[Historisch] Die Säulen der Erde. Band 1: Der Traum von einer Kathedrale

Der Autor Didier Alcante hat sich dar­an gewagt, den Erfolgsroman „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett zusam­men mit Steven Dupré als Graphic Novel zu adap­tie­ren. Herausgekommen ist ein auf­wän­dig gestal­te­tes Werk in meh­re­ren Teilen. Die Geschichte ist vor dem Hintergrund his­to­ri­scher Ereignisse ein­ge­bet­tet, als England nach einem Schiffbruch eines Schiffs, auf dem sich vie­le Adlige befan­den, in Chaos ver­sank. Erzählt wird die Geschichte des Baumeisters Tom Builder, der mit sei­ner Familie immer kurz vor dem Exodus durch die Landen zieht, um irgend­wie über die Runden zu kom­men. Ein zwei­ter Handlungsstrang wid­met sich den Ereignissen in einem Kloster und den Intrigen des Klerus und dem Hochadel bzw. der Krone.

Die Graphic Novel ist zwar zeich­ne­risch auf­wän­dig gestal­tet, aber auch sehr text­las­tig. Bei der Romanvorlage auch kein Wunder. Klar, Intrigen las­sen sich nur schwer zeich­ne­risch gut dar­stel­len, wes­halb es not­wen­dig ist, die Hintergründe als Text zu erläu­tern. Zudem kom­men rela­tiv vie­le Figuren vor, die nicht immer ein­deu­tig erkenn­bar gezeich­net wur­den. Hier hät­te ich mir gewünscht, dass der Zeichner Dupré zu ein paar Tricks gegrif­fen hät­te, wie in Graphic Novels Figuren ein­deu­tig erkenn­bar dar­ge­stellt wer­den. Allerdings ist dies der ein­zi­ge Kritikpunkt an sei­ner Zeichenkunst, denn die Optik als Ganzes ist außer­or­dent­lich gut gelun­gen.

Die Romanvorlage hat knapp 1.300 Seiten. Da bleibt es nicht aus, dass eini­ges gekürzt dar­ge­stellt wer­den muss. In die­sem ers­ten Band hegt der Baumeister noch ledig­lich den Wunsch eine Kathedrale zu bau­en und der Klerus strei­tet sich noch, wer die Machtpositionen ein­nimmt. Welches Detail gekürzt wur­de, spielt weni­ger eine Rolle, denn es kommt dar­auf an, dass die Graphic Novel selbst in sich stim­mig ist. Und das ist sie mei­ner Meinung nach.

Wie vie­le Bände die Reihe ins­ge­samt haben wird, lässt sich aktu­ell nicht in Erfahrung brin­gen. Auch im fran­zö­si­schen Original sind erst zwei Bände erschie­nen, womit die Reihe defi­ni­tiv noch nicht abge­schlos­sen ist. Dieser Band endet in etwa nach zwei­drit­tel des ers­ten Buchs (die Romanvorlage hat ins­ge­samt sechs Bücher (Kapitel)).

Egal, ob die Romanvorlage bekannt ist oder nicht, die­se Graphic Novel ist gut gestal­tet und ver­ständ­lich, obgleich sie eine für his­to­ri­sche Romane typi­sche Komplexität hat. Es gibt nur wenig an die­ser Adaption aus­zu­set­zen, so dass jeder, der die Vorlage kennt und zu schät­zen weiß, auch mit die­ser Graphic Novel etwas anzu­fan­gen weiß.

cover

Titel: Die Säulen der Erde – Der Traum von einer Kathedrale
Autor: Follett, Ken; Alcante, Didier
Illustrator: Dupré, Steven
Genre: Historische Graphic Novel
Seitenzahl: 112
Verlag: Lübbe
Band: 1 von ?

Originaltitel: Les Pilliers de la Terre – Tome 01: Le Rêveur de cathé­dra­les
Übersetzer: Ulrike Werner-Richter
Herkunft: Frankreich
Jahr: 1989 / 2023 / 2024 (Roman/org./dt.)

In mei­ner per­sön­li­chen Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Comics und Graphic Novels fin­den sich vie­le lesens­wer­te und zum Teil sehr beein­dru­cken­de Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.

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