[Medizin] Laborwerte einfach verstehen

Wer gesund ist, wird sich kaum Gedanken um irgend­wel­che Laborwerte machen. Zu unrecht, denn die­se sind nicht nur dann wich­tig, wenn man erkrankt ist, son­dern wer­den auch zur Vorsorge ger­ne genutzt. Denn oft­mals kün­di­gen sich Erkrankungen der­ge­stalt an, dass sie früh­zei­tig anhand von Laborwerten erkannt wer­den kön­nen.

In die­sem Buch wer­den sehr vie­le Laborwerte vor­ge­stellt und erläu­tert. Dabei schaut die Autorin nicht nur auf das Blut bzw. das Blutbild, son­dern erklärt auch Laborwerte, die von ande­ren „Substanzen des Körpers“ bestimmt wer­den kön­nen, wie z.B. Stuhl oder Urin.

Der Aufbau der jewei­li­gen Kapitel ist sehr ähn­lich. Zuerst erläu­tert die Autorin, wie ein Laborwert benannt wird und wel­che Funktion die­se Substanz im Körper hat. Anschließend geht sie dar­auf ein, wel­che Werte unbe­denk­lich sind und wel­che nicht. Dabei unter­schei­det sie zwi­schen den Geschlechtern und je nach Wert auch zwi­schen dem Alter.

Dabei wird schnell deut­lich, wie kom­plex die­se Thematik ist, denn vie­le Werte kön­nen nicht für sich allein betrach­tet wer­den. Auch kön­nen unter­schied­li­che Erkrankungen für die Abweichungen der Werte ver­ant­wort­lich sein. All dies erläu­tert die Autorin leicht ver­ständ­lich sowohl in Textform, wie auch über­sicht­lich in zahl­rei­chen Tabellen. Illustrationen oder Grafiken wer­den nur sel­ten ver­wen­det, um Zusammenhänge zu erläu­tern.

laborwerte innen
© pri­vat mit der freund­li­chen Genehmigung von Dorling Kindersley Deutschland

Die Übersichten sind leicht ver­ständ­lich und umfas­send. Auch medi­zi­ni­sche Laien wer­den sich hier gut zurecht­fin­den.

Was mich ein wenig an dem Buch gestört hat, war der feh­len­de Index. Das Buch ist näm­lich nach Fachgruppen unter­teilt, wie z.B. Organwerte, Hormone oder Entzündungswerte. Wenn ich aber vom Arzt die Laborbericht erhal­te, dann sehe ich ledig­lich Abkürzungen, die der Laie aber nicht unbe­dingt einem Organ zuord­nen kann. Klar, die Ärzte soll­ten den Patienten den Laborbericht erläu­tern, aber ich habe schon oft erlebt, dass es dar­an hapert. Der Patient muss also wis­sen, dass z.B. GPT ein Wert ist, der irgend­was mit der Leber zu tun hat. Dann kann ich zum Kapitel „Leber“ sprin­gen. Ansonsten hilft nur die Suche über eine Internetsuchmaschine, damit der Leser weiß, wo er die Erklärung fin­den kann.

Fazit

Dieses Buch ist sehr umfas­send und sehr hilf­reich, denn die Autorin erklärt sehr tref­fend, was sich hin­ter den unter­schied­lichs­ten Abkürzungen ver­birgt. Manchmal sind die Zusammenhänge aber so kom­plex, dass dies nicht aus­führ­lich mög­lich ist, bzw. wei­te­re Untersuchungen durch­ge­führt wer­den müs­sen, damit Abweichungen erklärt wer­den kön­nen. Das ein­zig wirk­lich stö­ren­de an die­sem Buch ist der feh­len­de Index, so dass ich immer wie­der das Internet her­an­zie­hen muss­te, um her­aus­zu­fin­den, wo ich den gesuch­ten Wert fin­den konn­te. Dann waren die Erläuterungen sehr hilf­reich und (oft­mals) wuss­te ich, wor­an ich bin. Deshalb ist die­ses Buch sehr zu emp­feh­len. Und das auch gesun­den Menschen.

laborwerte

Titel: Laborwerte ein­fach ver­ste­hen: Was der Laborbericht über unse­re Gesundheit ver­rät und wie wir lang­fris­tig fit blei­ben
Autor: Winzig, Christina
Genre: Sachbuch / Medizin
Seitenzahl: 256
Verlag: Dorling Kindersley

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2025

Das Buch wur­de mir freund­li­cher­wei­se vom Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Infos und noch mehr Einblicke ins Buch fin­den sich auf der Website von Dorling Kindersley.

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