Als Fotograf bedarf es keines gewissen Alters, um schöne Fotos zu machen. Dieses Buch ist der „lebende“ Beweis dafür, denn 26 Fotografen und Fotografinnen im Alter zwischen 14 und 23 Jahren zeigen, wie sie „ihre“ Motive einfangen. Begleitet wurden sie von der Naturfotografin Silke Hüttche, die auch Herausgeberin von diesem Buch ist.
Die Jugendlichen haben sich jeweils auf ein Motiv (meist ein Tier oder eine Pflanze) konzentriert und zeigen anhand dessen, was möglich ist. Dadurch sind insgesamt sieben Kapitel entstanden, die thematisch zusammengefasst wurden. Wie bei jeder Kunst hat jeder Mensch seinen eigenen Blick auf eine Szenerie, was bei einem solchen Projekt ganz besonders gilt, denn dadurch findet sich eine große Vielfalt in diesem Buch.
Was auf den ersten Blick ein wenig untergeht, sind die „Exkurse“ am Ende eines jeden Kapitels, mit denen allgemeine Dinge rund um die Naturfotografie. Diese Exkurse haben eine Allgemeingültigkeit und können von den thematisch sortierten Teilen separat betrachtet werden. Es macht in meinen Augen sogar Sinn, sich zuerst die Exkurse anzuschauen.
Wie es für die heutige Jugend üblich ist, werden die Unterkapitel und Themen kurzgehalten. Es zeigt sich immer deutlicher in der Lernwelt, dass kurze Lerneinheiten effektiver sind als längere. So ist auch dieses Buch aufgebaut. Es enthält sehr viele Unterkapitel, die dafür kurz und knapp gehalten sind. In meinen Augen ein Vorteil dieses Buchs, bei dem ich als Leser gemerkt habe, dass es von Jugendlichen für Jugendliche geschrieben wurde.
Meinungssache: Problem bewirtschafteter Wald
Recht oft wird von den einzelnen Autoren auf das Problem mit der deutschen Jägerschaft hingewiesen. Die deutschen Wälder sind im Grunde genommen keine Naturlandschaft, sondern sind fast ausnahmslos bewirtschaftet. Das gilt nicht nur für die Holzwirtschaft, sondern auch als Fleischlieferant. In keinem anderen Wald leben so viele zur Jagd freigegebene Tiere wie in Deutschland.
Für Fotografen ist das ein Problem, denn grundsätzlich gilt in Deutschland, dass man auf den Wegen bleiben muss. Nun habe ich auch schon Wälder gesehen, die dermaßen von Wegen durchzogen sind, dass man auch so gut an das Motiv herankommt, aber das war wohl eher die Ausnahme. Die Fotos, die die jungen Fotografen gemacht haben, sind sicherlich nicht alle von einem Weg aus gemacht worden.
Es macht auf jeden Fall Sinn, sich vor der Fototour zu erkundigen, ob in einem Waldstück eine Jagd stattfindet. Ich habe es nämlich schon erlebt, dass meine Jungs nur wenige Meter vom Weg entfernt vor die Flinte eines Jägers gelaufen sind. Allerdings haben die Jäger ihr Jagdgebiet nicht kenntlich gemacht, was sie an einem Sonntagnachmittag aber hätten machen müssen.
Jagdunfälle sind in Deutschland zwar selten (die Jäger vergewissern sich sehr gewissenhaft, bevor sie den Abzug drücken), aber man selbst möchte eben nicht zu den 4 getöteten Menschen gehören, nur weil Du Dich im Dickicht für das perfekte Foto versteckt hast.
Die Autoren sind alle Mitglied in der “GDT – Gesellschaft für Naturfotografie”. Sie posten alle mehr oder minder reichweitenstark ihre Fotos auf Instagram. Folgend eine Auflistung in alphabetischer Reihenfolge aller Fotografen, die an diesem Buch mitgewirkt haben. Die Namen sind mit ihren Instagram-Profilen verlinkt. Manchen Fotografen haben auch eigene Websites, deren Links sich auf den Insta-Profilen finden. Falls ein Link fehlt, hat ein automatischer Algorithmus dieses Blogs den Link gelöscht, weil er nicht mehr erreichbar war.
Titel: Naturfotografie für Jugendliche: Entdecke die Schönheit der Natur mit der Kamera
Herausgeber : Hüttche, Silke
Autoren : Siehe oben
Genre: Ratgeber / Fotografie
Seitenzahl: 282
Verlag: dpunkt.verlag
Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026
Mehr Informationen zu diesem Buch finden sich auf den Seiten des dpunkt.verlags (unbezahlter Infolink).
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Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren finden sich im Bereich »Über diesen Blog«.
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