Das ist Knutbert. Ein sehr selbstverliebter Kater, der dieses Tagebuch führt und seine „Katastrophenberichte“ natürlich aus der Ich-Perspektive erzählt. Natürlich ist er davon überzeugt, das klügste und wichtigste Lebewesen überhaupt zu sein. Wie es sich für eine Katze gehört, besteht sein Alltag aus Schlafen, Fressen und dem erfolglosen Versuch, das Rotkehlchen Ralf zu fangen. Das Abenteuer beginnt, als in der Nachbarschaft immer wieder Mülltonnen umgeworfen, Gärten verwüstet und andere rätselhafte Schäden verursacht werden. Klar, dass die gesamte Nachbarschaft an eine geheimnisvolle „Bestie“ glaubt.
Sogar Knutbert gerät unter Verdacht und muss befürchten, ins Tierheim gesteckt zu werden. Das geht nicht an und er beschließt, selbst zum Superhelden zu werden und die Bestie aufzuspüren. Mit viel Selbstüberschätzung und wenig Planung begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche, die ihn schließlich sogar in die Kanalisation führt. Spoileralarm: Es ist kein Waschbär, der hier sein Unwesen treibt. Dabei sorgt vor allem seine ironische und völlig falsche Einschätzung von Menschen und anderen Tieren für den Humor der Geschichte.
Selbstverständlich erinnert die Optik und Aufmachung dieses Tagebuchs an andere bekannte Tagebücher. Na und? Das heißt ja nicht automatisch, dass es langweilig sein muss. Knutberts Tagebuch ist eine humorvolle Episodenerzählung, in der vom übersteigerten Selbstbewusstsein, vielen Missverständnissen und den skurrilen Ereignissen eines Katers berichtet wird. Der lockere Tagebuchstil und die Ich-Perspektive machen den Kater zu einem liebenswerten, wenn auch äußerst eingebildeten Erzähler. Meiner Einschätzung nach, ist das Buch eher für Leser geeignet, die das Eigenleben von Katzen kennen.
Titel: Cats Tagebuch – Lass die Ratte aus dem Sack!
Autor&Illustrator: Höllbacher, Franziska
Genre: Kinderbuch
Lesealter: ab 9 Jahren
Seitenzahl: 160
Verlag: Magellan Verlag
Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026
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