Der Februar war in jeglicher Hinsicht ein sehr ungewöhnlicher gewesen. Er war so vollgepackt mit Terminen und Ereignissen, dass er gefühlt Stoff für mehrere Monate hatte, weshalb ich das Gefühl habe, dass der Anfang des Monats lichtjahreweit entfernt ist. Ich musste mich mit unserer Vermieterin (nochmals) auseinandersetzen, um eine Mieterhöhung abzuwenden (wir liegen eh schon über dem Mietspiegel). Ich streite mich mit einem Kostenträger, in welcher Art und Weise ich wohl zur Arbeit gelangen soll. Auf der Arbeit selbst stehen mal wieder die Home Office Tage auf dem Prüfstand und die wirtschaftliche Lage zwingt zu Umstrukturierungen.
Ich habe mich im Februar einigen umfangreicheren Werken zugewandt, weshalb ich ab Mitte des Monats nur noch Kinderbücher und Graphic Novels vorgestellt habe. Mal schauen, ob ich alles in den März schieben kann, der ebenfalls verspricht turbulent zu werden, wenn ich so in meinen Kalender schaue. Ich hoffe, dass ich bei dem ganzen Trubel noch die Zeit finde, mich meinen Hobbies zu widmen. Zuerst schaue ich aber zurück auf den Monat Februar.
Ich bewerte nach einem gängigen und bekannten Fünf-Sterne-System:
★★★★★ Leseempfehlung
★★★★☆ bietet unterhaltsame Lesestunden
★★★☆☆ für Genrefans
★★☆☆☆ könnte man lesen
★☆☆☆☆ lieber nicht lesen
Bücher
Jasmin Schreiber hat es mit ihrem Roman “Da, wo ich dich sehen kann” geschafft, mich emotional zu berühren und sie hat mal wieder bewiesen, wie treffsicher sie mit Worten und Themen umgehen kann. Erst kürzlich wurde von der Regierung eine Studie veröffentlicht, wie präsent häusliche Gewalt in unseren Familien und Haushalten ist, so dass die Autorin ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen hat. Für mich sicherlich ein Highlight des Monats und Jahres.
“Die Housesitterin” überzeugt in meinen Augen durch den Erzählstil und dem Spiel der wechselnden Perspektiven. Genrefreunde werden darüber hinwegsehen können, dass die Story selbst dafür wenig neues bietet.
In dem Roman “Die Besucher” von Marcus Kliewer finden sich zwar viele Elemente eines Haus-Horrors, aber als klassisch kann ich diese Geschichte sicherlich nicht bezeichnen. Schön, dass es auch solche Bücher gibt, in denen sich Autoren etwas neues einfallen lassen.
Insgesamt habe ich in diesem Monat 5 Bücher gelesen, die in Summe auf 1.673 Seiten kommen (ohne die Bildbände, Lexika, Sach- und Kunstbücher) und von denen lediglich eines eine nahezu bedingungslose Empfehlung darstellt.
Jugend- und Kinderbücher
„Tatys kleine Kräuterfibel 2“ ist eine gelungene Fortsetzung, die das bewährte Konzept des ersten Bandes sinnvoll erweitert. Neue Pflanzen, neue Geschichten und zusätzliche Rezepte sorgen für Abwechslung, ohne den vertrauten Charakter der Reihe zu verlieren.
Aufklärung zu übergriffigen Anfragen aus den sozialen Medien wird in “Mit Fremden chatten?” in einfacher Sprache betrieben.
Nicht nur lesen kann nerven, sondern auch rechnen. “Rechnen nervt!” ist ein Buch für Erstleser.
Die Vorlesereihe mit dem Aha!-Effekt vermittelt Wissen mal anders. Ich finde die Idee gut, dass mit kleinen Geschichten ganz bestimmte Aspekte erklärt werden. “Das große Buch der Kinderfragen: Kluge Antworten in Vorlesegeschichten” ist ein “Best-Of” von bisher schon erschienenen Geschichten.
