Ich war letztes Wochenende auf einem Seminar für eine ehrenamtliche Aufgabe, die ich künftig wahrnehmen möchte. Deshalb konnte ich nicht bei allen Antworten vorbeischauen, so wie ich es sonst mache. Wenn es mir möglich ist, dann gehe ich am Wochen-Ende oder am Wochenende zu Sophias Frage, um zum einen nachzuschauen, welche Frage in der Woche drauf gestellt wird und zum anderen, wer denn alles geantwortet hat. Ein “Workflow”, der für mich ganz gut funktioniert, da ich die meisten Beiträge vorschreibe (oder vor-schreibe, die deutsche Sprache ist heut wieder etwas kniffliger).
Ich habe zuletzt im Jahre 2018 auf meine Buchorte geblickt. Diese Bücherregale gibt es zwar nicht mehr, aber es gibt noch immer die unterschiedlichen Buchorte. Dort liegen sie, um die es heute gehen soll. Die ungelesenen Bücher. Ich habe kein Regal, wo ich diese sammle, sondern die verteilen sich in meinen Räumen an sehr unterschiedlichen Stellen, und dort auch gerne neben schon gelesenen Büchern. Ein System hat dieses Ablagesystem nicht. Hinzu kommen noch etliche eBooks, die an digitalen Buchorten herumliegen und auch dort gibt es kein System.
Es gibt Bücher, die ich nun schon sehr lange nicht gelesen habe und von denen man ausgehen könnte, dass ich sie auch künftig nicht lesen werde. Allerdings ist mir meine Zeit zu wertvoll, um micht damit zu beschäftigen, diese Bücher auszusortieren. Also lasse ich es. Das ist aber der Grund, weshalb ich nicht weiß, wie viele von mir nicht gelesene Bücher sich in meiner Umgebung befinden, weshalb ich leider auch gar nicht sagen kann, wie hoch mein SuB ist, den ich für gewöhnlich sowieso verleugne, in dem ich sage, dass ich gar keinen SuB habe.
Und wie schaut Ableismus auf der Arbeit aus? In dem all meine Bücher, die ich dort zwischengeparkt habe (meine Fachbücher, folge dem Link zu meinen Buchorten) einfach so entsorgt wurden, ohne mir vorab Bescheid zu geben.
Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.
Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Hey Frank,
es wurden Bücher auf deiner Arbeit einfach ohne deine Einwilligung entsorgt?!? Bitte was?!? Das geht ja gar nicht, das ist ja dein Eigentum, das verletzt wurde. Da wäre ich sowas von auf die Barrikaden gegangen!
SuB-Verleugnung ist auch eine gute Strategie um in gemütlicher Ignoranz zu leben. Im Endeffekt bringt es einen ja auch nicht unbedingt weiter, genau zu wissen, was man noch im Regal stehen hat. Ich habe mit der Goodreads-Liste nur angefangen, damit ich unterwegs checken kann, ob ich ein Buch schon habe (oder noch kaufen muss), ob ich ein Buch verleihen kann (oder es als Ebook besitze) und zur Inspiration durchscrollen kann, wenn ich mich für mein nächstes Buch entscheide. Besonders wenn man nicht alle seine Bücher an einem Ort oder in einem Medium hat, ist das ganz praktisch.
Liebe Grüße
Sophia
Hi Sophia,
ja, ich denke, dass alle hier nachvollziehen können, wie wenig erbaut ich war. Ich habe das zwar zum Ausdruck gebracht, und dem Verantwortlichen die Leviten gelesen, aber das bringt die Bücher ja auch nicht wieder zurück. Und es bleibt natürlich ohne Konsequenzen.
Genau diesen Gedanken hat es bei mir hervorgebracht. Ich habe eigentlich nichts davon, wenn ich weiß, wie viele ungelesene Bücher mich begleiten. Und bei den Prints gehe ich ja tatsächlich hin und verschenke die irgendwann. Wenn ich ein Buch 10 Jahre lang nicht gelesen habe, dann wird es wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nichts werden. Anders die eBooks. Die können so lange auf irgendwelchen Medien gespeichert sein, bis sie mich überdauern 🙂
Viele Grüße
Frank
Hallo Frank,
wie kann man denn ohne zu fragen einfach Bücher von jemand anderem entsorgen? Das ist sowas von unmöglich! Da wäre ich ja richtig ausgerastet!
