Die Raunächte auf meinem Blog 2025: Die Wintersonnenwende

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Noch vor dem Beginn der Raunächte, kön­nen sich alle inter­es­sier­ten Familienmitglieder auf die Tage vor­be­rei­ten. Dafür eig­net sich die Wintersonnenwende, die in die­sem Jahr genau jetzt zur Veröffentlichung die­ses Beitrags statt­fin­det (also am 21.12. um 16:03 Uhr). Die Wintersonnenwende mar­kiert den kür­zes­ten Tag oder die längs­te Nacht des Jahres. Ab jetzt wer­den die Nächte wie­der kür­zer und die Tage län­ger. Allerdings wird es noch was dau­ern, bis wir dies in unse­rem Alltag mer­ken.
Die Raunächte sind kein spi­ri­tu­el­les Tohuwabohu, son­dern ein beson­de­rer Zeitraum, der von vie­len Menschen genau so wahr­ge­nom­men wird. Und gera­de Kinder mer­ken, dass die­se Zeit beson­ders ist, was natür­lich eini­ge Gründe hat.

Heilig Abend mit den Geschenken ist vor­bei und man freut sich auf die­se oder ist viel­leicht ent­täuscht, Silvester steht vor der Tür und ver­spricht für vie­le Kinder eine Nacht, in der sie lan­ge auf­blei­ben dür­fen, die Erwachsenen um sie her­um haben oft­mals eben­falls Urlaub und die Familie hat viel Zeit für­ein­an­der. Und genau die­se Zeit kann man nut­zen, um zusam­men die Raunächte zu zele­brie­ren.

Es gibt dabei kei­ne exak­ten Regeln und auch das Motto der Tage kann vari­ie­ren. Wer sich mal ein wenig durch die Literatur liest, wird fest­stel­len, dass jeder Autor bzw. jede Autorin, den jewei­li­gen Tagen ande­re Mottos gibt. Und so wei­chen die Mottos der Raunächte von die­sem Jahr ein wenig von jenen aus dem Jahre 2023 ab.

Gerade als Familie soll­te man die Texte als Inspiration und Anregung ver­ste­hen und weni­ger als in Stein gehaue­nes Ritual.

Ritual der 13 Wünsche

Am heu­ti­gen Tag kön­nen ein paar Rituale vor­be­rei­tet wer­den. Das Ritual der 13 Wünsche ist wohl das gebräuch­lichs­te Ritual. Wer sich Wünsche aus­denkt, wird fest­stel­len, dass es gar nicht so ein­fach ist, 13 Wünsche nie­der­zu­schrei­ben. Denn es gilt fol­gen­des zu beach­ten:

  • Es müs­sen natür­lich rea­lis­tisch zu rea­li­sie­ren­de Wünsche sein. Es wer­den weder die Lottozahlen, Ruhm oder Reichtum über die­sen Weg zu Dir gelan­gen. Auch sind kei­ne guten Vorsätze damit gemeint, wes­halb die Wünsche auch wie ein Wunsch defi­niert wer­den sol­len.
  • Es hilft nichts, ein­fach den Wunsch zu äußern: „Ich wün­sche mir im nächs­ten Jahr 10 Kilo abzu­neh­men.“, um dann zu hof­fen, dass die Kilos von allein pur­zeln. Besser ist ein kon­kre­ter Wunsch: „Ich wün­sche mir, dass ich die Kraft und Selbstmotivation fin­de, weni­ger Fast Food zu essen und mich mehr zu bewe­gen.“
  • Schreibe jeden Wunsch auf einen eige­nen Zettel. Falte die­se Zettel in glei­cher Weise, so dass Du nicht erken­nen kannst, hin­ter wel­chem Zettel sich wel­cher Wunsch ver­birgt. Lege nun alle Zettel in ein Gefäß oder einen Beutel.
  • Nun ziehst Du an jedem Tag der Raunächte einen der Zettel und ver­brennst ihn (ent­we­der mit oder ohne Kräutern), ohne dass Du den Zettel geöff­net hast. Die Asche über­gibst Du wie­der der Natur. Der Gedanke dahin­ter ist, dass Du den Wunsch an eine höhe­re Macht (wie z.B. Gaia oder das uni­ver­sel­le Bewusstsein) über­gibst und ihn wie einen Samen säst. Mit Kindern kann die­ser Punkt abge­wan­delt wer­den, in dem der Wunsch z.B. geschred­dert oder auf ande­re Weise ver­nich­tet wird.
  • Jeder Raunacht ist ein Monat zuge­wie­sen. Ein wei­te­rer Gedanke die­ses Rituals: Dein jeweils in einer Nacht ver­brann­te Wunsch, wird sich in dem der Nacht zuge­ord­ne­tem Monat erfül­len. Dazu dann mehr an den Tagen.
  • Am letz­ten Tag bleibt noch ein Wunsch übrig. Diesen darfst Du nun lesen und die­ser Wunsch ist es, um den Du Dich selbst so inten­siv wie Dir mög­lich küm­mern musst, so dass er auch in Erfüllung gehen kann.

