, der in unse­rem Vorort regel­mä­ßig hielt.

Zu mei­ner Zeit gehör­ten Bücher wie „Pippi Langstrumpf“, „TKKG“, „Fünf Freunde“ oder die „Drei ???“ zu den Klassikern. Andere Kinderbuch-Klassiker wie z.B. die „Unendliche Geschichte“ kamen mir erst spä­ter unter die Augen. Warum auch immer, denn gera­de die­ses Buch ist unglaub­lich schön geschrie­ben (sie­he mei­ne ReRead).

2. Welches Genre liest du am liebsten – und warum?

Seit jeher ist es die Fantasy, in der ich ger­ne zu Hause war und bis heu­te bin. (Was auch mei­ne letz­ten Jahresrückblicke gezeigt haben, nach­dem ich ange­fan­gen habe nach­zu­hal­ten, in wel­chen Genres ich zu Hause war.) Fantasy-Romane leben von der Erzählkunst der Autoren, wes­halb es deut­lich ein­fa­cher ist, dort­hin abzu­tau­chen. Denn die Welten wol­len erst­mal beschrie­ben wer­den, unter­schei­den sie sich doch meist erheb­lich von mei­ner eige­nen.

Außerdem sind Fantasy-Geschichten zeit­los. Es spielt kei­ne Rolle, ob der Roman kürz­lich ver­öf­fent­licht wur­de oder schon etli­che Jahre auf dem Buckel hat. Und das gilt sogar für so man­chen Urban-Fantasy-Roman.

3. Welche Bücher haben mich emotional am stärksten geprägt?

Bücher müs­sen den Leser emo­tio­nal berüh­ren. Manche mehr, man­che weni­ger. Und das schaf­fen jene Autoren, denen ich eine eige­ne Seite auf mei­nem Blog spen­diert habe. Aber auch da gibt es jene Bücher, die noch eine Schippe drauf­le­gen kön­nen. Oder bes­ser gesagt sind es Reihen, die mich stark berührt haben, was dar­an liegt, dass Fantasy-Bücher ger­ne als Reihen geschrie­ben wer­den.

Eines der ers­ten Bücher war sicher­lich „Der Herr der Ringe“, das mir blei­bend in Erinnerung geblie­ben ist. Aber auch die Bücher von Stephen King haben mich immer wie­der berührt. Darunter sicher­lich „ES“, das ich mehr­fach gele­sen und kürz­lich auch als Hörbuch wie­der gehört habe oder aber auch Carrie und natür­lich „Der dunk­le Turm“ mit dem über­ra­gen­den vier­ten Teil „Glas“.

Aber auch Robin Hobb konn­te mich sehr mit ihren Büchern “aus dem Reich der Uralten” berüh­ren, auch wenn ich weiß, dass die­se Art von Fantasy nicht jeden zu begeis­tern weiß, weil die Autoren teils sehr detail­liert ihre Welten beschrei­ben, was für mich per­sön­lich erst den Reiz die­ser Bücher aus­macht. Es sind jene Bücher, die ich zuklap­pe und mich fra­ge, wie es nun wohl wei­ter­geht, oder ich mich noch­mals in Gedanken in die­se Welt zurück­be­we­ge. Eine Erfahrung, die viel­leicht nicht jeder Leser macht.

4. Welches Buch kannst du immer wieder lesen?

Es gibt sicher­lich Bücher, die ich immer wie­der lesen kann, wobei es da auch so sei­ne Grenzen gibt. Ich habe hier auf dem Blog eini­ge ReReads vor­ge­stellt, die logi­scher­wei­se in die­se Gruppe fal­len. Es gibt ein Buch, das mir immer wie­der über den Weg läuft. Wenig über­ra­schend ist dies „Der Herr der Ringe“. Aber auch eini­ge Bücher von Stephen King fal­len dar­un­ter. Und ver­mut­lich wer­de ich irgend­wann den „Dunklen Turm“ noch­mals lesen oder hören.

Ich habe die Bücher von Robin Hobb alle als Print oder eBook gele­sen und ich kann mir gut vor­stel­len, dass ich auch die­se Bücher noch­mals als Hörbuch hören wer­de. Das wären Hörbuch-Projekte, die vie­le Stunden Hörzeit bean­spru­chen wer­den.

Und tat­säch­lich war­te ich dar­auf, dass ihre Graphic-Novel-Adaptionen den Weg mach Deutschland fin­den. Es pas­siert lei­der viel zu sel­ten, dass die Geschichten als Graphic-Novel adap­tiert wer­den, denn auch eine Adaption ist eine Art ReRead.

5. Welches Buch hast du abgebrochen und warum?

Als ich mit dem Buchbloggen begon­nen habe, gab es auch immer wie­der Berichte zu Abbrüchen und zu den „Low-Lights“. Davon bin ich mitt­ler­wei­le abge­rückt. Bei den Büchern inves­tie­re ich mitt­ler­wei­le viel Zeit dar­in zu ent­schei­den, ob ich ein Buch lese oder nicht. Deshalb sind Abbrüche rela­tiv sel­ten gewor­den.

Etwas häu­fi­ger kom­men Abbrüche bei mei­nen Hörbüchern vor, weil ich ger­ne in den zusätz­li­chen Büchern stö­be­re, die Audible ohne Mehrkosten sei­nen Abonnenten zur Verfügung stellt. Eine schö­ne Gelegenheit, wenn mein Audible-Guthaben ver­braucht ist. Dort ent­schei­de ich dann anhand der beschränk­ten Auswahl, wel­ches Hörbuch ich hören mag. Aber auch hier wer­den die Ausfälle weni­ger, da ich mitt­ler­wei­le über Amazon Music ein wei­te­res Hörbuch aus­wäh­len kann. Im Grunde genom­men habe ich damit zwei Guthaben pro Monat.

Die Gründe für einen Abbruch soll­ten auf der Hand lie­gen. Das Buch ist nicht span­nend, es kann mich nicht packen, es spricht mich emo­tio­nal nicht an. Bei den Hörbüchern kann zusätz­lich der Sprecher oder die Sprecherin dafür sor­gen, dass ich ein Buch abbre­che und zurück­ge­be. Das kann dann auch bei mit­tel­mä­ßi­gen Büchern pas­sie­ren, die ich mit einem guten Sprecher durch­aus zu Ende hät­te hören kön­nen.

Meine Beitragsreihe “100 Fragen 100 Antworten” mit 120 Fragen und Antworten ist nicht nur für euch gedacht, son­dern (maß­geb­lich) auch für mich selbst. Nicht unbe­dingt im Sinne einer eso­te­ri­schen Selbstfindung, son­dern viel­mehr für das Erstellen einer “Landkarte mei­ner Lesegewohnheiten”. Damit lernt nicht nur ihr mich bes­ser ken­nen, son­dern auch ich mich selbst.

Alle Beiträge die­ser Reihe samm­le ich in einer Übersicht.

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