[Lexikon] Mikrokosmos – Wunderwelt der kleinsten Lebewesen

Kleines ganz groß. Klingt etwas platt, ist aber über aller Maßen für das Buch „Mikrokosmos“ zutref­fend. In einer unglaub­li­chen Vielfalt wird die für uns nor­ma­ler­wei­se ver­bor­ge­ne Welt näher gebracht. Der „Mikrokosmos“ wird dem Leser nicht nur als beson­de­res Bilder- oder Fotobuch prä­sen­tiert, son­dern the­ma­tisch sor­tiert. Insgesamt acht Themengebiete gibt es, die tie­fer in die Materie ein­stei­gen.

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© pri­vat mit der freund­li­chen Genehmigung von Dorling Kindersley Deutschland

Dass es kein simp­les Fotobuch ist, zei­gen die Erklärungen. Unseren älte­ren Kindern konn­te ich an vie­len Stellen zei­gen, dass die Biologie aus der Schule in die­sem Buch sehr beein­dru­ckend ver­an­schau­licht wird. Ein Umstand, der Wissen ver­tieft, wenn anhand von Einzellern gezeigt, wie eine Zelle auf­ge­baut ist, an optisch sicht­ba­ren Muskeln deren Funktion erklärt wird oder wenn die Funktion des Ohrs mit einer mikro­sko­pi­schen Aufnahme gezeigt wird. Die Erklärungen zu den Funktionen und Themengebieten sind teils sehr wis­sen­schaft­lich und nicht kind­ge­recht for­mu­liert. Teilweise ist es not­wen­dig, dass auch kun­di­ge­re Leser bestimm­te Begriffe nach­schla­gen müs­sen. Die Texte wer­den dabei immer kurz und knapp gehal­ten, was ich per­sön­lich sehr gut fin­de, denn mit einer wis­sen­schaft­li­chen Abhandlung wäre ich mir nicht gedient.

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© pri­vat mit der freund­li­chen Genehmigung von Dorling Kindersley Deutschland

Obwohl der Mikrokosmos nicht als Fotobuch prä­sen­tiert wird, so spie­len die Fotos in die­sem Buch eine sehr ent­schei­den­de Rolle. Schon zu Beginn des Buch wer­den die Maßstäbe des Kosmos und die Arten der Mikroskopie erklärt, die in die­sem Buch Anwendung fin­den. Der Leser darf den Mikrokosmos nicht mit dem Makrofotografie ver­wech­seln, denn die Vergrößerungen sind deut­lich grö­ßer als mit einer „simp­len“ Spiegelreflexkamera mög­lich ist.

Die Fotos und der Detailgrad samt Schärfe sind durch­ge­hend auf hohem Niveau und über­aus beein­dru­ckend. Es ist erstaun­lich, in welch win­zi­gen oder gar win­zigs­ten Maßstäben sich Lebensformen ent­wi­ckelt haben, die über­aus kom­plex und viel­fäl­tig sind. Allein die Strukturen sind unglaub­lich ver­zweigt und teil­wei­se über­bor­dend. Es gibt qua­si kei­ne Seite in die­sem Buch, auf der nicht ein beein­dru­cken­des Detail zu sehen ist.

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© pri­vat mit der freund­li­chen Genehmigung von Dorling Kindersley Deutschland

Fazit

Die Paarung von beein­dru­cken­den Fotos mit teils sehr wis­sen­schaft­li­chen Beschreibungen des Gezeigten ist über­aus beein­dru­ckend. Es ist erstaun­lich, was sich vor unse­ren Augen abspielt, ohne dass wir nur einen Hauch einer Ahnung davon haben. Die Formen, Strukturen und Funktionen der Lebewesen in die­sem Mikrokosmos sind beein­dru­ckend und wer­den durch die­ses Buch dem Leser eben­so gezeigt. Nämlich beein­dru­ckend. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass es einen Leser gibt, der von die­sem Buch nicht beein­druckt ist.

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Titel: Mikrokosmos – Wunderwelt der kleins­ten Lebewesen
Autor: Harvey, Derek (Hauptautor)
Illustrator: diver­se
Lesealter: ab ca. 8 Jahre
Seitenzahl: 192
Verlag: Dorling Kindersley Verlag

Bewertet mit 5 von 5

Originaltitel: Mikro Life
Übersetzer: Michael Kokoscha
Herkunft: England
Jahr: 2021 / 2022 (orig./dt.)

Weitere Infos und noch mehr Einblicke ins Buch fin­den sich auf der Website von Dorling Kindersley.

Dieses Buch wur­de mir freund­li­cher­wei­se vom Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren fin­den sich im Bereich “Über die­sen Blog”.
 
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