Der zweite Band startet mit Donna und Van, die von einer ominösen Gruppierung gefangen gehalten werden, um hinter das Geheimnis des Drachen zu kommen, um diesen als Waffe einsetzen zu können. Das ist das dritte Buch und spielt im Jahre 2000. Ja, dies ist der zweite Teil vom Roman „King Sorrow“, der für den deutschen Markt in zwei Teile getrennt wurde.
Ich fand den „Einstieg“ etwas unglücklich, denn die anderen Mitglieder der Freundesgruppe spielen auf den ersten 180 Seiten keine Rolle. Das ändert sich im weiteren Verlauf der Erzählung, als wieder (fast) alle zusammenkommen. Was bleibt, dass sich Joe Hill viel Zeit nimmt, um seine Geschichte zum Ende zu bringen. Der Aspekt der „faustischen Fabel“ wird auf dem Weg zum Finale immer wieder thematisiert. Der Pakt mit der dunklen Macht, um ein aktuelles Problem schnell zu lösen, fordert einen hohen, moralisch fragwürdigen Preis.
Hier und da hätte der Text etwas gestrafft werden können, ich fand aber nicht, dass der Roman Längen hatte, die das Lesevergnügen massiv geschmälert hätte. Und Joe Hill hat sich für ein Ende entschieden, das dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht treiben kann.
Es ist weiterhin so, dass der Roman im Wesentlichen ein Fantasy-Roman ist und am Ende nur wenige Momente enthält, die dem Leser das Fürchten lehren. Jetzt kann ich auch das Fazit ziehen, dass sich der Roman an jene Leserschaft richtet, die gerne detailliert beschriebene Szenerien liest und vor einem weit über 1.000 Seiten starken Mammutwerk nicht zurückschreckt. Die Idee mit dem Drachen war mal etwas anderes und ich empfand den Roman in Summe als einen gelungenen Fantasy-Roman.
Hinweis: Diese Rezension ist etwas kürzer ausgefallen, weil ich das Wesentliche schon zum ersten Teil geschrieben habe. Mir ist es noch immer ein Anliegen, so wenig wie möglich vom Inhalt oder gar dem Ende zu spoilern, aber dennoch ausreichend persönliche Meinung einfließen zu lassen. Dieser Spagat fällt mir natürlich bei geteilten Büchern etwas schwerer.
Ich finde die Danksagung des Autors sehr informativ. Da beschreibt er nicht nur, dass der Roman drei Jahre der Überarbeitung benötigt hat und dass er in Summe fast 10 Jahre daran schrieb, sondern auch, dass seine Eltern Tabitha und Stephen King ebenso zu seinen Testlesern gehören wie Robin Hobb.
Im englischen Original wird dieser Roman als „faustische Fabel“ aus dem Subgenre „Dark Academia“ bezeichnet. Das heißt, dass der Roman auf den „Faust“-Mythos anspielt. Jemand schließt einen Pakt mit einer dunklen Macht, um ein aktuelles Problem schnell zu lösen. Dafür wird jedoch ein hoher, meist moralisch fragwürdiger Preis fällig.
Titel: King Sorrow II
Autor: Hill, Joe
Genre: Fantasy / Urban-Fantasy
Seitenzahl: 640
Verlag: Heyne Verlag
Originaltitel: King Sorrow
Übersetzer: Kristof Kurz, Stefanie Adam
Herkunft: USA
Jahr: 2025 / 2026 (org./dt.)
Wie schon erwähnt gehört die Rezension zum ersten Band mit zu dieser Buchvorstellung. Ihr habt das Glück, auf meinem Blog nur einen Klick davon entfernt zu sein.
Der erste Band hat offiziell 592 Seiten, dieser zweite 640, was nach Adam Riese 1.232 Seiten macht. Wenn man das Beiwerk wegnimmt, hat man ein Buch von vielleicht 1.180 bis 1.200 Seiten.
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Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als eBook zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren finden sich im Bereich »Über diesen Blog«.
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Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.