Montagsfrage #202: Bücher zum Weltfrauentag

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Bücher zum Weltfrauentag – Welche weib­li­chen Perspektiven, Autorinnen oder Themen haben Euch in letz­ter Zeit beschäf­tigt?

Der Weltfrauentag war am 08.03., also ges­tern vor einer Woche. Wir sind also eine Woche zu spät dran. Aber egal, denn die Rolle der Frau hat sich in die­ser Woche kaum geän­dert. Ich gehö­re tat­säch­lich zu den Männern, die den Gender Gap sehen. Sei es, dass die Medizin von Männern für Männer ent­wi­ckelt wur­de, alle tech­ni­schen Geräte für die Belange der Männer desi­gned wur­den, dass Frauenberufe schlech­ter bezahlt wer­den als Männerberufe, dass das Ehegattensplitting in der Rente zum Nachteil der Frau aus­ge­legt ist und die Frauen es als unan­ge­mes­sen emp­fin­den, dass sie weni­ger für ihre Arbeit erhal­ten, wäh­rend der Mann so viel mehr bekommt (weil der Mann in der Regel noch immer bes­ser ver­dient und des­halb in der bes­se­ren Steuerklasse ist).

Allerdings haben die­se gan­zen Aspekte nichts mit den Büchern zu tun, die ich so lese. Genau genom­men ach­te ich bei mei­ner Buchauswahl nicht auf Autoren. Ausgenommen eini­ger weni­ger Ausnahmen, wenn ich gezielt nach Büchern bestimm­ter Autoren suche. Aber wenn ich ein Buch sehe, schaue ich auf den Titel, das Cover und manch­mal den Klappentext. Deshalb erging es mir anfangs wie so vie­len, dass ich nicht wuss­te, ob Robin Hobb ein Mann oder eine Frau ist. Es spielt für mich ein­fach kei­ne Rolle, wel­ches Geschlecht der Autor hat.

Auch die Figuren der Romane dür­fen jeg­li­chen Geschlechts sein, ohne dass ich ein Buch danach aus­wäh­le. Es spielt für die Buchauswahl kei­ne Rolle und wenn es gut geschrie­ben ist, spielt es auch kei­ne Rolle in der Geschichte, ob die Hauptfigur ein Mann oder eine Frau ist. Und zwar nicht, weil es da kei­ne Unterschiede gäbe. Das ist ja wie oben gezeigt auch falsch, son­dern weil das Geschlecht kei­ne Rolle spielt, ob eine Geschichte gut oder schlecht ist.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der ande­ren Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hin­ter­las­sen. Das gilt übri­gens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge ver­öf­fent­li­chen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende noch­mals in den Originalthread.

Ich ant­wor­te nicht immer hier an die­ser Stelle auf Kommentare, son­dern direkt bei den Antworten der jewei­li­gen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusam­men­ge­fasst, die hier auf dem Blog von mir beant­wor­tet wur­den. Neben der Montagsfrage sind auch ande­re Aktionen dabei, bei denen ich mit­ge­macht habe.

2 Kommentare

  1. Hey Frank,

    du sprichst da direkt fast alle struk­tu­rel­len Probleme an, für die auch 2026 noch gekämpft wer­den muss. Dass dies für dei­ne Buchauswahl kei­ne Rolle spielt, kann ich gut nach­voll­zie­hen. Das hat es vor eini­ger Zeit auch noch nicht. Erst in den letz­ten Jahren habe ich aktiv ange­fan­gen, mein poli­ti­sches Interesse auch auf mei­ne Buchauswahl zu bezie­hen.

    Liebe Grüße
    Sophia

  2. Hallo Frank,

    ich kann dir sagen, dass du als Mann nicht allein stehst, was den “Gender Gap sehen” betrifft. Ich ken­ne sehr vie­le Männer, die das sehen und es auch nicht für gut­hei­ßen. Das sind aber meist die “fal­schen” Männer, da sie nicht in Positionen sit­zen, die etwas ändern könn­ten.
    Und ich kann auch ein­fach nicht ver­ste­hen, wovor die Männer so eine Angst haben, wenn Frauen wirk­lich die vol­le Gleichberechtigung erhal­ten. Allerdings muss ich auch sagen, dass die vol­le Gleichberechtigung aller­dings auch mit diver­sen Pflichten ein­her­geht. Wie z.B. die wie­der­ein­ge­führ­te Wehrpflicht, die dann auch für Frauen gül­tig sein soll­te.
    Im glei­chen Atemzug müss­ten Männer aber auch viel mehr für die Erziehung der Kinder in die Pflicht und Verantwortung genom­men wer­den.
    Ach, es ist noch eini­ges zu tun.

    Bücher zum Weltfrauentag? | Montagsfrage №6

    Cheerio
    RoXXie

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