Montagsfrage #204: Wie hoch ist aktuell Euer SuB?

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Ich war letz­tes Wochenende auf einem Seminar für eine ehren­amt­li­che Aufgabe, die ich künf­tig wahr­neh­men möch­te. Deshalb konn­te ich nicht bei allen Antworten vor­bei­schau­en, so wie ich es sonst mache. Wenn es mir mög­lich ist, dann gehe ich am Wochen-Ende oder am Wochenende zu Sophias Frage, um zum einen nach­zu­schau­en, wel­che Frage in der Woche drauf gestellt wird und zum ande­ren, wer denn alles geant­wor­tet hat. Ein “Workflow”, der für mich ganz gut funk­tio­niert, da ich die meis­ten Beiträge vor­schrei­be (oder vor-schrei­be, die deut­sche Sprache ist heut wie­der etwas kniff­li­ger).

Ich habe zuletzt im Jahre 2018 auf mei­ne Buchorte geblickt. Diese Bücherregale gibt es zwar nicht mehr, aber es gibt noch immer die unter­schied­li­chen Buchorte. Dort lie­gen sie, um die es heu­te gehen soll. Die unge­le­se­nen Bücher. Ich habe kein Regal, wo ich die­se samm­le, son­dern die ver­tei­len sich in mei­nen Räumen an sehr unter­schied­li­chen Stellen, und dort auch ger­ne neben schon gele­se­nen Büchern. Ein System hat die­ses Ablagesystem nicht. Hinzu kom­men noch etli­che eBooks, die an digi­ta­len Buchorten her­um­lie­gen und auch dort gibt es kein System.

Es gibt Bücher, die ich nun schon sehr lan­ge nicht gele­sen habe und von denen man aus­ge­hen könn­te, dass ich sie auch künf­tig nicht lesen wer­de. Allerdings ist mir mei­ne Zeit zu wert­voll, um micht damit zu beschäf­ti­gen, die­se Bücher aus­zu­sor­tie­ren. Also las­se ich es. Das ist aber der Grund, wes­halb ich nicht weiß, wie vie­le von mir nicht gele­se­ne Bücher sich in mei­ner Umgebung befin­den, wes­halb ich lei­der auch gar nicht sagen kann, wie hoch mein SuB ist, den ich für gewöhn­lich sowie­so ver­leug­ne, in dem ich sage, dass ich gar kei­nen SuB habe.

Und wie schaut Ableismus auf der Arbeit aus? In dem all mei­ne Bücher, die ich dort zwi­schen­ge­parkt habe (mei­ne Fachbücher, fol­ge dem Link zu mei­nen Buchorten) ein­fach so ent­sorgt wur­den, ohne mir vor­ab Bescheid zu geben.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der ande­ren Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hin­ter­las­sen. Das gilt übri­gens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge ver­öf­fent­li­chen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende noch­mals in den Originalthread.

Ich ant­wor­te nicht immer hier an die­ser Stelle auf Kommentare, son­dern direkt bei den Antworten der jewei­li­gen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusam­men­ge­fasst, die hier auf dem Blog von mir beant­wor­tet wur­den. Neben der Montagsfrage sind auch ande­re Aktionen dabei, bei denen ich mit­ge­macht habe.

8 Kommentare

  1. Hey Frank,

    es wur­den Bücher auf dei­ner Arbeit ein­fach ohne dei­ne Einwilligung ent­sorgt?!? Bitte was?!? Das geht ja gar nicht, das ist ja dein Eigentum, das ver­letzt wur­de. Da wäre ich sowas von auf die Barrikaden gegan­gen!
    SuB-Verleugnung ist auch eine gute Strategie um in gemüt­li­cher Ignoranz zu leben. Im Endeffekt bringt es einen ja auch nicht unbe­dingt wei­ter, genau zu wis­sen, was man noch im Regal ste­hen hat. Ich habe mit der Goodreads-Liste nur ange­fan­gen, damit ich unter­wegs che­cken kann, ob ich ein Buch schon habe (oder noch kau­fen muss), ob ich ein Buch ver­lei­hen kann (oder es als Ebook besit­ze) und zur Inspiration durch­scrol­len kann, wenn ich mich für mein nächs­tes Buch ent­schei­de. Besonders wenn man nicht alle sei­ne Bücher an einem Ort oder in einem Medium hat, ist das ganz prak­tisch.

    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Hi Sophia,
      ja, ich den­ke, dass alle hier nach­voll­zie­hen kön­nen, wie wenig erbaut ich war. Ich habe das zwar zum Ausdruck gebracht, und dem Verantwortlichen die Leviten gele­sen, aber das bringt die Bücher ja auch nicht wie­der zurück. Und es bleibt natür­lich ohne Konsequenzen.

      Genau die­sen Gedanken hat es bei mir her­vor­ge­bracht. Ich habe eigent­lich nichts davon, wenn ich weiß, wie vie­le unge­le­se­ne Bücher mich beglei­ten. Und bei den Prints gehe ich ja tat­säch­lich hin und ver­schen­ke die irgend­wann. Wenn ich ein Buch 10 Jahre lang nicht gele­sen habe, dann wird es wahr­schein­lich auch in den nächs­ten Jahren nichts wer­den. Anders die eBooks. Die kön­nen so lan­ge auf irgend­wel­chen Medien gespei­chert sein, bis sie mich über­dau­ern 🙂

