Montagsfrage #201: Welche Form von Liebe kommt in Büchern für Euch zu kurz?

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Alaaf und Helau und was weiß ich, wel­chen Karnevalsgruß ihr heu­te aus­ruft. Denn heu­te ist Rosenmontag und mit den gro­ßen Umzügen der Höhepunkt des Straßenkarnevals in den Hochburgen Deutschlands. Dazu gibt es pas­send eine Frage zur Liebe in der Literatur, die wir so kos­nu­mie­ren.

In den gan­zen “Romance”-Büchern agie­ren die Hauptfiguren total däm­lich. Sorry, aber anders kann ich es nicht benen­nen, wenn die Figuren wie kopf­lo­se Hühner umher­lau­fen. Diese Art der Liebe hat schon längst Überhand genom­men, wobei ich (z.B. in den Netalley-Adventskalendern der letz­ten Jahre) sogar schon von Happy-End-Garantien gele­sen habe und Hinweise auf Wohlfühlromane, in denen doch bit­te kei­ne schlech­ten Gefühle Platz haben. Als ob die Liebeswelt so ein­fach wäre, scheint der Wunsch danach bei vie­len Leserinnen und Lesern vor­han­den zu sein.

Der Umkehrschluss dar­aus liegt auf der Hand. Es gibt ein­fach zu wenig Geschichten, die das wah­re Leben wider­spie­geln. Das ist das Schöne an guten Fantasygeschichten jen­seits der Romantasy, dass die­se dort gut Platz fin­det. Vor allem in den epi­schen Fantasy-Romanen wer­den Liebesbeziehung meist sehr gut ein­ge­floch­ten.

Aber um zum Kern der Frage zurück­zu­kom­men, so ver­mis­se ich ehr­lich gesagt nichts in Sachen Liebe, weil ich glau­be, dass alle Arten der Liebesbeziehungen in der Literatur, die ich so kon­su­mie­re, vor­han­den sind. Das schließt die unter­schied­li­chen Liebesbeziehungen und Genderidentitäten eben­so ein, wie die Liebe zu (Haus-)Tieren (kei­ne Sodomie natür­lich) oder Gegenständen bzw. die Arten von Liebe, die nicht sexu­el­ler Natur sind.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der ande­ren Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hin­ter­las­sen. Das gilt übri­gens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge ver­öf­fent­li­chen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende noch­mals in den Originalthread.

Ich ant­wor­te nicht immer hier an die­ser Stelle auf Kommentare, son­dern direkt bei den Antworten der jewei­li­gen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusam­men­ge­fasst, die hier auf dem Blog von mir beant­wor­tet wur­den. Neben der Montagsfrage sind auch ande­re Aktionen dabei, bei denen ich mit­ge­macht habe.

2 Kommentare

  1. Hey Frank,

    huch, ich hat­te beim Vorbereiten der Frage ganz ver­ges­sen, dass ja heu­te Rosenmontag ist 🙂 Ich war das Wochenende über Skifahren und habe von Fasnacht/Karneval wirk­lich gar nichts mit­be­kom­men. Aber ich bin ja sowie­so eigent­lich nie när­risch unter­wegs… Da bin ich aktu­ell eher im Olympia-Fieber, aber zurück zum Thema…

    Die Frage Realismus vs. Eskapismus stellt sich bei Liebesgeschichten ja immer und ich fin­de da hat auch bei­des sei­ne Daseinsberechtigung. Ich fin­de das Romance-Genre aber auch oft ein biss­chen rigi­de. Umso bes­ser, dass du da eine ganz abwechsl­unsgrei­che Mischung zu haben scheinst.…

    Liebe Grüße
    Sophia

  2. Huhu Frank,

    haha, ich ver­ste­he, wes­halb du ProtagonistInnen in Romances “däm­lich” fin­dest, ist oft tat­säch­lich so 😂 Ich wür­de da aber dahin­ge­hend unter­schei­den, was das Ziel des jewei­li­gen Buches ist. Viele Bücher, gera­de im Romance-Genre, sol­len ein­fach nur gut unter­hal­ten und die­nen dem Eskapismus. Manchmal möch­te man ein­fach eine schö­ne, ein­fa­che Wohlfühlgeschichte lesen, bei der man von vorn­her­ein weiß, dass sie gut aus­geht, um dem Alltag ent­flie­hen zu kön­nen. Mir waren sol­che Bücher z. B. gera­de wäh­rend der Examensvorbereitung sehr will­kom­men, da mein Kopf ohne­hin schon so voll und ich viel zu ange­spannt war. Da hät­ten tie­fer­ge­hen­de Bücher mei­ner all­ge­mei­nen Stimmung nicht gut­ge­tan 🙂 Insofern fin­de ich, haben sol­che ein­fach gestrick­ten Bücher durch­aus ihre Daseinsberechtigung.
    Gleichzeitig gibt es mMn auch im Romance-Bereich Bücher, die durch­aus das ernst­haf­te Probleme und ech­te Konflikte wider­spie­geln. Es kommt eben, wie gesagt, auf die Intention des jewei­li­gen Buches an.

    Was die Frage angeht, bin ich bei dir: Ich sehe zwar auch, dass ins­be­son­de­re die hete­ro­nor­ma­ti­ve roman­ti­sche Form der Liebe immer noch sehr im Vordergrund steht, ver­mis­se aber auch die ande­ren Formen der Liebe nicht.
    Hier fin­dest du mei­ne Antwort.

    Liebe Grüße
    Sofia ♥
    (Blog & Instagram)

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