[Fantasy] Borgia. Band 3: Ketzer und Könige

Auffällig an die­sem Band, dass die Geschichte kaum vor­an­kommt. Stattdessen beschreibt und zeigt Manara Ausschweifungen und Exzesse bis zum Umfallen. Es beginnt 1494 mit einem Maskenball, bei dem nie­mand spre­chen und sein Gesicht zei­gen darf. Es gilt nicht, jeder gegen jeden, son­dern jeder mit jedem.

Es wird an die Vorgeschichte ange­knüpft, als Julias Base aus dem Kloster befreit wird. Und zwar wie­der mit äußers­ter Brutalität. Mit dem Ausbruch der Pest und dem Spinnen wei­te­rer Intrigen und Machtspiele ist der Band zur Hälfte gele­sen. Anschließend kommt der König von Frankreich ins Spiel, der es eben­falls faust­dick hin­ter den Ohren hat.

Der Tenor bleibt, dass Gewalt und Sex die Handlung domi­nie­ren. Ich fin­de, dass die­ser Band nicht ganz so far­ben­froh ist wie die ande­ren Bände, obgleich es aus­rei­chend Gelegenheit dazu gab. Zusätzlich sind vie­le Zeichnung grö­ßer aus­ge­fal­len, wes­halb der Leser zwar mehr erkennt, dafür aber wie schon erwähnt weni­ger Inhalt gebo­ten wird. Dazu pas­send endet die­ser Band ver­gleichs­wei­se offen, um im abschlie­ßen­den Band 4 den roten Faden wie­der auf­zu­neh­men.

achtung explizite gewaltdarstellung

⚠️Achtung⚠️Dieses Buch ent­hält expli­zi­te Beschreibungen von Sex und Gewalt und ist somit nicht für min­der­jäh­ri­ge oder zart besai­te­te Leser geeig­net.

cover

Titel: Borgia. Band 3: Ketzer und Könige
Autor: Jodorowsky, Alejandro
Illustrator: Manara, Milo
Genre: Comic / Historisch / Fantasy
Seitenzahl: 64
Verlag: Splitter Verlag
Band: 3 von 4

Originaltitel: Borgia – Tome 03: Les flam­mes du bûcher
Übersetzer: Resel Rebiersch
Herkunft: Frankreich
Jahr: 2008 / 2025 (org./dt.)

Die Machenschaften des Borgia-Clans sind legen­där. Im nega­ti­ven Sinne, denn die­ser Clan hat immer wie­der ein­fluss­rei­che und skru­pel­lo­se Menschen her­vor­ge­bracht. Zwei der Männer wur­den zu Päpste. In die­ser Reihe wird gezeigt, wie Rodrigo Borgia den Papststuhl erober­te und zu Alexander VI. “gewählt” wur­de. Es ist bekannt, dass er min­des­tens acht Kinder hat­te, wobei die Mütter wei­test­ge­hend unbe­kannt sind.

In mei­ner per­sön­li­chen Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Comics und Graphic Novels fin­den sich vie­le lesens­wer­te und zum Teil sehr beein­dru­cken­de Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.

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