“Die kleine Schildkröte, die vom Fliegen träumte” ist das durchaus gelungene Bilderbuch-Debüt von Alina Winola. Sie hat ihre Inspiration sehr gelungen zu Papier gebracht und erzählt eine wunderschöne Geschichte.
Und auch im Februar habe ich wieder einige Bilderbücher vorgestellt, die teils sehr gut wichtige Themen für kleine Kinder verpackt haben. An dieser Stelle finden sich nur die Links zu den Büchern, für die Themen folgt bitte den Links.
“Was fehlt dir kleiner Roboter?”, “Henri-Jette-Sausebahn”, “Paddington feiert Ostern”, “Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung”, “Jenny Meier legt seltsame Eier”, “Die kleine Schnecke Monika Häuschen: Einfach doof gelaufen!”
Alle vorgestellten Bücher habe ich in diesem Monat mit 5 Sternen bewertet. In meiner eigenen Statistik habe ich diese Bewertungen der Bilderbücher nicht einfließen lassen. Es bereitet mir unglaublich viel Freude, mich durch die Kinderbücher zu lesen, weshalb ihr auch weiterhin immer wieder mal Kurzreviews zu lesen bekommt.
Hörbücher
Wolfgang und Heike Hohlbeins “Der Greif” ist eine gute Fantasy-Geschichte, die leider mit einigen Mängeln aufwartet, die für mich wenig zufriedenstellend waren. Die Geschichte selbst bewerte ich irgendwo zwischen 3,5 bis 4 Wertungspunkten, inklusive der weniger guten Leistung des Sprechers.
Das eine Hörbuch kommt auf 1.169 Hörminuten. Allerdings täuscht diese niedrige Zahl darüber hinweg, dass ich im Februar ungewöhnlich viel gehört habe. Zum einen eine Reihe, die ich gern am Stück vorstellen möchte und zum anderen das zweitlängste Buch von Stephen King als “ReRead”.
Kunst- und Sachbücher
Robert Fosters großes Mittelerde Lexikon wurde dezent überarbeitet und als Neuauflage herausgebracht. Das Werk stammt ursprünglich aus dem Jahre 1971 und wurde nun ergänzt.
“Love and be loved” ist ein Geschenkebuch, das ganz gut zum Valentinstag passt, so man ihn denn feiert. Der Blick in mein Review lohnt sich aber auch für jene, die gerne wissen möchten, wo der Valentinstag seinen Ursprung hat.
Diese beiden Bücher kommen in Summe auf 832 Seiten.
Graphic Novels und Comics
Auch im Februar habe ich wieder zahlreiche Comics und Graphic Novels vorgestellt. Und in diesem Monat auch wieder aus einem sehr breitem Spektrum, so dass im Grunde genommen für jeden etwas dabei sein sollte.
Die beiden Meister der Manga-Horrors waren im Februar auf meinem Blog präsent. Zum einen Gou Tanabe mit einer weiteren Anthologie aus sieben Lovecraft Kurzgeschichten, zusammengefasst als “Das Unsagbare” und Junji Ito mit “Black Paradox”.
Wie anspruchsvoll eine Graphic Novel sein kann, zeigt die Adaption von “Der Schnee war schmutzig”. Ein Comic, den man am Ende erstmal etwas irritiert zur Seite legt.
Barbara Stok zeichnet ein sehr passendes Portrait von Vincent van Gough, dessen viel zu kurzes Leben von Tragik und Genie geprägt war. “Oscar Wilde” ist ebenfalls eine Biografie, dieses Mal von Tommaso Vitiello.
“Lightfall: Das verlorene Licht” ist ein spannender Auftakt, der mit viel Abwechslung ein junges Publikum anspricht.
Die Reihe der historischen Persönlichkeiten geht mit Dschingis Khan in die siebte Runde. Dieses Mal schaffen es die Autoren das ereignisreiche Leben einer derartigen Persönlichkeit auf 64 Seiten zu zeigen, in dem sie einen kleinen Kunstgriff anwenden. Und obwohl die Autoren andere sind, gilt dies in gleicher Weise für den Blick auf das Leben des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Nummer acht in der Reihe.
