[Bilderbuch] Zwei Papas für Tango

Dinge gibts, die gibt es gar nicht. Wie die Geschichte zwei­er gleich­ge­schlecht­li­cher Pinguine im New Yorker Zoo, die erfolg­reich ein Ei aus­ge­brü­tet haben und somit bei­de Papa eines Pinguinkükens wur­den.

Das Humboldtpinguin-Paar Silo und Roy schrieb 2006 die­se Geschichte, wor­auf­hin Edith Schreiber-Wicke als Autorin und Carola Holland als Illustratorin die­se als Bilderbuch adap­tier­ten. Erzählt wird, wie die bei­den sich fin­den, wie mit Zwang ver­sucht wird, sie mit Weibchen zu ver­bin­den und wie sie schluss­end­lich wie­der zusam­men­fin­den und ein Ei aus­brü­ten.

Die Botschaft des Bilderbuchs für Kinder ab vier Jahren ist klar. Gleichgeschlechtliche Liebe ist eben­so in Ordnung wie alle ande­ren Formen der Liebe. Es ist nichts, wofür man sich schä­men und nichts, was man ver­ste­cken müss­te. So wir schon den Kleinsten gezeigt, dass que­e­re Beziehungen voll­kom­men nor­mal sind, was jeder auch selbst dafür hält.

Übrigens: Queere Paare sind in der Tierwelt nicht so unge­wöhn­lich, wie Gegner gleich­ge­schlecht­li­cher Beziehungen es ger­ne dar­stel­len. Homosexualität (und ande­re sexu­el­le Ausrichtungen) wird erst seit eini­gen ver­irr­ten Menschen ver­teu­felt, die lei­der aus­rei­chend viel macht besa­ßen und besit­zen, um einen wesent­li­chen Einfluss auf die Gesellschaft zu haben.

cover

Titel: Zwei Papas für Tango
Autor: Schreiber-Wicke, Edith
Illustrator: Holland, Carola
Genre: Bilderbuch
Seitenzahl: 32
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026 (Neuauflage)

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2 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    auf dei­ne Buch, bzw. das Original And Tango Makes Three aus dem Jahr 2005, bin ich letz­tes Jahr auf­merk­sam gewor­den, als ich eine Liste durch­ge­wühlt habe, über “vebo­te­ne Bücher” in ame­ri­ka­ni­schen Schulen und Bibliotheken.
    Echt unglaub­lich, dass ein Kinderbuch, wel­ches auf einer wah­ren Begebenheit fun­diert, ver­bo­ten wird. Wie geis­tig min­der­be­mit­telt muss man sein, dies als “Gefahr für Kinder” anzu­se­hen nur, weil das eige­ne Weltbild ein ein­ge­schränk­tes ist? Es ist echt scho­ckie­rend in wel­che Richtung die USA abdrif­ten.

    Ich weiß jetzt nicht wirk­lich, ob das deut­sche Buch eine Übersetzung ist oder abge­kup­fert vom Original, da hier auch kei­ne Übersetzung ange­ge­ben ist. Auch was die Autor*innen und Illustrator*innen betrifft, sind es ande­re Namen.

    Cheerio
    RoXXie

    1. Hi RoXXie,

      ja, bei Herkunft steht ja auch Deutschland 🙂 Es ist ein Buch deut­scher Autorinnen. Aber so, wie ich das sehe, ist die­se Geschichte der schwu­len Pinguine im Netz zumin­dest damals sehr prä­sent gewe­sen.

      Du hast natür­lich voll­kom­men recht, dass es total dane­ben ist, in der heu­ti­gen Zeit Homosexualität zu ver­dam­men und so zu tun, als wür­de es sie nicht geben. Bei Kindern und Jugendlichen fin­de ich das sogar fatal, weil sol­che Bücher auf­klä­ren und ihnen mit­tei­len, dass es abso­lut okay ist, schwul zu sein. Und dass es kei­ne Krankheit oder irgend­ei­ne Art von Fehler ist.

      Leider ist die Entwicklung in den USA sehr bedenk­lich und die Parallelen zu Beginn des Dritten Reichs unver­kenn­bar. Da will ich nur hof­fen, dass die Amis nicht anfan­gen sich irgend­wann selbst zu zer­flei­schen.

      Viele Grüße
      Frank

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