Montagsfrage #202: Zählen für Euch Hörbücher zum Medium Buch dazu?

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Die zwei­te Montagsfrage von Antonias “Lauter&Leise” aus dem Jahre 2018 lau­te­te so: “Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klas­si­schem’ Lesen gleich­zu­set­zen?” Diese Frage ging in eine ähn­li­che Richtung. Damals wur­de noch etwas mehr dis­ku­tiert, aber der Tenor war ähn­lich.
(Die Links zu dem Blog wer­den auto­ma­tisch von mei­nem Blog ent­fernt, weil er nicht mehr gepflegt wird und brach­liegt und mein Automatismus dies erkennt. Nur falls ihr euch wun­dern soll­tet.)

Ich fin­de ja die Formulierung  der heu­ti­gen Frage schon sehr schräg, denn das Wort “Buch” steckt ja nicht umsonst in “Hörbuch”.

Aber zuerst schaue ich auf die Unterscheidung zum Hörspiel, denn vie­le ahnungs­lo­se Print-Fanatiker schmei­ßen bei­des ger­ne in einen Topf. Dabei ist ein Hörspiel etwas gänz­lich ande­res als ein Hörbuch. Bei einem Hörspiel wird die Handlung eines Buchs wie bei einem Film adap­tiert. Oftmals redu­ziert sich die Länge erheb­lich und wie bei einem Film bekommt jede Figur einen eige­nen Sprecher. Zudem gibt es eine musi­ka­li­sche Untermalung und eine Ausschmückung mit Geräuschen. Und weil die­ses Medium der­art unter­schied­lich zum Buch ist, steckt in dem Wort “Hörspiel” eben das Wort “Spiel”.

Ein Hörbuch hin­ge­gen ist eine Lesung des gedruck­ten Buchs. Hin und wie­der gibt es gekürz­te Fassungen, die in mei­nen Augen weni­ger Sinn erge­ben, wes­halb ich die­se auch mei­de. Ansonsten ist ein Hörbuch nichts ande­res als ein vor­ge­le­se­nes Buch.

Wie es Eltern und Großeltern gibt, die mal gut und mal weni­ger gut vor­le­sen, so gibt es auch bei den Sprechern gute und weni­ger gute. Und das ist in mei­nen Augen die ein­zi­ge, wenn auch sehr maß­geb­li­che Unterscheidung zum selbst zu lesen­den Buch. Ein Sprecher kann sogar ein Buch auf- oder abwer­ten. Eine lang­wei­li­ge Handlung kann von einem guten Sprecher hörens­wert wer­den las­sen, wäh­rend ein schlech­ter Sprecher eine Geschichte in Gänze zunich­te machen kann.

Aber den­noch bleibt es ein Buch, um zur eigent­li­chen Frage zurück­zu­kom­men. Denn die gespro­che­nen Worte sind die­sel­ben wie die gedruck­ten. Hier darf man sich von den “Printfanatikern” nicht ver­rückt machen las­sen, die ja selbst von einem eBook behaup­ten, dass es kein Buch sei. Immerhin steckt dort das Wort “Buch” ja auch nicht drin­nen. 

Dazu habe ich im Februar 2019 den Beitrag “Das E‑Book ist kein Buch?” ver­fasst. Die Blogs der “Printfanatiker” sind mitt­ler­wei­le nicht mehr erreich­bar. Aber ich den­ke, dass nun sie­ben Jahre spä­ter, die eBooks eben­so ein Plätzchen in der Literaturwelt gefun­den haben wie die Hörbücher.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der ande­ren Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hin­ter­las­sen. Das gilt übri­gens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge ver­öf­fent­li­chen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende noch­mals in den Originalthread.

Ich ant­wor­te nicht immer hier an die­ser Stelle auf Kommentare, son­dern direkt bei den Antworten der jewei­li­gen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusam­men­ge­fasst, die hier auf dem Blog von mir beant­wor­tet wur­den. Neben der Montagsfrage sind auch ande­re Aktionen dabei, bei denen ich mit­ge­macht habe.

3 Kommentare

  1. Hey Frank,

    ah stimmt, das gab es ja schon­mal bei Antonia, an die­se Frage von 2018 habe ich gar nicht mehr gedacht. Da muss ich auch gleich mal schau­en, was ich damals geschrie­ben habe, haha­ha…
    Du hast recht, noch die Unterscheidung zu einem Hörspiel ein­zu­brin­gen. Das ist die ein­zi­ge Stelle (zusam­men mit gekürz­ten Hörbüchern), an der man tat­säch­lich dis­ku­tie­ren kann, ob es sich noch um den erleb­bar gemach­ten Originaltext han­delt. Bei einem klas­sisch ein­ge­le­se­nen Hörbuch stellt sich für mich die Frage über­haupt nicht!

    Liebe Grüße
    Sophia

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