Herzlich willkommen zum vierten Teil meiner kleinen Reihe, in der ich Buchverfilmungen vorstelle. Dabei fasse ich das Wort “Buch” mal etwas weiter, denn ich stelle auch Verfilmungen zu Graphic Novels vor oder auch Bücher zu Filmen. Gleichzeitig fasse ich auch den Begriff “Film” etwas weiter, denn viele Bücher werden mittlerweile als Serie verfilmt.
Dabei schaue ich nur selten auf aktuelle Verfilmungen, sondern stelle die Filme und Serien so vor, wie sie mir über den Weg laufen.
Serien
Die Geschichte von Familie Locke ist sehr schräg. In vier umfangreichen Sonderbänden erzählt Joe Hill diese als Graphic Novel. Die Master Edition ist unglaublich hochwertig aufgemacht, in denen die Zeichnungen von Gabriel Rodriguez sehr gut rüberkommen. Es war von vornherein klar, dass eine Adaption als Fernsehserie nicht eins zu eins erfolgen kann.
Und so gab es zahlreiche Änderungen, in denen die Serie erheblich von der Vorlage abwich. Was aber gelang, war der Erhalt der besonderen und abgedrehten Atmosphäre. Den drei Staffeln der Netflix Serie wurde zwar immer wieder mangelnde Logik vorgeworfen, was aber angesichts der Graphic Novel Vorlage nicht sonderlich verwundern dürfte. Ich für meinen Teil konnte ganz gut darüber hinwegsehen und finde die Serie sehenswert, so man denn die Vorlage kennt.
Die Buchvorstellung von “Der Schwarm” ging durch meinen Blog-Crash vor acht Jahren verloren. Der Roman ist zurecht ein sehr gefeiertes und hochgelobtes Buch, das ich auch heute noch sehr empfehlen kann (das Buch erschien 2004).
Ich hatte das Buch zudem mal als Hörspiel (nicht als Hörbuch) gehört, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat (aber das nur am Rande). Im Jahr 2023 hat das ZDF eine achtteilige Serie ausgestrahlt, in der der Roman adaptiert wurde.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass solche umfangreichen Bücher und Geschichten nicht in einen zweistündigen Kinofilm gequetscht werden, in dem dann die Hälfte fehlt. Dennoch hat die Fernsehserie viel Kritik einstecken müssen, vor allem vom Autor Frank Schätzing selbst, der im Laufe der Produktion sich aus selbiger zurückgezogen hat. Mit den zahlreichen Anpassungen hin zu mehr Liebesgeschichten ist ein wenig der Hauptplot aus dem Fokus gerückt. Schätzing hat der Produktion vorgeworfen, dass sein Werk „verpilchert“ wurde. Und er hat Recht damit. Das eigentliche Wesen des Romans konnte nicht in die Fernsehserie übertragen werden.
Dennoch fand ich die Serie nicht schlecht und konnte ihr durchaus etwas abgewinnen. Ob es wirklich eine zweite Staffel braucht, sei mal dahingestellt, aber so schlecht, wie viele sie „runtermachen“, ist sie nicht. Ja, sie kommt nicht an das Buch heran und die Macher haben auch zu viel verändert, schafften am Ende in Summe aber dennoch eine sehenswerte Serie.
Die Serie wird nicht mehr in der ZDF-Mediathek gestreamt, findet sich aber mal hier und mal dort. Mittlerweile ist aber die komplette Serie auf zwei Blu-rays erschienen (Amazon Werbelink).
Filme
Man kann sagen, was man will, wenn derart gestandene Schauspieler mit an Bord sind, dann ist dies ganz oft ein Garant dafür, dass der Film sehenswert ist. Den Roman habe ich schon vor einer halben Ewigkeit gelesen, aber nicht hier auf dem Blog vorgestellt. Auf meinem Blog findet sich die Graphic Novel Adaption von „Mord im Orient Express“ von Agatha Christie (neben einigen anderen Adaptionen der Schriftstellerin).
In der Verfilmung nimmt sich der Regisseur zwar ein paar Freiheiten heraus, um dem Medium Film gerecht zu werden, erhält dabei jedoch den Grundtenor der Vorlage.