      Viele Grüße
      Frank

  2. Hallo Frank,
    wie kann man denn ohne zu fra­gen ein­fach Bücher von jemand ande­rem ent­sor­gen? Das ist sowas von unmög­lich! Da wäre ich ja rich­tig aus­ge­ras­tet!
    Grundsätzlich mag ich dei­nen Ansatz sehr ger­ne. Einfach so tun als hät­te man kei­nen SuB. 😀
    Da ich aber alles ordent­lich in mei­nen Regalen ste­hen habe und gene­rell ein Listenmensch bin und alles auf­ge­schrie­ben habe, weiß ich schon wie hoch mein SuB ist und kann alles nach­ver­fol­gen. Nicht immer von Vorteil. 😀
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Hallo Diana,
      ja, eine voll­kom­men unmög­li­che Aktion, aber ich möch­te da ja trotz aller Widrigkeiten noch wei­ter­hin arbei­ten 🙂

      Listen hat­te ich auch mal geführt, aber dann irgend­wann den Überblick ver­lo­ren. Deshalb habe ich es irgend­wann sein­ge­las­sen 😀
      VG, Frank

  3. Huhu Frank,

    unmög­lich (und ille­gal), dei­ne Bücher ein­fach ohne dein Einverständnis zu ent­sor­gen 😠Ggf. hät­test du viel­leicht über Schadensersatz nach­den­ken kön­nen? Kann aber auch ver­ste­hen, wenn es dir den Aufwand nicht wert ist, Recht haben und Recht bekom­men sind ja immer noch zwei Paar Schuhe und nimmt auch schlech­tes­ten­falls unver­hält­nis­mä­ßig viel Zeit in Anspruch. Super ärger­lich.
    Deine Vorgehensweise, die Bücher ein­fach nicht zu kata­lo­gi­sie­ren, ist smart, aber wür­de mich Kontroll- und Listenfreak wahn­sin­nig machen 😂 Deshalb habe ich auch gleich drei ver­schie­de­ne Listen, haha.
    Hier fin­dest du mei­ne Antwort auf die Frage.

    Liebe Grüße
    Sofia ♥
    (Blog & Instagram)

    1. Klar ist das ille­gal und ich hät­te die Kollegen auch anzei­gen kön­nen. Da ich in der Firma geden­ke wei­ter­hin zu arbei­ten, muss ich immer wie­der abwä­gen, was ich bei wem anmer­ke.

      Listen wer­den bei der Menge an Büchern ja schon fast zu Datenbanken, die gepflegt wer­den möch­ten, selbst wenn es mitt­ler­wei­le vie­le gute Tools dafür gibt. Diese Zeit inves­tie­re ich lie­ber in die Suche nach dem nächs­ten guten Buch.

  4. Ich fin­de es sehr schön, dass Du Dich ehren­amt­lich ein­set­zen möch­test. Dafür alle Daumen gedrückt. 🙂
    Das mit den Buchorten ist eine span­nen­de Sache. Endlich tref­fe ich mal auf jeman­den, der nicht ein gro­ßes Regal bestückt hat oder gleich ein gan­zes Bücherzimmer. Sondern wie ich immer mal irgend­wo Bücher hin­ge­legt oder zwi­schen­sta­tio­niert hat. 😉 Allerdings habe ich in der Tat nur eine klei­ne Wohnung und hier _muss_ regel­mä­ßig geschaut wer­den, was aus­sor­tiert wer­den kann. Und wenn ich ein Buch in vier Jahren nicht gele­sen habe, macht es zumin­dest Sinn, mal anzu­le­sen und mich zu fra­gen, ob ich es noch lesen _will_. Gottlob woh­ne ich in einem gro­ßen Haus, da freut sich immer mal jemand über Bücher. Oder ich gebe es jeman­dem mit, der es in den Bücherschrank stel­len kann, hier in der nahen Umgebung gibt es lei­der kei­nen.
    Das mit den Büchern auf Deiner Arbeit ist eine Frechheit! Aber Du kannst mich auf den Kopf stel­len, ich ver­ste­he nicht, was dar­an Ableismus ist. Die Kollegen/der Chef sind Ignoranten und dreist hoch zehn. Hätten sie das nicht bei jedem Kollegen gemacht? Und vor allem: Gab es eine Entschuldigung? Denn es han­delt sich um das Eigentum (und Fachbücher sind teu­er) eines ande­ren. Selbst wenn man den Platz ander­weit braucht oder ähn­li­ches (haben sie Dir wenigs­tens einen Grund genannt?), kann man es in einem Karton sam­meln und dann nach­fra­gen, oder nicht? Ich weiß aber auch, wie das ist, wenn man auf den Job ange­wie­sen ist, da muss man sich anders auf­re­gen, als man es ger­ne tun wür­de … Hach, es ist ein­fach ärger­lich. Aber Karma und so.

    1. Es ist des­halb Ableismus gewe­sen, weil es nicht die ers­te Aktion von einem gewis­sen Teil des Mittelmanagements war, ohne das wei­ter aus­füh­ren zu wol­len, da man in sol­chen Fällen ein wenig auf­pas­sen muss, was öffent­lich geschrie­ben wird. Dass es gegen mich gerich­tet war, wur­de gera­de des­halb sicht­bar, weil ande­re Kollegen durch­aus vor­her gefragt wur­den. Ich war der ein­zi­ge, der nicht gefragt wur­de.

      Unsere Wohnung ist in der Tat auch nicht die größ­te und wird von 5 Personen bewohnt. Wir haben natür­lich Bücherregale, aber die müs­sen in der Tat regel­mä­ßig aus­sor­tiert wer­den. Oder wir über­le­gen, ob ein Buch dort über­haupt ein Platz fin­den muss. Wir haben glück­li­cher­wei­se meh­re­re Bücherschränke in der Gegend, so dass wir immer Abnehmer für die Bücher fin­den.

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