[Bilderbuch] Mamas kaputter Akku

Eltern müs­sen funk­tio­nie­ren. Vor allem in der Welt von jun­gen Kindern ist das eine Selbstverständlichkeit. Wenn ein Elternteil eine Behinderung schon vor der Geburt des Kindes hat­te, bekommt das Kind erst spä­ter mit, dass ande­re Eltern kei­ne Behinderung haben, und dass es etwas Besonderes im Vergleich zu ande­ren Eltern ist. Anders sieht es bei einer (chro­ni­schen) Erkrankung oder Behinderung aus, die ein Elternteil im Laufe der ers­ten Lebensjahre des Kindes „erwirbt“.

Hier muss dem Kind irgend­wie die neue Situation erklärt wer­den, ohne dass das Kind glaubt, dass es etwas mit ihm zu tun hat. Das kann zumin­dest zum Thema „Erschöpfungssyndrom“ mit die­sem Buch gemacht wer­den. Das Buch rich­tet sich an Kinder ab etwa drei Jahren und zeigt eine Möglichkeit, wie mit Kindern umge­gan­gen wer­den kann.

Der lee­re Akku wird in die­sem Buch immer wie­der als meta­pho­ri­sche Umschreibung benutzt. Ich den­ke, dass es für die­ses Krankheitsbild eine gut gewähl­te Analogie ist, denn Kinder wach­sen mit so vie­len tech­ni­schen Geräten auf, dass sie wis­sen, was pas­siert, wenn eine Batterie leer ist.

In die­sem Buch wird eine „Standard“-Einzelkindfamilie gezeigt, in der der Vater die Aufgaben der erkrank­ten Mutter über­nimmt und in der es Großeltern und Tanten in der Nähe gibt. Wenn dies nicht der Fall ist, muss sich früh­zei­tig ander­wei­ti­ge Hilfe suchen. Die Autorin hat am Ende des Buchs eini­ge Anlaufstellen zusam­men­ge­stellt, wo Betroffene Hilfe erhal­ten. Dort fin­det sich eben­falls eine kur­ze Info zu den Erkrankungen ME und CFS (Myalgische Enzephalomyelitis und Chronisches Fatigue-Syndrom).

cover

Titel: Mamas kaput­ter Akku: Ein Bilderbuch über ME/CFS und Fatigue
Autor: Struve-Schmidt, Anne
Illustrator
: Panova, Tanja
Genre: Bilderbuch
Seitenzahl: 32
Verlag: Ernst Reinhardt Verlag

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026

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