[Kinderbuch] Schascha und der Buchspazierer

Es heißt, Bücher fin­den ihre Leserinnen und Leser – aber manch­mal brau­chen sie jeman­den, der ihnen den Weg weist.

Dies ist der ers­te Satz in dem Buch „Schascha und der Buchspazierer“, aber gleich­zei­tig auch der erst Satz des Buchs „Der Buchspazierer“. Beide stam­men aus der Feder des Autors Carsten Henn, aber bei­de sind für unter­schied­li­che Zielgruppen geschrie­ben. Während der Roman „Der Buchspazierer“ aus Sicht des ver­schro­be­nen 70-jäh­ri­gen Buchhändlers Carl Kollhoff geschrie­ben wur­de, so hat nun der Autor sei­ne Geschichte aus Sicht der neun­jäh­ri­gen Schascha neu ver­fasst. Es han­delt sich also nicht um eine Adaption, son­dern um eine Neuerzählung der Geschichte aus Kindersicht.

Die Handlung bleibt natür­lich die glei­che. Schascha bemerkt den Buchhändler auf sei­nen Rundgängen und gibt ihm den Spitznamen „Der Buchspazierer“. Nach eini­ger Zeit kommt sie auf die Idee, ihn bei sei­nen Touren zu beglei­ten, wovon er wenig begeis­tert ist, womit der Grundstein für eine unge­wöhn­li­che Freundschaft gelegt wur­de. Die bei­den haben ein beson­de­res Gespür für Menschen und dafür, wel­che Bücher zu die­sen pas­sen wür­de. Und das ist Sinn und Zweck die­ser Spaziergänge, dass die bei­den den Menschen die für sie pas­sen­den Bücher brin­gen.

Das bleibt selbst­re­dend gleich, eben­so wie die Besucher iden­tisch sind. Aber natür­lich nimmt Schascha sie anders wahr, und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Der Blick einer Neunjährigen ist eben anders und ich den­ke, dass der Autor die Kinderwelt ganz gut dar­ge­stellt hat.

Kinderbücher leben von ihren Illustrationen und hier kommt Annelie Schulze ins Spiel. Sie gibt die­ser Geschichte ihr eige­nes Bild und beglei­tet die Geschichte auf ihre eige­ne Art und Weise, wie sie bei Kindern gut ankom­men dürf­te, denn Kinder lie­ben es, die Illustrationen zu durch­fors­ten und den Bezug zur Geschichte zu ergrün­den. (Und erfreu­li­cher­wei­se hat sich die Illustration nicht von der Verfilmung beein­flus­sen las­sen.)

Fazit

Die Sicht von Schascha auf die­se Welt ist erfreu­lich anders und erfreu­lich kind­ge­recht. Ich den­ke, dass der Autor es sehr gut geschafft hat, sei­ne eige­ne Geschichte aus Kindersicht zu erzäh­len. Zudem streift die­se Version nicht so dicht am Kitsch vor­bei wie der Roman, was ich sehr begrü­ße. Die Illustrationen geben ihr Übriges, sodass ich die­ses Buch für Kinder ab neun Jahren eben­so emp­feh­len kann, wie auch älte­ren Lesern, die noch­mals in die Welt des Buchspazierers ein­tau­chen möch­ten.

cover

Titel: Schascha und der Buchspazierer
Autor: Henn, Carsten
Illustrator: Schulze, Annelie
Genre: Kinderbuch für Leser ab ca. 9 Jahren
Seitenzahl: 201
Verlag: Oetinger Verlag

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026

Ich zei­ge hier lie­ber das Cover ohne den nutz­lo­sen roten Aufkleber. Das Buch gibt es selbst­ver­ständ­lich auch in der gedruck­te Version.

Das Buch “Der Buchspazierer” habe ich 2021 als Hörbuch auf mei­nem Blog vor­ge­stellt. Die Verfilmung habe ich im drit­ten Teil mei­ner Reihe “Buchverfilmungen” im Jahre 2025 hier prä­sen­tiert.  Die Geschichte hat zwar so ihre Schwächen, aber ich kann sowohl das Buch, als auch die Verfilmung emp­feh­len. Diese lebt natür­lich von den Hauptdarstellern Christoph Maria Herbst und Yuna Bennett.

Dieses Buch habe ich im Rahmen der NetGalley Sommerchallenge 2026 gele­sen, d.h., dass mir die­ses Buch direkt als E‑Book zur Verfügung gestellt wur­de, ohne dass ich die­ses beim Verlag anfra­gen muss­te. NetGalley gibt kei­ner­lei Vorgaben über die Art und Weise, wie Bücher bewer­tet oder vor­ge­stellt wer­den. Mehr Infos dazu auf der Seite “Über die­sen Blog”.

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Die Verweise zu Amazon sind mit Affiliate-Links (Link zum Buch) ver­se­hen. Das heißt, dass mit einem Kauf über einen die­ser Links, ich von Amazon eine klei­ne Provision erhal­te. Auf den Preis hat das kei­ne Auswirkung.

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