[Fotografie] Fotorecht

Das Foto habe ich gemacht, also gehört es doch mir. Und in Deutschland gibt es ja eine Panoramafreiheit, wes­halb ich alles foto­gra­fie­ren darf. Oder doch nicht? Wie war das noch gleich mit Passanten? Ich fin­de, dass es mitt­ler­wei­le sehr umfang­reich ist, was ein Fotograf alles wis­sen muss. Und das gilt eben nicht nur für den Profi, son­dern auch für den ambi­tio­nier­ten Hobbyfotografen. Nicht umsonst hat der Rechtsanwalt Wolfgang Rau ein Buch mit fast 550 Seiten geschrie­ben.

Glücklicherweise ist der Rechtsanwalt nicht nur auf das Thema spe­zia­li­siert, son­dern er foto­gra­fiert auch selbst und kann die juris­ti­schen Hintergründe mit prak­ti­schen Anekdoten aus eige­ner Erfahrung aus­ma­len. Aber man soll­te sich nichts vor­ma­chen, die Texte in dem Buch sind oft­mals von der juris­ti­schen Sprache geprägt und ent­spre­chend schwer ver­ständ­lich für jene, die nicht so tief in der Materie ste­cken. Auch wenn es vie­le prak­ti­sche Beispiele gibt, sind die Texte und die Zusammenhänge kom­pli­ziert, und somit das Buch ent­spre­chend text­las­tig.

Da ich ger­ne mit einer Vollformatkamera auf der Straße unter­wegs bin, habe ich vie­le Dinge zu beach­ten, auch wenn ich die Fotos kaum im Netz oder sonst wo ver­öf­fent­li­che. Denn es gibt auch Situationen, in denen es sogar ver­bo­ten ist, das Foto auf­zu­neh­men. Viele Sachverhalte ken­ne ich, aber eben­so vie­le nicht, wes­halb sich in mei­nem Fundus sicher­lich Fotografien befin­den, die ich so nicht hät­te machen dür­fen.

Sehr pre­kär fin­de ich die Situationen hin­sicht­lich von Personenaufnahmen. Hier ist ein sol­ches Buch mei­nes Erachtens Gold wert, denn der Autor zeigt anhand sehr vie­ler Beispiele, wie die­ses kom­pli­zier­te Geflecht auf­ge­löst wer­den kann. Selbstverständlich gilt das für vie­le wei­te­re Themen, die sich in 10 umfang­rei­chen Kapiteln in die­sem Buch wie­der­fin­den. Dazu gehö­ren auch exo­ti­sche Themen und selbst­ver­ständ­lich auch Themen für gewerb­lich akti­ve Fotografen. Da ich aber auch schon Anzeigen gese­hen habe, in denen Hobbyfotografen Hobbymodels foto­gra­fie­ren, gilt auch schon in die­sem Grenzbereich eini­ges zu beach­ten.

Fazit

Ich den­ke nicht, dass der Handyfotograf die­ses umfang­rei­che Buch benö­tigt, wenn er im Urlaub ein paar Schnappschüsse macht. Wer damit aller­dings die sozia­len Medien füt­tert, muss vie­les beach­ten, wes­halb ein Blick in die gesetz­li­chen Grundlagen sehr zu emp­feh­len ist, das gilt umso mehr, je inten­si­ver man sich dem Hobby der Fotografie wid­met und die­ses eini­ger­ma­ßen ernst­haft betreibt. Die vie­len Gesetze und deren Auslegungen sind Fluch und Segen zugleich. Denn die­se schüt­zen nicht nur den Fotografen als Urheber des Fotos, son­dern auch die jewei­li­gen Rechte der unter­schied­lichs­ten Motive. Aus die­sem Grund kann ich jedem die­ses Buch ans Herz legen, damit die gröbs­ten Fallstricke in der Fotografie ver­mie­den wer­den kön­nen.

cover

Titel: Fotorecht: Ihr Ratgeber für den foto­gra­fi­schen Alltag
Autor: Rau, Wolfgang
Genre: Ratgeber / Fotografie
Seitenzahl: 554
Verlag: Rheinwerk Verlag

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026

Mehr Informationen zu die­sem Buch fin­den sich auf den Seiten des Rheinwerk Verlags (unbe­zahl­ter Infolink).

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