[Biografie] George Lucas: Der lange Weg zu Star Wars

Wenn wir heut­zu­ta­ge von Star Wars reden, dann wis­sen wir, wel­cher Hype durch die­sen Film los­ge­tre­ten wur­de und welch kom­mer­zi­el­ler Erfolg hin­ter die­sem Filmprojekt steckt. Auch wis­sen die meis­ten, dass George Lucas mit sehr vie­len Innovationen die Filmbranche umge­krem­pelt hat. Wenn man sich das star­re Gerüst der Hollywood-Filmstudios anschaut, das bis in die heu­ti­ge Zeit vor­herrscht, so hat man eine klei­ne Ahnung, auf wie viel Gegenliebe Innovationen gesto­ßen sein dürf­ten.

Und die­se Geschichte erzählt die­se Graphic Novel. Sie fängt dabei in der Kindheit von Lucas an, die alles ande­re als rosig ver­lief. Er war faul und hat immer nur das nötigs­te für die Schule getan. Er spiel­te rela­tiv lan­ge das „4‑Gewinnt“-Spiel und wur­de durch einen schwe­ren Autounfall erst­mals geer­det und er ent­schei­det sich, zum Film zu gehen.

Seine ers­ten Versuche in der Filmbranche waren sehr erfolg­reich und er sah sich umge­ben mit den Größen des Films. So ist er z.B. seit jener Zeit mit Stephen Spielberg eng befreun­det, der ihn in vie­ler­lei Hinsicht unter­stützt hat. Man sagt ja, dass George Lucas immer schon eine Vision von Star Wars hat­te, die in sei­nem Kopf schlum­mer­te. Hier wird erzählt, wie er die Geschichte in Wahrheit zu Papier brach­te und mit wel­chen Hindernissen er von Anfang an zu kämp­fen hat­te. Vor allem das Filmstudio Fox hat­te sich nicht mit Ruhm bekle­ckert, ist aber am Ende in sei­ne eige­ne „Falle“ getappt, weil sie Lucas rela­tiv lan­ge haben zap­peln las­sen.

Ich fin­de die Lebensgeschichte des heu­te 81-jäh­ri­gen George Lucas unglaub­lich, vor allem, wenn man bedenkt, welch gesund­heit­li­chen Folgen die­ser Film für ihn hat­te. Der Erfolg war nicht abseh­bar und George Lucas ist mit vol­lem Risiko an die­ses Projekt her­an­ge­gan­gen. All das wird sehr gut in die­ser Graphic Novel dar­ge­stellt, die auch zeigt, wel­che Recherchearbeit Laurent Hopman an den Tag gelegt hat (am Ende der Graphic Novel fin­det sich eine klei­ne Auswahl der Literatur, die er dafür ver­wen­det hat). Und die übri­gens auf meh­re­re Fehler des Wiki-Artikels auf­merk­sam macht (lei­der sind sehr vie­le Wiki-Artikel feh­ler­haft, aber das ist ein ande­res Thema).

Am Ende der Graphic Novel gibt Renaud Roche einen kur­zen Einblick, wie er zu die­sem mini­ma­lis­ti­schen und teils expres­sio­nis­ti­schen Zeichenstil gekom­men ist. Ursprünglich hat­te er etwas ande­res im Sinn, muss­te sich aber dem Zeitplan fügen. Die Parallelen zur Entstehung des Films wer­den deut­lich. Ich fin­de die Zeichnungen und vor allem die Wahl der Farben als sehr gelun­gen. Es passt zu der Filmentstehung und durch die Farbtupfer wur­de immer wie­der an pas­sen­der Stelle auf bestimm­te Aspekte auf­merk­sam gemacht.

Man muss nicht gleich ein Star-Wars-Fan sein, um Gefallen an die­ser Biografie zu haben. Ich fin­de es sehr span­nend anzu­se­hen, mit wie vie­le Widrigkeiten der Visionär zu kämp­fen hat­te und mit wel­cher Ausdauer er sich gegen das star­re System der Filmstudios gestemmt. Und wie heißt es so schön? Der Erfolg gibt ihm recht.

Hinweis: Es han­delt sich um eine Trilogie, wobei jeder Teil für sich allein gele­sen wer­den kann. Der zwei­te Teil erscheint unter dem Titel “George Lucas: Episode 2” am 01.03.2026.

(Nur am Rande: mit einem geschätz­ten Vermögen von drei Milliarden US Dollar gehört George Lucas noch nicht mal zu den 200 reichs­ten Menschen der Erde. Auch das fin­de ich unglaub­lich, wie viel Geld auf weni­ge Menschen ver­teilt ist. Ein Umstand, den auch der Comic „Jeff & Elon“ von Marc-Uwe Kling zeigt.)

cover

Titel: George Lucas: Der lan­ge Weg zu Star Wars
Autor: Hopman, Laurent
Illustrator: Roche, Renaud
Genre: Graphic Novel / Biografie
Seitenzahl: 208
Verlag: Splitter Verlag
Band: 1 von 3

Originaltitel: Les Guerres de Lucas
Übersetzer: Christoph Haas
Herkunft: Frankreich
Jahr: 2023 / 2024 (org./dt.)

In mei­ner per­sön­li­chen Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Comics und Graphic Novels fin­den sich vie­le lesens­wer­te und zum Teil sehr beein­dru­cken­de Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.

Mehr Infos zu die­sem Buch fin­det sich auf der Website des Splitter Verlags.

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