[Meinung] Der Gender-Unfug

Es gibt in Deutschland den erschreckend weit verbreiteten Irrtum, dass das natürliche und grammatischen Geschlecht direkt miteinander zusammenhängen. Es heißt ja auch die Frau und der Mann, weswegen es ja dann vermeintlich logischerweise auch Blogger und Bloggerinnen gibt. Weil die Nennung beider Varianten mitunter etwas umständlich wurde, haben sich Wortgebilde geformt, wie sie es wohl eher nicht in den alltäglichen Sprachgebrauch finden werden. Denn plötzlich tauchen die Radfahrenden und Fahrzeugführenden auf und so müsste es dann auch wir Bloggende heißen.

Diesem Irrsinn möchte der “Verein Deutsche Sprache” Einhalt gebieten und ruft zu einer Unterschriftenaktion auf: Schluss mit dem Gender-Unfug!

Dabei muss man wissen, dass die Redaktion des Duden lediglich Empfehlungen aussprechen kann und es keine verbindliche deutsche Rechtschreibregeln gibt. Es gibt zwar viele, die sich nach diesen Empfehlungen richten, verbindlich sind diese jedoch nicht. Im Gegenzug muss der Duden nicht zwangsläufig in sich konsistent sein. Ein paar nette Beispiele dazu gibt es im oben verlinkten Beitrag zu lesen, denn die Bloggenden haben es ebenso wenig in den Duden geschafft wie der Bürgerinnen- und Bürgermeister.

Es ist definitiv so, dass ein solcher sprachlicher Wahnsinn nicht dazu beiträgt, dass die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft vorangetrieben wird. In meinen Augen wird damit sogar genau das Gegenteil bewirkt.

Und noch eine kleine Anmerkung zum Schluss. Gruppenbezeichnungen beinhalten immer automatisch beide Geschlechter. Wenn ich von “den Polizisten” spreche, dann meine ich immer alle Menschen, die den Beruf des Polizisten ausüben. Und wenn die Radfahrer Rad fahren, dann umfasst dies ebenfalls alle Geschlechter.

Aus diesem Grund unterstütze ich den Aufruf und widme ihm auf meinem Blog einen eigenen Beitrag. Gleichzeitig appelliere ich an die Politik, sich der Gleichstellung der Frau in unserer Gesellschaft mit anderen und möglichst effektiveren Mitteln anzunehmen.

 


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