Keanu Reeve hat zumindest an einer von den beiden Geschichten in BRZRKR 5 mitgeschrieben, wobei beide Geschichten losgelöst von der Reihe verständlich sind. Es sind also keine Vorkenntnisse für das Verständnis notwendig.
Die Zeichnungen in “Das Traumbestarium des Mr. Providence” sind wirklich sehr gut gelungen. Nur ist leider die Geschichte zu verworren, weshalb ich diese Graphic Novel nur eingefleischten Lovecraft-Fans empfehlen kann.
“Little Bird 1: Der Kampf um Elders Hope” ist ein dystopischer Comic mit einer Mischung aus Fantasy und Science Fiction, der mit ausdrucksstarken Bildern eine Geschichte erzählt, die vom Grundsatz her nicht neu ist, aber dennoch immer wieder gut funktioniert.
Es ging im Februar wieder mit einigen Bänden “splitternackt” auf meinem Blog zu. Ein realistisches Bild eines älteren Paares zeigt der Künstler Axel im Einzelband “Die Versuchung”. Sehr zu empfehlen, da es doch ein recht realistisches Bild eines Paares im gesetzten Alter zeigt.
“Maler und Modell” ist schon fast ein Kunstbuch, in dem Milo Manara Frauen mehr Raum geben möchte, in dem er Vorlagen aus Kunst und Kultur vergleichsweise freizügig darstellt. Ebenfalls ein Kunstband ist das Buch “Die Frauen von Manara”. Bei diesem Titel braucht es nicht mehr Worte. Und ebenfalls von Marana ist “Klick 3″, das sich weiterhin durch eine abstruse Geschichte hervorhebt.
Die beiden verbliebenen Teile der erotischen Krimi-Trilogie “Die Geheimnisse des Maison Fleury” haben es ebenfalls in den Februar geschafft. Mit “Die Kulisse” und “Utopie” ist die Trilogie nun vollständig auf meinem Blog vertreten.
Sonstiges
Mit diesem Beitrag schaue ich auf drei große High-Fantasy-Epen und vergleiche drei Könige, die unterschiedlicher nicht sein können. Schon deren Namen verraten so einiges.
- Aragorn II Elessar Telcontar, Sohn des Arathorn, Isildurs Erbe und König Elessar von Gondor und Arnor aus Mittelerde.
- Fitz Chivalry Farseer, auch bekannt als der Königsmörder, Tom Badgerlock, Lord Golden oder der Mann mit den Narben aus dem Reich der Uralten.
- Simon Snowlocker (Schneelocke) für als Mondkalb bezeichnet aus Osten Ard.
Challenges
Wie erwartet war der Auftakt in den Challenges umfangreich, aber schon im Februar geht es deutlich langsamer voran.
So kann ich bei der Book Special ABC Challenge vom Weltenwanderer nur drei Zuwächse verzeichnen und liege bei 9 von 26 Buchstaben. Auf nur zwei neue Buchstaben bin ich in der ABC Challenge gekommen und liege bei 10 von 26 Bücher gekommen bin. Nun, die Buchseiten Challenge füllt sich ebenfalls deutlich langsamer, und konnte in Summe bisher 67 Punkte sammeln. Das Buchbingo blieb ebenfalls aus. Hier liege ich bei 9 von16 möglichen Feldern.
Meine eigenen Ziele sind auf 24 von 100 Graphic Novels und Comics gewachsen. Die gelesenen Bücher summieren sich auf 19 von 100 und die Hörbücher kommen auf 5 von 40.
Die Gesamtübersicht über meine Challenges des Jahres 2026 und der Vorjahre gibt es natürlich ebenfalls noch. Diese wird wie gehabt am Ende des Monats mit meinen Rückblick aktualisiert.
