Es wiederholt sich. Der Leser kennt das Schicksal von Haymitch Abernathy aus der Trilogie „Die Tribute von Panem“. Wieder wird jemand von seiner großen Liebe getrennt. Wieder geht es um ein Erinnerungsstück, das in der Arena seinen Zweck erfüllt. Wieder treten junge Menschen gegeneinander an und bekämpfen sich. Und wieder bilden sich Gruppen, die daraus ihren Vorteil ziehen möchten.
Ja, das ist mein größter Kritikpunkt an „Der Tag bricht an“, dass es zu vieles gibt, das sich wiederholt. Klar, es ist ein „Jubel-Jubiläum“, d.h. die 50. Hungerspiele, zu denen doppelt so viele Tribute antreten. Also aus jedem der 12 Distrikte werden vier junge Menschen in die Arena gesteckt.
Das Buch erzählt Haymitch aus der Ich-Perspektive und natürlich geht er nicht als Favorit ins Rennen. Ich fand seine Entwicklung als nicht vorhanden, denn er geht als graues Mauerblümchen ins Rennen und kommt als solches heraus. Eine großartige Veränderung lässt sich bei ihm nicht verspüren.
Ich fand es sehr schade, dass es in diesem Buch so viele Wiederholungen gab und ähnliche Figuren für die Kämpfe verwendet wurden. Es hatte für mich ein bisschen was aus der Filmreihe „Final Destination“, in der es in jeder Folge auch nur darum geht, wie fantasievoll die Figuren ihren Abtritt aus dem Leben angehen.
Eingesprochen wurde das Buch von Nicolás Artajo, den ich bisher noch nicht kannte. Er hat das Buch grundsolide eingesprochen, ohne aber großartige Akzente setzen zu können.
Fazit
Meine Meinung nach was es klar, dass die Autorin dieses Buch nur in einem engen gestalterischen Korsett hat schreiben können. Dafür war zu viel im Vorfeld über die Hauptfigur bekannt. Dennoch hätte Haymitch ein bisschen fantasievolle ausgestaltet werden können. So war das meiste mir als Leser bzw. Hörer bekannt und die Geschichte konnte mich mit keinem Punkt irgendwie überraschen oder berühren.
Titel: Die Tribute von Panem L: Der Tag bricht an
Autor: Collins, Suzanne
Sprecher: Artajo, Nicolás
Genre: Hörbuch / Dystopie
Hörzeit: 12 Stunden und 57 Minuten
Verlag: Oetinger Media
Print: Oetinger
Originaltitel: Sunrise on the Reaping
Übersetzer: Peter Klöss; Dr. Sylke Hachmeister
Herkunft: USA
Jahr: 2025 (alle Ausgaben)
Ich habe die Trilogie am Stück gehört und im Mai 25 alle drei Teile auf meinem Blog vorgestellt. Die Trilogie ist relativ zügig erschienen, so dass die Leserschaft nicht lange auf die Fortsetzungen warten musste.
Der Weg von Snow zum Präsidenten fand ich noch abwechslungsreicher und er machte zumindest noch eine kleine Entwicklung durch. Deshalb fand ich dieses Prequel “Das Lied von Vogel und Schlange” mit seinen abwechslungsreicheren Nebenfiguren deutlich besser als dieses von Haymitch.
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Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.