Klar, die Frage zielt darauf ab, dass Reihen begonnen werden, und dann aus irgendwelchen Gründen nicht beendet werden. Das bekanntest Negativbeispiel dürften die Königsmörder-Chronik von Patrick Rothfuss sein, auf deren Veröffentlichung die Leser schon seit vielen, vielen Jahren warten und es gibt überhaupt kein Signal, das eine Fortführung verspricht. Immerhin warten die Leser seit 2011 auf den dritten Band.
Nach eigenen Angaben ist der Erfolgsdruck zu groß, und er hat mit Schreibblockaden zu kämpfen. Und meinem Eindruck nach wird der Druck umso größer, je länger die Verzögerung anhält.
Aber zurück zur Frage, die ich nicht eindeutig und grundsätzlich beantworten kann. Manchmal fange ich Reihen an, ohne zu wissen, wie lang diese werden. Und oftmals wissen ja Autoren selbst nicht, wie viele Teile sie schreiben können. Und ein anderes Mal schrecke ich davor zurück und warten lieber. Eine Ausnahme bilden die Fantasy-Romane, die oftmals nach drei oder vier Teilen beendet werden.
Das Warten hat nämlich den Nachteil, dass man recht lange warten muss und dass dann ein Haufen Papier darauf wartet, gelesen zu werden. So warten bei mir einige Reihen darauf gelesen zu werden, wie z.B. “Das Rad der Zeit” oder “Dune” und ich hadere mit mir selbst, ob ich diese anfangen soll oder nicht.
Ich nutze allerdings gerne mein Hörbuch-Abo, um mich Serien zu widmen, wie z.B. die Transport-Reihe von P. P. Peterson, deren Teile ich aktuell jeden Sonntag hier auf dem Blog vorstelle.
Wenn ich über mein Leseverhalten nachdenke, so dürfte auch der Autor eine große Rolle spielen. Bei Tad Williams z.B. weiß ich, dass er weiterschreiben wird und dass die Bücher von ihm auch einen gewissen Umfang haben. Bei mir unbekannten Autoren würde ich es mir eher überlegen, ob ich eine Reihe anfangen werde.
Es ist aber manchmal auch so, dass ein Autor ein Buch als Einzelband schreibt, dann aber merkt, dass dieser sehr erfolgreich ist, und dann einen zweiten hinterherschiebt. Das merke ich als Leser im Nachhinein oftmals daran, dass der erste Band keinen Untertitel hat.
Das führt mich zu einem weiteren Aspekt (keine Sorge, ich bin gleich mit meiner Antwort fertig ), denn in diesen Fällen schließen die Autoren ihre Einzelbände oftmals ab. Bei Reihen, die mit üblen Cliffhangern enden, ist bei mir der Frust größer, wenn es nicht weitergeht als wenn nur eine übergeordnete Handlung offenbleibt, der Rest aber abgeschlossen wird. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Zwerge-Reihe von Markus Heitz, der im Nachwort seiner Bände oftmals geschrieben hat, dass dies nun wirklich das Ende der Geschichte ist, nur um dann doch eine Fortsetzung zu schreiben.
Ihr seht also, dass die Antwort auf diese Frage alles andere als einfach ist und von mir einfach nicht pauschal beantwortet werden kann.
Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.
Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Guten Morgen Frank,
ich kann die Frage auch nicht so pauschal beantworten und sagen, dass ich immer direkt starte oder immer warte. Das hat oft etwas mit meinem inneren Gefühl gegenüber der Bücher/Reihen zu tun.
Was meinst du denn, mit Untertiteln und das du daran erkennst, ob es ein Reihenband ist.
Denn ich mache einen großen Unterschied zwischen Reihentitel und Buchbandtitel.
Der erste Band von Sarah J. Maas dritter Reihe Crescent City heißt einfach nur Wenn das Dunkel erwacht und NICHT Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht. Zumal der deutsche Titel überhaupt NICHTS mit dem Inhalt des Buches zu tun hat.