Zahlenspiele
Ich habe im Hintergrund zwei neue Counter-Plugins im Test, die ohne Cookies und DSGVO konform die Anzahl der Besucher zählen. Natürlich können diese Statistik-Tools die Summen aus den letzten 10 Jahren nicht erfassen, aber die sind sowieso verloren gegangen. Hier versuche ich eine Quintessenz aus allen Tools zusammenzuführen, wobei ich eh nur ein Stimmungsbild zeigen möchte.
Seit November letzten Jahres kann ich einen spürbaren Zuwachs an Besuchern verzeichnen. Zuerst dachte ich, dass die lediglich an der Vorweihnachtszeit und Weihnachten selbst lag. Aber der Trend bleibt bestehen und ich kann aktuell eher 8.000 bis 10.000 unterschiedliche Besucher registrieren.
Und wenn ich mal nicht nur auf die meistbesuchten fünf, sondern 10 Beiträge schaue, dann offenbaren sich ein paar Überraschungen, die ich mir nicht erklären kann. Warum taucht z.B. eine 5 Jahre alte Rezension auf Platz 3 auf? Oder wieder die Hörbuchanbieter? Ich habe die Bots so gut es geht heraussortiert, so dass dies tatsächliche Besucher waren.
- Empfehlenswerte Graphic Novels und Comics
- Der Unterschied zwischen einer Graphic Novel und einem Comic
- Portal der Welten
- Leseliste 2026
- Das beharrliche Kindle epub Missverständnis
- Bookbeat vs. Audible: zwei Hörbuchanbieter im Vergleich
- Meine Erfahrungen mit Nextory
- Bücher von Andreas Eschbach
- Sexsurfing in Japan 1
- Meine Fantasy Highlights
Klar, so mancher Besucher kommt von Google (die anderen Suchmaschinen spielen noch immer kaum eine Rolle) und zum ersten Mal deutlich zu sehen von den KI-Seiten. Es gab zwar einen Bot-Angriff aus Singapur, aber auch die Zugriffe aus den USA haben zugenommen. Die Statistik-Tools können aber keine weiteren Korrelationen darstellen. Dafür müsste ich zu kostenpflichtigen Tools greifen. Und so wichtig ist mir das Ganze dann doch wieder nicht.
In diesem Monat habe ich die vorgestellten Werke wie folgt bewertet:
17x ★★★★★ Leseempfehlung
8x ★★★★☆ bietet unterhaltsame Lesestunden
1x ★★★☆☆ für Genrefans
1x ★★☆☆☆ könnte man lesen
0x ★☆☆☆☆ lieber nicht lesen
und 7 Bilderbücher ohne Wertung
Im Schnitt habe ich in diesem Monat die vorgestellten Werke mit 4,5 von 5 Wertungspunkten bewertet und liege damit deutlich über meinem Durchschnittswert.
Von den 34 Buchvorstellungen im Februar 2026 waren 8 Rezensionsexemplare. Das entspricht 24% und ich gleichzeitig ungewöhnlich wenig, entspricht aber in etwas dem Wert aus dem Januar. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn ich habe in diesen beiden Monaten einige Bücher aus den Bibliotheken gelesen.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Schönen guten Morgen!
Tut mir leid dass du immer noch mit den ganzen Ärgernissen zu kämpfen hast und ich hoffe, dass sich das alles bald aufklären wird und du dich wieder auf die schönen Dinge konzentrieren kannst 🙂
Gelesen hast du ja dennoch einiges, denn mit den Kinderbüchern und Graphic Novels ist es am Ende ja doch ganz schön viel geworden mal wieder!
Über “Da, wo ich dich sehen kann” hab ich schon viel gutes gehört. Allerdings kein Thema über das ich lesen möchte, darüber weiß ich einfach schon zuviel als dass ich das jetzt noch in Buchform haben müsste, auch wenn es wichtig ist, dass darüber geschrieben und gesprochen wird. Viel zu vieles bleibt hier in der Realität unentdeckt.
Ich wünsch dir eine schöne Zeit im März!
Liebste Grüße, Aleshanee
Mein Lesemonat