[Psychothriller] Keine Angst, Darling

Dieses Buch han­delt von häus­li­cher Gewalt und vom „Tradwive-Trend“. Das ist ein Hype auf den Social-Media-Plattformen bei dem sich jun­ge Frauen ganz der Fürsorge für Heim und Familie wid­men. Im Stile der 50er Jahre, als Frauen zu 100% von den Männern abhän­gig waren und kei­ner­lei Freiheiten besa­ßen. In Deutschland ist die­ser Trend zum Glück nicht ange­kom­men, denn hier schät­zen die Frauen ihre gewon­ne­nen Freiheiten und Rechte.

Zurück zum Buch, in dem eine älte­re Schwester eher per Zufall erfährt, dass ihre Schwester, die ihr Tradwive-Leben auf einem Social-Media-Kanal in aller Breite erfolg­reich insze­niert hat, plötz­lich von heut auf mor­gen ihre Aktivitäten ein­ge­stellt hat. Das Problem, dass sie in Deutschland wohnt, wäh­rend sich ihre Schwester in einer abge­schot­te­ten Siedlung in Florida nie­der­ge­las­sen hat. Und obwohl sie in den letz­ten Jahren wenig Kontakt hat­ten, fliegt die Schwester „mal eben“ über den Teich, um nach dem Rechten zu sehen.

Die Autorin Vera Buck spielt in ihrem Buch mit den Erzählperspektiven. Mal erzählt eine Schwester aus der Ich-Perspektive, mal ist ein Erzähler am Werk. Videos und Feeds wer­den tran­skri­biert, was eine gelun­ge­ne Idee ist, denn wie sonst soll­te man Videos in einem Buch beschrei­ben? Vor allem die Kommentare geben dort die pas­sen­de Würze. Würde mich nicht wun­dern, wenn dies ech­te Kommentare sind, die die Autorin wäh­rend ihrer Recherche gesam­melt hat.

Schon recht früh wird klar, dass es in der Siedlung alles ande­re als mit rech­ten Dingen zugeht. Der Besuch aus Deutschland deckt ein klei­nes Detail nach dem ande­ren auf, wobei wie schon gesagt, recht früh klar wird, was wohl pas­siert sein dürf­te. Es gibt zwar immer wie­der klei­ne­re Wendungen, aber der Grundtenor bleibt gleich. Ich fand jetzt nicht, dass die­ser Thriller außer­ge­wöhn­li­che Akzente gesetzt hat oder dass er mich beson­ders fes­seln konn­te. Dennoch fin­de ich, dass die­ses Buch ein guter Vertreter sei­nes Genres ist.

Eine klei­ne Warnung zum Schluss. Wer ger­ne zuerst die Danksagung liest, soll­te sich in die­sem Fall zurück­hal­ten, denn die Autorin spoi­lert dar­in ihr Ende, weil sie auf die Entwicklung des Romans und die Situation in Deutschland ein­geht.

cover

Titel: Keine Angst, Darling
Autor: Buck, Vera
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 448
Verlag: Lübbe

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026

Dieses Buch habe ich im Rahmen der NetGalley Sommerchallenge 2026 gele­sen, d.h., dass mir die­ses Buch direkt als E‑Book zur Verfügung gestellt wur­de, ohne dass ich die­ses beim Verlag anfra­gen muss­te. NetGalley gibt kei­ner­lei Vorgaben über die Art und Weise, wie Bücher bewer­tet oder vor­ge­stellt wer­den. Mehr Infos dazu auf der Seite “Über die­sen Blog”.

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Ein Kommentar

  1. Hallo Frank!

    Ich hab von Vera Buck gera­de “Der dunk­le Sommer” gele­sen, in dem sie sich auch einem rea­lem Hintergrund gewid­met hat.
    Diesen neu­en Trend hab ich (mal wie­der) über­haupt nicht mit­be­kom­men, aller­dings muss ich geste­hen, dass ich nichts dage­gen hät­te, mich nur um Haushalt und Familie zu küm­mern 😉 Das heißt natür­lich nicht, dass ich in die 50er Jahre zurück will – und ich da auch noch nicht gebo­ren war – und die Rechte der Frauen hart erkämpft wur­den und wich­tig sind! Aber dass wir mitt­ler­wei­le immer 2 Vollverdiener brau­chen um über­haupt die Miete zu bezah­len fin­de ich das ande­re Extrem. Naja ^^

    Es klingt ein biss­chen wie Der dunk­le Sommer: inter­es­san­te Hintergründe und gut zu lesen, aber so rich­tig auf­re­gend oder beson­ders auch nicht wirk­lich… ob ich es noch lesen wer­de, wer­de ich noch abwar­ten 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

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