[Fantasy] Borgia. Band 4: Alles ist eitel

Wer so an die Macht kommt, wie die Mitglieder des Borgia-Clans, der hat vie­le Feinde. Auch in den eige­nen Reihen. Dieser Band beschreibt das Ende die­ser Ära, zeigt aber auch gleich­zei­tig, dass Alejandro Jodorowsky nicht die Geschichte als Vorlage für sei­ne Erzählung nimmt. Vieles, was er erzählt (hat), trug sich anders zu. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist das Ende von Karl VIII.

Zusätzlich scheint dem Erzähler am Ende die Luft aus­ge­gan­gen zu sein, denn das Ende wird von Micheletto als Rückblende erzählt. Ein Schachzug, der mir nicht so gut gefal­len hat, denn dadurch wirkt die Geschichte deut­lich distan­zier­ter als die drei Vorgänger. Wie schon Band 3, so ist auch der Abschlussband deut­lich weni­ger far­ben­froh als noch die ers­ten bei­den Bände. Auch das ist bedau­er­lich, denn das Ende darf ja genau­so bunt sein wie der Anfang.

Die Ära des Borgia-Clans war damit im Übrigen nicht zu Ende, so dass ich nun rück­bli­ckend sagen kann, dass die­ser Vierteiler den Aufstieg und Fall des Rodrigo Borgia zeig­te, der von 1431–1503 leb­te und ab 1492 als Papst Alexander VI. in die Geschichtsbücher ein­ging.

achtung explizite gewaltdarstellung

⚠️Achtung⚠️Dieses Buch ent­hält expli­zi­te Beschreibungen von Sex und Gewalt und ist somit nicht für min­der­jäh­ri­ge oder zart besai­te­te Leser geeig­net.

cover

Titel: Borgia. Band 4: Alles ist eitel
Autor: Jodorowsky, Alejandro
Illustrator: Manara, Milo
Genre: Comic / Historisch / Fantasy
Seitenzahl: 64
Verlag: Splitter Verlag
Band: 4 von 4

Originaltitel: Borgia – Tome 04: Tout est vani­té
Übersetzer: Resel Rebiersch
Herkunft: Frankreich
Jahr: 2009 / 2025 (org./dt.)

Die Machenschaften des Borgia-Clans sind legen­där. Im nega­ti­ven Sinne, denn die­ser Clan hat immer wie­der ein­fluss­rei­che und skru­pel­lo­se Menschen her­vor­ge­bracht. Zwei der Männer wur­den zu Päpste. In die­ser Reihe wird gezeigt, wie Rodrigo Borgia den Papststuhl erober­te und zu Alexander VI. “gewählt” wur­de. Es ist bekannt, dass er min­des­tens acht Kinder hat­te, wobei die Mütter wei­test­ge­hend unbe­kannt sind.

In mei­ner per­sön­li­chen Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Comics und Graphic Novels fin­den sich vie­le lesens­wer­te und zum Teil sehr beein­dru­cken­de Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.

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