Tagebuch-Ritual

Wenn Du ein Tagebuch führst (was drin­gend zu emp­feh­len ist), dann notie­re die 13 Wünsche auf der letz­ten Seite des Tagebuchs und schaue am Ende des Jahres (viel­leicht zur Wintersonnenwende 2026), wel­che die­ser Wünsche in Erfüllung gegan­gen ist.

Die Raunächte ste­hen dafür, dass wir Menschen emp­fäng­li­cher für außer­ge­wöhn­li­che und nicht zu erklä­ren­den Ereignissen sind. Diese kön­nen sich in unse­ren Träumen mani­fes­tie­ren. Nutzt das Tagebuch, in dem ihr eure Träume nie­der­schreibt. Am bes­ten direkt nach dem Aufwachen bzw. Aufstehen, da sich die Träume sehr schnell ver­flüch­ti­gen.

Ich wer­de an den ein­zel­nen Tagen zusätz­lich Anregungen geben, was in das Tagebuch notiert wer­den kann.

Wichtig: Das Tagebuch ist nur für Dich bestimmt und geheim! Das gilt auch für die Tagebücher Deiner Familienmitglieder und Freunde. Das Lesen eines frem­den Tagebuch ohne Erlaubnis gilt als abso­lu­ter unver­zeih­li­cher Vertrauensbruch!

Aufräum-Ritual

Die Reinigung kann auch ganz prak­tisch vor­ge­nom­men wer­den. Hier geht es aller­dings nicht vor­nehm­lich um den Wohnungsputz (es sei denn, man ist ein Putzmuffel), son­dern dar­um, dass man ein wenig aus­mis­tet. Die Umzugskiste zum Beispiel, die seit drei Jahren unge­öff­net her­um­steht oder ande­re mate­ri­el­le Dinge, die nicht benö­tigt wer­den. Dies ist ein Prozess des Loslassens.

Loslassen-Ritual

Schreibe auf einen Zettel, was Du zum Ende des Jahres hin­ter Dir las­sen möch­test. Das kön­nen Ängste, Sorgen oder Probleme sein, aber auch nega­ti­ve Gedanken, Einstellungen oder Glaubenssätze. Diesen Zettel ver­brennst Du anschlie­ßend und ver­teilst die Asche in der Erde. Wenn Du es spi­ri­tu­el­ler ange­hen möch­test, dann kannst Du den Zettel zusam­men mit einer Kräutermischung ver­bren­nen. Für die Reinigung eig­nen sich Salbei, Thymian, Myrrhe, Beifuß und Wacholder.

Die Erde zum Verstreuen der Asche fin­dest Du in Deinem Garten oder in einem Stadtpark oder auf einem sons­ti­gen Stück Natur, das Du errei­chen kannst. Du soll­test nur beach­ten, dass das Verstreuen der Asche nicht wie eine Beerdigung aus­sieht, was vor allem im öffent­li­chen Raum gilt.

Alternativ kann mit Kindern die­ser Zettel auf ande­re Weise ent­sorgt wer­den. Hauptsache der Grundgedanke des Unwiederbringlichen wird deut­lich.

Sind dies nicht eure ers­ten Raunächte, so schaut doch mal in eure Aufzeichnungen vom letz­ten Jahr. Hat sich etwas bewahr­hei­tet? Konntet ihr die Dinge umset­zen, die ihr euch vor­ge­nom­men habt? Manchmal ist ein sol­cher Rückblick erhel­lend, manch­mal aber auch ernüch­ternd.

Damit sind die Vorbereitungen abge­schos­sen und es geht am 25.12. wei­ter.

Ich wer­de am Ende der Beiträge immer einen klei­nen all­ge­mein­gül­ti­gen Absatz ein­fü­gen, in dem auch ein Link zur Übersicht ent­hal­ten ist.

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