Im englischen Original haben diese drei bisher erschienen Bände auch eigene Titel, die auch wenigstens passend sind, was den Inhalt betrifft.
Ich persönlich bin kein Fan von Untertiteln im Allgemeinen, besonders bei deutschen Übersetzungen, wenn dann der Originaltitel beibehalten wird. Letztes aktuelles Beispiel ist die deutsche Version von The Red Winter. Ich hab das Buch nicht gelesen, aber hätte man nicht einfach den Originaltitel beibehalten oder ganz simple als Der rote Winter übersetzen können, anstatt The Red Winter – Macht ist eine hungrige Bestie. Oder bei der Vampirreihe von Kristoff hat man die Reihentitel ordentlich auf Deutsch übersetzt und dann aber noch englischsprachige Untertitel hinzugefügt. Was für ein Schwachsinn!
Aber auch bei deutschen Büchern. Die neue Reihe von Lasthaus hat längere Titel, als die Bücher dick sind: Der Onyxpalast – Wo die Toten tanzen ist der erste Band aus der Trilogie Die Totengötter-Saga. Hier hätte entweder als Reihentitel Der Onyxpalast oder Die Totengötter-Saga gereicht und man hätte “Der Onyxpalast” aus dem Buchtiteln komplett rausnehmen können.
Oh oh, sorry… Jetzt hab ich ganz schön ausgeholt, obwohl es doch eigentlich um ein ganz anderes Thema geht.
Reihen – sofort starten oder warten bis zum letzten Band? | Montagsfrage №7
Cheeroi
RoXXie
Hallo Büchernarr,
Ich sammle Reihen inzwischen bewusst, weil mir schlicht die Zeit fehlt, nach längeren Pausen wieder mit Rereads einzusteigen. Dieses Gefühl, völlig raus zu sein und erst wieder drei Bände nachlesen zu müssen, bevor ich weitermachen kann, stresst mich mehr, als es mir Freude bringt.
Dazu kommt, dass mich extrem lange Wartezeiten frustrieren. Wenn Autor:innen zehn Jahre oder länger für eine Fortsetzung brauchen, verliere ich irgendwann das Vertrauen in die Reihe. George R. R. Martin ist für mich das Paradebeispiel: Der letzte Band erschien 2011, zwei weitere sind seit Ewigkeiten angekündigt, und ein Ende ist nicht in Sicht. Und er ist nun einmal auch nicht mehr der Jüngste. Die Vorstellung, dass nur noch ein Band fehlt und die Geschichte für immer unvollendet in meinem Kopf herumgeistert, wäre für mich der absolute Horror. Deshalb habe ich diese Serie komplett gestrichen.
Mir macht es dagegen überhaupt nichts aus, einen großen Stapel Bücher zu lesen, wenn die Reihe abgeschlossen ist. Dann nehme ich mir einfach einen Monat Zeit und lese alles am Stück – das ist für mich das schönste Lesegefühl. Blöd ist es nur, wenn ich nach Band 1 oder 2 merke, dass die Reihe doch nichts für mich ist. Aber dann wandern die Bücher in unsere kleine Bücherei oder in die Bücherzelle. Da freut sich immer jemand darüber, und ich habe wieder Platz für Geschichten, die mich wirklich packen.
Liebe Grüße,
Jennifer
Hey Frank,
stimmt, dass manche Reihen gar nicht erst beendet werden, habe ich in meine Antwort gar nicht einbezogen, aber das spielt bei mir auch eine Rolle. Aus diesem Grund habe ich auch nie begonnen, “Das Lied von Eis und Feuer” zu lesen.
Und dass man vor manchen Reihen etwas zurückschreckt, weil zu viele Seiten auf einen warten, kenne ich auch. Ich will schon lange mit dem Cosmeer von Brandon Sanderson anfangen, aber merke, wie ich dann doch lieber mit zu einer kürzeren Reihe oder einem Einzelband greife, wenn ich die Wahl habe…
Liebe Grüße
Sophia
hier meine Antwort 🙂
https://alexandrab65.blogspot.com/2026/03/montagsfrage-207-reihenphilosophie.html