[Horror] REM

Das Autoren-Duo Sebastian Fitzek und Annika Strauss berich­tet am Ende des Buchs, wie es zu die­ser Geschichte gekom­men und wer für die unter­schied­li­chen Ideen und Texte ver­ant­wort­lich ist, die sich im Buch wie­der­fin­den. Sehr lobens­wert, dass Droemer Knaur den Horror aus dem Nischendasein holen möch­te, wie die Autorin in einer Randbemerkung in ihrer Danksagung erwähnt. Ich bin gespannt, wel­che Bücher da noch kom­men wer­den und wäre sehr erfreut, wenn die­se alle die Qualität von REM haben. Denn ganz zu Beginn fin­det sich die Triggerwarnung „Es ist wirk­lich ein Horror-Roman!“

Und ein wirk­lich gut erzähl­ter, mit viel­schich­ti­gen Figuren und einer span­nen­den Geschichte. Und natür­lich einer düs­te­ren Atmosphäre, die mich als Leser begeis­tern konn­te. Erzählt wird die Geschichte aus schnell wech­seln­den Perspektiven und sehr kur­zen Kapiteln, die den Leser förm­lich durch das Buch zer­ren. Es geht um Alysee, die sich nur vage an Ereignisse aus ihrer Kindheit erin­nert, die sie bis heu­te geprägt haben. Ereignisse, die sehr bru­tal das Ende ihrer Eltern zur Folge hat­ten.

Alles dreht sich um den Schlaf, der bis heu­te ein Thema für die Hauptfigur ist, wes­halb sie Probleme hat, im Leben Fuß zu fas­sen. Das gilt umso mehr für ihren Bruder aus der Pflegefamilie, in die sie auf­wuchs, nach­dem ihre Eltern gestor­ben waren. Was es genau mit den Träumen auf sich hat, ver­ra­te ich natür­lich nicht, wei­se aber sehr ger­ne dar­auf hin, dass es eine sehr abson­der­li­che und über­ra­schen­de Entwicklung geben wird, der das Ende und die Aufklärung zu einem Highlight machen.

Fazit

Ich fin­de das Buch klas­se. Auch wenn ich nicht viel von der Handlung preis­ge­ge­ben habe, so hof­fe ich doch, dass deut­lich gewor­den ist, dass hier ein gut geschrie­be­ner und durch­dach­ter Horror-Roman vor­liegt, der Freunde schau­ri­ger und zuwei­len bru­ta­ler Literatur sehr mit­neh­men wird.

cover

Titel: REM
Autor: Strauss, Annika; Fitzek, Sebastian
Genre: Horror / Thriller
Seitenzahl: 320
Verlag: Droemer Verlag

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026

Dieses Buch wur­de mir über die Plattform Netgalley als E‑Book zur Verfügung gestellt. NetGalley gibt kei­ner­lei Vorgaben über die Art und Weise, wie Bücher bewer­tet oder vor­ge­stellt wer­den. Mehr Infos dazu auf der Seite “Über die­sen Blog”.

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4 Kommentare

  1. Schönen guten Morgen!

    Das ist die ers­te sehr posi­ti­ve Rezension, die ich zu die­sem Buch sehe.
    Bei ande­ren klang durch, dass es eher kon­fus wirkt und die Handlung nicht wirk­lich durch­dacht wäre oder nicht so rüber­kommt dass man ver­steht, wor­um es hier tat­säch­lich geht. Spannend dass es bei dir so kom­plett anders gewirkt hat.
    Jetzt bin ich neu­gie­rig gewor­den *lach*

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Guten Morgen Aleshanee,

      ich glau­be, dass die nega­ti­ven Meinung haupt­säch­lich von jenen Lesern kom­men, die sich für gewöhn­lich nicht im Horror-Genre bewe­gen und die eher die typisch deut­schen Krimi-Thriller gewohnt sind. Du wirst wis­sen, dass Horror-Romane sel­ten rea­lis­tisch sind 🙂 Und als kon­fus hat­te ich das Buch nie emp­fun­den. Aber jeder liest ja anders, aber ich denk, dass Du das Buch gut an einem Samstag Nachmittag lesen kannst 😀

      Ich bin auf Deine Meinung gespannt, wenn Du es machst.
      Herzliche Grüße
      Frank

  2. Hallo Frank,
    ich bin rich­tig froh, hier noch eine wei­te­re posi­ti­ve Rezension zu dem Buch zu fin­den. Ich habe es vor kur­zem eben­falls gele­sen und mei­ne Rezension dazu geschrie­ben.
    Viele Meinungen gin­gen ja lei­der stark ins Negative, weil es „kein rich­ti­ger Fitzek“ sei. Ich fin­de, wenn ein Autorenduo schreibt, soll­te man das Werk ein Stück weit los­ge­löst von den Einzelwerken bewer­ten.

    Ich habe das Buch sehr genos­sen und hät­te abso­lut nichts dage­gen, wenn es wei­te­re Bücher in die­ser Richtung geben wür­de.

    Liebe Grüße,
    Jennifer

    1. Hallo Jennifer,

      ja, wenn man sich die nega­ti­ven Rezensionen so anschaut, dann kommt meis­tens das Argument, dass es kein typi­scher Fitzek ist oder dass der Stil nicht zu einem passt. Ich tip­pe ja immer noch dar­auf, dass die meis­ten es igno­riert haben, dass da Horror drauf­steht und waren dann ent­täuscht, dass wirk­lich Horror drin­nen war. Im Grunde genom­men sehr scha­de, dass das Buch des­halb so schlecht bewer­tet wur­de. Immerhin nur 3,5 von 5 bei Amazon. Ich wet­te, dass die Rechnung für den Verlag den­noch auf­ge­gan­gen ist, weil die Verkaufszahlen sehr weit oben lie­gen dürf­ten. Aber wer weiß, viel­leicht “darf” Annika Strauss das nächs­te Mal einen Roman ohne Fitzek schrei­ben.

      Viele Grüße
      Frank

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