Es folgt nun der zweite Teil: Es wird emotional.
46. Gibt es Bücher, die dich trösten?
Nein, leider gibt es kein Buch, das in der Lage wäre, Trost zu spenden. Den muss ich auf anderen Wegen suchen.
47. Liest du eher zur Unterhaltung oder zur Selbstreflexion?
Ich lese aus beiden Gründen. Die meisten Belletristik-Bücher, die ich lese, lese ich zur Unterhaltung. Nur selten gibt es ein Buch, das mich zur Selbstreflexion motiviert. Sachbücher hingegen lese ich entweder zur Weiterbildung meines eigenen Horizonts oder aber eben ganz bewusst zur Selbstreflexion. Letzten Endes sind meine „Raunächte auf dem Blog“ nichts anderes.
48. Welche Rolle spielt Fantasie in deinem Leben?
In meinem beruflichen Leben gar keine. Ich bin ein Ingenieur, der rational an die Aufgaben herangeht, die sich mir stellen. Ich brauche da im Kontakt mit Kunden eher Diplomatie als Fantasie.
Im Umfeld meiner Familie spielt Fantasie dann eher eine Rolle, wenn ich mich mit meinen Kindern unterhalte, die auf ihre Art und Weise die Welt entdecken und nach und nach lernen, auf ihren eigenen Beinen zu stehen.
Aber ich mag es tagzuträumen und ich habe mal gelesen, dass Tagträume für uns Menschen essentiell sind. Und in meinen Tagträumen spielt die Fantasie natürlich eine sehr große Rolle.
49. Liest du lieber allein oder mit Austausch?
Diese Frage kann ich sehr eindeutig beantworten. Ich lese lieber alleine. Ich habe zwar hier und da an Leserunden teilgenommen, aber dort nur wenig mitgenommen. Eine echte Diskussion kam nur selten auf. Oftmals haben die Teilnehmer lediglich davon berichtet, was sie gelesen haben. Nicht selten waren es einfache Zusammenfassungen der Inhalte oder es waren Standard-Sätze, wie z.B., dass man sich doch sehr überrascht hat, dass es eine Wendung in der Handlung gab. Gähn, wie langweilig.
50. Wie würdest du dich als Leser in drei Worten beschreiben?
- neugierig
- entdeckungsfreudig
- leidenschaftlich
51. Gibt es Themen, die du bewusst meidest?
Ja, natürlich. Ich weiß nicht warum, aber in „reinen“ Liebesgeschichten werden die Liebenden immer sehr dämlich und kopflos dargestellt. Auch sind viele Geschichten vorhersehbar und dadurch spannungsarm oder gar spannungslos. Da teilweise mit solchen Kriterien geworben wird, scheint das eine Gruppe von Lesern zu mögen und zu bevorzugen. Eine Gruppe, der ich mich nicht zugehörig fühle.
Wenn mit dieser Frage Themen gemeint sind, die bei mir als Trigger fungieren, so gibt es solche Themen nicht.
52. Welches Buch hat dich Mut gelehrt?
Kann eine Geschichte überhaupt dem Leser Mut lehren? Ja, vielleicht, wenn es anregt, gewohnte Muster zu verlassen, sich auf seine Menschlichkeit zu verlassen oder sich seiner Selbst bewusst zu sein. Allerdings kann ich jetzt keinen Titel nennen, bei dem ich das Geschriebene dergestalt gelesen habe, als dass ich das direkt auf mich beziehen konnte. Vielleicht bin ich in meiner Persönlichkeit zu sehr gefestigt.
Meine Beitragsreihe “100 Fragen 100 Antworten” mit 120 Fragen und Antworten ist nicht nur für euch gedacht, sondern auch für mich selbst. Nicht unbedingt im Sinne einer esoterischen Selbstfindung, sondern vielmehr für das Erstellen einer “Landkarte meiner Lesegewohnheiten.” Damit lernt nicht nur ihr mich besser kennen, sondern auch ich mich selbst.
Alle Beiträge der Reihe sammle ich in einer Übersicht.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.