Montagsfrage #2 – Verfolgt ihr euer Leseverhalten?

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Ich gebe zu, dass ich mir nicht immer die Autoren merke, wenn ich Bücher lese. Da muss schon irgendwas auffälliges vorhanden sein, damit ich mir neben der Geschichte auch den Autor merke. Wenn ich so durch meine Monatsrückblicke streife (z.B. weil ich schon beginne, meinen Jahresrückblick vorzubereiten), so kann ich zu fast jedem Buchcover, das ich entdecke so in etwa sagen, was sich dahinter verbirgt. Wenn ich die Geschichten vergessen würde, warum lese ich dann die Bücher?

Ja, bei Filmen passiert mir das eher, dass ich die Handlung vergesse und wenn ich nach ein oder zwei Jahren den gleichen Film nochmals schaue, mir die Handlung irgendwie bekannt vorkommt. Bei Büchern passiert mir das nicht. Hier weiß ich sehr wohl, was ich die Jahre über so gelesen habe und was nicht. Hin und wieder schaue ich mal nach, wie ich das ein oder andere Buch eines Autors bewertet habe, wenn ich mich frage, ob ich das neuste Werk desjenigen lesen möchte. Oder eben nicht.

Meine Rezensionsexemplare halte ich recht simpel im Blick. Ich habe hier maximal drei oder vier Rezensionsexemplare liegen. Alle weiteren Bücher müssen warten, bis ich diese gelesen habe. Selbstverständlich rutschen mir Bücher durch, die ich lesen wollte, aber keine Zeit dafür habe. Dadurch, dass ich kein Buchsammler bin, türmt sich bei mir deswegen auch kein Stapel ungelesener Bücher. Doch, die habe ich natürlich auch, aber in einem überschaubaren Maße. Wenn hier Bücher zu lange ungelesen herumfliegen, dann scheue ich mich nicht davor, diese zu entsorgen.

Gibt es wirklich so viele Vielleser, die über das Jahr gesehen vergessen, was sie gelesen haben? Ich mein, dann könnt man sichs einfach machen und die Bücher, die man als Highlight gelesen hat, einfach auf den SuB legen und sich nochmals an der tollen Story erfreuen. Nun, ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es weit verbreitet ist. Ich freue mich vielmehr darauf, durch meine Monatsberichte zu stöbern und mich an die vielen guten und sehr guten Geschichten zu erinnern. Und das passiert alles in meinem Kopf, ohne dass ich irgendetwas nachhalten muss.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.

Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

7 Kommentare

  1. Hey Frank,

    ich würde nicht sagen, dass ich grundsätzlich vergesse, was ich gelesen habe. Aber ich brauche definitiv kleine Schubser für mein Gedächtnis. 😉 Deshalb bin ich sehr dankbar, dass es Goodreads gibt, wo ich einfach nachschauen kann, was ich in welcher Reihenfolge wann gelesen habe. Darüber hinaus notiere ich mir natürlich, wie ich ein ausgelesenes Buch fand, damit ich später die Rezension verfassen kann. 🙂

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele Grüße,
    Elli

    1. Hi Elli,
      klar, solche Schubser sind ja was anderes als, denn die bekommst Du ja auch, wenn Du einfach nur Deine Titel durchschaust, die Du gelesen hast. Aber dann hast Du die Bücher vielleicht nicht vergessen, sondern hast einfach nicht dran gedacht. Das ist ja manchmal ein Unterschied 🙂

      Viele Grüße
      Frank

  2. Hi Frank,

    ich bin da ganz einer Meinung mit Elli. Ich vergesse weniger den kompletten “Inhalt” der Geschichten (das wäre in der Tat komfortabel, dann könnte ich meine Lieblinge und Highlights ja in einem fort nochmal lesen), als vielmehr, dass ich sie gelesen habe. Gehe ich dann meine Posts und Rezensionen durch, schaue mir die Titel, Cover und Klapptexte nochmal genauer an, klingelt es natürlich bei mir und die Erinnerungen kommen zurück. Ich brauche aber gedankliche Anker, um mich zu erinnern und könnte niemals 130 im Jahr gelesene Bücher ohne Hilfsmittel aufzählen.
    Wenn du deine Bibliothek im Geiste durchgehen kannst und keine Hilfsmittel dafür benötigst ist ja aber umso besser und praktischer!

    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Hi Sophia,
      okay, das macht irgendwie mehr Sinn als die vollständige Handlungs-Amnesie 🙂 Aber wenn Du dann die 130 Cover siehts, dann weißt Du ja auch, worum es in den Büchern ging, solang sie nicht so schlecht waren, als dass man sie besser vergisst.
      Viele Grüße
      Frank

      1. Ja genau, so habe ich das gemeint. Aber um meine Erinnerungen zurückholen zu können muss ich eben meine Bücher tracken und an irgendeiner Stelle sammeln. Natürlich sind die meisten auf dem Blog festgehalten, einige schaffen es aber aus verschiedenen Gründen nicht zu einer Rezension, dafür habe ich dann eben meine Goodreads Jahresübersichten. 😉

  3. Hallo Frank^^

    Hm, ich würde mich mit meinen rund 20-50 Büchern pro Jahr jetzt nicht als Vielleser sehen (da ich gerne mal Monate habe, in denen ich aus Zeit- oder Lustgründen weniger lese), aber ich habe ein sehr, sehr mieses Gedächtnis. Oft genug hab ich in meinem Blog für einen Top Ten Thursday Eintrag Bücher gesehen, bei denen ich mich absolut nicht mehr an die Handlung erinnern kann, oder nur noch in Bruchstücken.
    Aber dafür kann ich mir die Rezensionen dann durchlesen, die ich damals zu den Büchern verfasst habe und denke mir: Achja, stimmt, das war ja so und so. Ist auch immer wieder interessant.

    Lg,
    Kira

    1. Hi Kira,
      stimmt, mit 20 Büchern gehörst Du vielleicht nicht zu den Viellesern. Vielleicht verstärken die längeren Pausen ja den Vergessensprozess? 😉 Aber solange alles wiederkommt, wenn Du Deine Rezis anschaust, dann passt es ja irgendwie 😀
      Viele Grüße
      Frank

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