Grundsätzlich mag ich deinen Ansatz sehr gerne. Einfach so tun als hätte man keinen SuB. 😀
Da ich aber alles ordentlich in meinen Regalen stehen habe und generell ein Listenmensch bin und alles aufgeschrieben habe, weiß ich schon wie hoch mein SuB ist und kann alles nachverfolgen. Nicht immer von Vorteil. 😀
Liebe Grüße
Diana
Hallo Diana,
ja, eine vollkommen unmögliche Aktion, aber ich möchte da ja trotz aller Widrigkeiten noch weiterhin arbeiten 🙂
Listen hatte ich auch mal geführt, aber dann irgendwann den Überblick verloren. Deshalb habe ich es irgendwann seingelassen 😀
VG, Frank
Huhu Frank,
unmöglich (und illegal), deine Bücher einfach ohne dein Einverständnis zu entsorgen 😠Ggf. hättest du vielleicht über Schadensersatz nachdenken können? Kann aber auch verstehen, wenn es dir den Aufwand nicht wert ist, Recht haben und Recht bekommen sind ja immer noch zwei Paar Schuhe und nimmt auch schlechtestenfalls unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch. Super ärgerlich.
Deine Vorgehensweise, die Bücher einfach nicht zu katalogisieren, ist smart, aber würde mich Kontroll- und Listenfreak wahnsinnig machen 😂 Deshalb habe ich auch gleich drei verschiedene Listen, haha.
Hier findest du meine Antwort auf die Frage.
Liebe Grüße
Sofia ♥
(Blog & Instagram)
Klar ist das illegal und ich hätte die Kollegen auch anzeigen können. Da ich in der Firma gedenke weiterhin zu arbeiten, muss ich immer wieder abwägen, was ich bei wem anmerke.
Listen werden bei der Menge an Büchern ja schon fast zu Datenbanken, die gepflegt werden möchten, selbst wenn es mittlerweile viele gute Tools dafür gibt. Diese Zeit investiere ich lieber in die Suche nach dem nächsten guten Buch.
Ich finde es sehr schön, dass Du Dich ehrenamtlich einsetzen möchtest. Dafür alle Daumen gedrückt. 🙂
Das mit den Buchorten ist eine spannende Sache. Endlich treffe ich mal auf jemanden, der nicht ein großes Regal bestückt hat oder gleich ein ganzes Bücherzimmer. Sondern wie ich immer mal irgendwo Bücher hingelegt oder zwischenstationiert hat. 😉 Allerdings habe ich in der Tat nur eine kleine Wohnung und hier _muss_ regelmäßig geschaut werden, was aussortiert werden kann. Und wenn ich ein Buch in vier Jahren nicht gelesen habe, macht es zumindest Sinn, mal anzulesen und mich zu fragen, ob ich es noch lesen _will_. Gottlob wohne ich in einem großen Haus, da freut sich immer mal jemand über Bücher. Oder ich gebe es jemandem mit, der es in den Bücherschrank stellen kann, hier in der nahen Umgebung gibt es leider keinen.
Das mit den Büchern auf Deiner Arbeit ist eine Frechheit! Aber Du kannst mich auf den Kopf stellen, ich verstehe nicht, was daran Ableismus ist. Die Kollegen/der Chef sind Ignoranten und dreist hoch zehn. Hätten sie das nicht bei jedem Kollegen gemacht? Und vor allem: Gab es eine Entschuldigung? Denn es handelt sich um das Eigentum (und Fachbücher sind teuer) eines anderen. Selbst wenn man den Platz anderweit braucht oder ähnliches (haben sie Dir wenigstens einen Grund genannt?), kann man es in einem Karton sammeln und dann nachfragen, oder nicht? Ich weiß aber auch, wie das ist, wenn man auf den Job angewiesen ist, da muss man sich anders aufregen, als man es gerne tun würde … Hach, es ist einfach ärgerlich. Aber Karma und so.
Es ist deshalb Ableismus gewesen, weil es nicht die erste Aktion von einem gewissen Teil des Mittelmanagements war, ohne das weiter ausführen zu wollen, da man in solchen Fällen ein wenig aufpassen muss, was öffentlich geschrieben wird. Dass es gegen mich gerichtet war, wurde gerade deshalb sichtbar, weil andere Kollegen durchaus vorher gefragt wurden. Ich war der einzige, der nicht gefragt wurde.
Unsere Wohnung ist in der Tat auch nicht die größte und wird von 5 Personen bewohnt. Wir haben natürlich Bücherregale, aber die müssen in der Tat regelmäßig aussortiert werden. Oder wir überlegen, ob ein Buch dort überhaupt ein Platz finden muss. Wir haben glücklicherweise mehrere Bücherschränke in der Gegend, so dass wir immer Abnehmer für die Bücher finden.