[Horror] Das Traumbestiarium des Mr. Providence

Ungefragt sind die Zeichnungen von Daria Schmitt wun­der­schön gewor­den. Zumindest die meis­ten. Vor allem das Zusammenspiel von Schwarzweiß- und den far­bi­gen Zeichnungen ist sehr gelun­gen. Die Geschichte wird näm­lich in Schwarzweiß gezeigt und die Träume und Traumwesen in Farbe. Das ergibt einen opti­schen Leckerbissen, auch wenn die Zeichnungen zuwei­len etwas über­la­den wir­ken.

Ich selbst habe mich mal an den Schriften von Lovecraft ver­sucht und auch gele­sen, bin aber mit sei­nem Stil nicht son­der­lich gut zurecht­ge­kom­men. Anders hin­ge­gen die Manga- und Graphic-Novel-Adaptionen, die mir oft­mals sehr zuge­sagt haben. Allerdings hat Philippe Druillet in sei­nem Vorwort es sehr tref­fend for­mu­liert, dass die Autorin einen beson­de­ren Zugang zu den Werken Lovecrafts hat und dies in ihrer Graphic Novel sehr gut zu Papier gebracht hat.

Das mag stim­men, aber mir hat die etwas ver­wor­re­ne Geschichte nicht zuge­sagt, wenn der Protagonist als Lovecraft ähn­li­che Figur durch diver­se Gegenden streift und die merk­wür­digs­ten Dinge erlebt. Kurz vor Ende des Buchs fin­det er das Buch im Buch, in dem die Kurzgeschichte „Das merk­wür­di­ge hoch­ge­le­ge­ne Haus im Nebel“ abge­druckt ist.

Zeichnerisch ist das Buch sehr gut, die Geschichte hat mir hin­ge­gen nicht zuge­sagt, wes­halb ich es am Ende nicht emp­feh­len kann (außer viel­leicht ein­ge­schwo­re­nen Lovecraft-Fans), denn die Geschichte ist in mei­nen Augen zumin­dest in die­sem Fall wich­ti­ger als die Zeichnungen.

cover

Titel: Das Traumbestiarium des Mr. Providence
Autor&Illustrator: Schmitt, Daria
Genre: Horror / Graphic Novel
Seitenzahl: 120
Verlag: Splitter Verlag
Band: 1 von 1

Originaltitel: Le Bestiaire du Crépuscule
Übersetzer: Tanja Krämling
Herkunft: Frankreich
Jahr: 2022 / 2023 (org./dt.)

In mei­ner per­sön­li­chen Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Comics und Graphic Novels fin­den sich vie­le lesens­wer­te und zum Teil sehr beein­dru­cken­de Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.

Mehr Infos zu die­sem Buch fin­det sich auf der Website des Splitter Verlags.

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