Christina Henry

christina henry

Christina Henry schreibt Dark Fantasy und Horrorromane, die häu­fig klas­si­sche Märchen und bekann­te Stoffe neu inter­pre­tie­ren. Sie ver­fasst ger­ne düs­te­re Neuadaptionen, die von kla­ren, oft beklem­men­den Szenarien und einer star­ken Fokussierung auf die Perspektiven der Figuren geprägt sind.

Die ers­ten Bücher der Autorin wur­den als “Die dunk­len Chroniken” vor­ge­stellt und sug­ge­rier­ten, dass die­se auf­ein­an­der auf­bau­en. Dies ist aber nicht der Fall. Ich ver­su­che mal, für ein wenig Klarheit zu sor­gen.

  • Die ers­ten bei­den Alice-Bücher (Finsternis im Wunderland und Die schwar­ze Königin) gehö­ren zusam­men und erzäh­len eine fort­lau­fen­de Geschichte. Der ers­te Band war ein (sehr blu­ti­ges und bru­ta­les) Highlight, wäh­rend die Autorin in Band 2 sehr viel Tempo aus der Geschichte genom­men hat. Leider. Das drit­te Alice-Buch Dunkelheit im Spiegelland ent­hält vier Kurzgeschichten, die all jenen gefal­len könn­ten, denen der zwei­te Band nicht zu ruhig erzählt wur­de.
  • Das vier­te Buch ist eine Eigeninterpretation von Peter-Pan, in der die Autorin den Leser einen voll­kom­men ande­ren Blick ins Nimmerland wer­fen lässt.
  • Die Chroniken der Meerjungfrau” ist im Gegensatz zu den ande­ren Büchern ein Drama - das kam über­ra­schend, aber es ist den­noch gut geschrie­ben und lesens­wert.
  • Rotkäppchen” ist eine Dystopie und hat mit dem Original-Märchen wenig zu tun.
  • Deswegen war ich etwas über­rascht, dass sie sich bei Sleepy Hollow so nah an der Vorlage bewegt hat. Im posi­ti­ven Sinne.
  • Wer eine schön schau­ri­ge Geistergeschichte sucht, ist mit dem “Geisterbaum” gut bedient.
  • Etwas mehr Horror liest sich wie­der in dem Roman “Der Knochenwald”.
  • Böse Mädchen ster­ben nicht” ist ein Horror-Thriller, der gut auf­ge­baut ist und mir sehr gut gefal­len hat.
  • Es ist sicher­lich nicht ihr bes­ter Roman, aber den­noch ist “Das flüs­tern­de Haus” unter­halt­sam. Zumindest wenn der Leser ruhi­ge Gruselromane mag.
  • Deutlich bes­ser war der nächs­te Haus-Horror-Roman. “Das gie­ri­ge Haus” mag am liebs­ten Kinder. Und die Erzählerin ist die Hüterin der Geschichten. Eine gelun­ge­ne Kombi.