Die zweite Montagsfrage von Antonias “Lauter&Leise” aus dem Jahre 2018 lautete so: “Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen?” Diese Frage ging in eine ähnliche Richtung. Damals wurde noch etwas mehr diskutiert, aber der Tenor war ähnlich.
(Die Links zu dem Blog werden automatisch von meinem Blog entfernt, weil er nicht mehr gepflegt wird und brachliegt und mein Automatismus dies erkennt. Nur falls ihr euch wundern solltet.)
Ich finde ja die Formulierung der heutigen Frage schon sehr schräg, denn das Wort “Buch” steckt ja nicht umsonst in “Hörbuch”.
Aber zuerst schaue ich auf die Unterscheidung zum Hörspiel, denn viele ahnungslose Print-Fanatiker schmeißen beides gerne in einen Topf. Dabei ist ein Hörspiel etwas gänzlich anderes als ein Hörbuch. Bei einem Hörspiel wird die Handlung eines Buchs wie bei einem Film adaptiert. Oftmals reduziert sich die Länge erheblich und wie bei einem Film bekommt jede Figur einen eigenen Sprecher. Zudem gibt es eine musikalische Untermalung und eine Ausschmückung mit Geräuschen. Und weil dieses Medium derart unterschiedlich zum Buch ist, steckt in dem Wort “Hörspiel” eben das Wort “Spiel”.
Ein Hörbuch hingegen ist eine Lesung des gedruckten Buchs. Hin und wieder gibt es gekürzte Fassungen, die in meinen Augen weniger Sinn ergeben, weshalb ich diese auch meide. Ansonsten ist ein Hörbuch nichts anderes als ein vorgelesenes Buch.
Wie es Eltern und Großeltern gibt, die mal gut und mal weniger gut vorlesen, so gibt es auch bei den Sprechern gute und weniger gute. Und das ist in meinen Augen die einzige, wenn auch sehr maßgebliche Unterscheidung zum selbst zu lesenden Buch. Ein Sprecher kann sogar ein Buch auf- oder abwerten. Eine langweilige Handlung kann von einem guten Sprecher hörenswert werden lassen, während ein schlechter Sprecher eine Geschichte in Gänze zunichte machen kann.
Aber dennoch bleibt es ein Buch, um zur eigentlichen Frage zurückzukommen. Denn die gesprochenen Worte sind dieselben wie die gedruckten. Hier darf man sich von den “Printfanatikern” nicht verrückt machen lassen, die ja selbst von einem eBook behaupten, dass es kein Buch sei. Immerhin steckt dort das Wort “Buch” ja auch nicht drinnen.
Dazu habe ich im Februar 2019 den Beitrag “Das E‑Book ist kein Buch?” verfasst. Die Blogs der “Printfanatiker” sind mittlerweile nicht mehr erreichbar. Aber ich denke, dass nun sieben Jahre später, die eBooks ebenso ein Plätzchen in der Literaturwelt gefunden haben wie die Hörbücher.
Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.
Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Huhu Frank,
ich stimme dir völlig zu: Hörbücher sind auch Bücher. Nicht nur, weil das schon im Wort steckt, sondern vor allem, weil es ja auch die gleiche Geschichte ist 😀
Hier ist mein Beitrag ♥
LG
Sofia
(Blog & Instagram)
Hallo Frank, ja, Hörbücher sind Bücher und ich erfasse sie genauso für meine Statistik wie alle anderen “Bücher” auch.
Hey Frank,
ah stimmt, das gab es ja schonmal bei Antonia, an diese Frage von 2018 habe ich gar nicht mehr gedacht. Da muss ich auch gleich mal schauen, was ich damals geschrieben habe, hahaha…
Du hast recht, noch die Unterscheidung zu einem Hörspiel einzubringen. Das ist die einzige Stelle (zusammen mit gekürzten Hörbüchern), an der man tatsächlich diskutieren kann, ob es sich noch um den erlebbar gemachten Originaltext handelt. Bei einem klassisch eingelesenen Hörbuch stellt sich für mich die Frage überhaupt nicht!
Liebe Grüße
Sophia