Der Film ist bei Disney+ zu sehen.
Das Buch “Firestarter” von Stephen King erschien im Original 1980 und in der deutschen Übersetzung 1984 unter dem Titel “Feuerkind” und ist somit ein wenig in die Jahre gekommen.
Wer Drew Barrymore in einer ihrer Kinderrollen sehen möchte, greift gerne zur Verfilmung aus dem Jahre 1984. Ich persönlich mag die Schauspielerin sowohl in ihren Kinder- als auch in ihren Erwachsenenrollen. Im deutschen trug der Film übrigens den Titel “Der Feuerteufel”.
2022 kam eine Neuverfilmung auf die Leinwände und Bildschirme, die mich nicht überzeugen konnte. Hier passte alles nicht zusammen. Weder die Optik und die Spezialeffekte, noch die schauspielerische Leistung. Der Film sah aus wie aus den 80ern, was vielleicht Absicht war, aber nicht in die heutige Zeit passen möchte. Das Buch und die Verfilmung aus dem Jahre 1984 kann ich empfehlen, die Neuverfilmung leider nicht.
Der Film wird mal hier und mal da zum Stream angeboten. Beide Filme gibt es allerdings für kleines Geld als Blu-ray zu kaufen (Amazon Werbelinks: “Der Feuerteufel” und “Firestarter”.
Dies war der vierte Teil meiner kleinen Serie Buchverfilmungen. Zudem habe ich eine eigene Übersichtsseite zu diesem Thema erstellt.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Schönen guten Morgen Frank!
Ja, die Buchverfilmungen. Ich liebe es ja, nach dem Buch auch die Verfilmung anzusehen und oftmals sind die ja wirklich gut gemacht!
Locke & Key, hier kenne ich nur die Serie und die erste Staffel war absolut genial! Die zweite war auch noch gut, die vielen Twists sind schon krass – aber leider fand ich die 3. Staffel dann sehr nach unten gehend…
Mord im Orientexpress – es mag an Nostalgie liegen, aber ich LIEBE die alte Verfilmung mit Albert Finney als Poirot. An sich mag ich ja Ustinov lieber, aber der Schauspieler passt hier einfach super gut rein und hier sind auch viele Filmgrößen dabei! Den neuen finde ich ganz schrecklich und unpassend, ich hatte das Gefühl einen Splapstick zu sehen… mir gefällt er leider überhaupt nicht und hat auch keinerlei Bezug zur Atmosphäre vom Buch.
Der Schwarm – das Buch ist bei mir ewig her – hier die Verfilmung zu sehen hat mich bisher nicht gereizt, das kann aber noch kommen 🙂
Feuerkind ist auch schon sehr sehr lange her, ich weiß grade gar nicht, ob ich die Verfilmung damals gesehen hab… manche King Filme sind ja super geworden, manche gefallen mir nicht, wie die neue Mr. Mercedes Serie.
Liebste Grüße und einen schönen 3. Advent!
Aleshanee
Hi Aleshanee,
so leicht lässt sich aber der Trend feststellen, dass bei umfangreichen Büchern, bevorzugt Serien produziert wurden. “Damals” war sowas undenkbar. Aber wenn ich an His Dark Materials denke, dann ist die Serie richtig gut geworden.
Ja, manche Serien sind auch nicht so gut, wie die Adaption von Mr Mercedes, wobei ich mir in solchen Fallen immer die Frage stelle, weshalb die Macher der Serie sich auf einmal von der Buchvorlage entfernen. Immerhin hatte nur die erste Staffeln etwas mit den Büchern zu tun. Da kann ich irgendwie nur den Kopf schütteln.
Manchmal schaue ich Filme nur der Schauspieler wegen. Auch wenn der Film dann schlecht ist, so machen die Schauspieler doch oftmals einiges wett. Auf die ganzen alten Filme habe ich ehrlich gesagt nur noch selten wirklich Spaß, aber vielleicht kommt die Lust darauf irgendwann wieder zurück 🙂
Dir noch einen schönen restlichen Adventssonntag und herzliche Grüße
Frank