Ich habe es an verlängerten Wochenende ruhiger angehen lassen und habe endlich all die Sachen erledigen können, die liegengeblieben sind, auch wenn es einer bestimmten Person innerhalb der Familie ein Dorn im Auge war. Egal. Auch in einer Familie muss man manchmal genauso an sich selbst denken wie die Kinder es machen. Aber das nur am Rande, weshalb ich mich nun der heutigen Montagsfrage widme, die heute in voller Länge so lautet:
Gibt es ein Buch, das Euch total überfordert hat – inhaltlich, emotional oder sprachlich – und wie seid Ihr damit umgegangen?
Solche Fragen kann ich nicht spontan beantworten und drauflos schreiben, sondern ich muss tief in mich gehen, um herauszufinden, welche Bücher ich gelesen habe, die keine leichte Kost waren. Da fallen mir zwar ein paar ein, aber keine, von dem ich sage, dass es mich überfordert hat.
So habe ich z.B. die Bibel gelesen. Und zwar nicht nur zusammen mit anderen (früher war ich noch aktiver in der Kirche unterwegs, als es noch sowas wie ein Gemeindeleben gab und die Menschen der Kirche noch weniger egal war), sondern tatsächlich auch alleine zu Hause. Weil die Bibel eine Anthologie ist, natürlich nicht von vorn nach hinten, sondern von themenbezogen und teilweise zusammen mit dem Schwergewicht “Biblica”. Wenn man sich themenbezogen der Bibel nähert, kann sie nämlich durchaus interessant sein, auch wenn viele heutzutage einen großen Bogen um dieses Wer machen.
Auch sehr anspruchsvoll ist “das Silmarillion” von Tolkien, in dem er die gesamte Weltgeschichte von Mittelerde beschreibt. Und zwar über alle Zeitalter hinweg, so dass die Ereignisse aus der Trilogie “Der Herr der Ringe” nur ein kleiner Bestandteil sind. Ich brauchte zwar mehrere Anläufe, um das Buch zu lesen, letzten Endes habe ich es dann doch geschafft, bin also nicht gescheitert.
Wenn ich es also genauer betrachte, dass bin ich zwar hier und da an dem ein oder anderen Buch im ersten Anlauf gescheitert, habe es mir dann aber später nochmals vorgenommen, was meinen Umgang mit dem Scheitern beschreibt, um beim Tenor der Frage zu bleiben.
Ich habe natürlich auch immer wieder Bücher abgebrochen und mache es auch heute noch, aber dann waren die Story in der Regel zu langweilig oder bei Hörbüchern war die Technik oder der Sprecher unzureichend. Nur würde ich eine langweilige Geschichte nicht mit einer Überforderung gleichsetzen. Solche Abbrüche zählen also nicht.
Schon gesehen?
Mit dem ersten Mai hat sich der April 2026 verabschiedet und ich schaue auf ihn zurück.
Morgen am 05.05. ist der “Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung”. Ein Tag, an dem viele Menschen auf die Straße gehen werden, denn der aktuelle Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes sorgt für Kritik, ebenso wie die jüngsten Kürzungspläne der Bundesregierung. Viele sehen darin einen klaren Rückschritt für Inklusion und Selbstbestimmung, und genau deshalb braucht es sichtbaren Protest.
Der Aufruf ist einfach: Beteiligt Euch! Geht auf die Straße, wenn Ihr könnt. Und wenn nicht, dann nutzt Eure Stimme online. Teilt Demo-Aufrufe, macht auf Aktionen aufmerksam oder unterstützt Petitionen. Solidarität zeigt sich auf viele Arten – und jede einzelne zählt.
Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.
Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Hey Frank,
interessant! Ich habe die “Bibel” tatsächlich auch mal gelesen, einfach aus Interesse, das ist aber schon viele Jahre her. Einen bleibenden Eindruck hat sie nicht bei mir hinterlassen, ich habe mich aber auch viel zu wenig strukturiert damit auseinandergesetzt. Nochmal wiederholen würde ich das aber auf gar keinen Fall!
Liebe Grüße
Sophia
Hi Sophia,
ja, das stimmt. Die Bibel kann man nicht runterlesen wie einen Roman oder eine Anthologie. Manche Texte bauen auf anderen auf, während andere für sich alleine stehen. Und nein, ich würde auch niemandem empfehlen, einfach mal so die Bibel zu lesen, solang kein religiöser Hintergrund vorhanden ist. Besser sind da Bücher, die über die Bibel berichten und die Texte bündeln oder so wie Du schon sagst, strukturiert auf die Texte eingehen.
Herzliche Grüße
Frank
Hallo Frank,
die Bibel habe ich nicht gelesen. Und an Tolkiens “Herr der Ringe” – habe ich mich bisher nicht getraut. Der Anreiz war einfach nicht groß genug.
Wie du breche ich die meisten Bücher ab, weil sie mich die Story oder der Sprecher nicht genug anspricht. Allerdings eher selten – denn meist hoffe ich, insbesondere wenn ich durch Rezensionen auf sie aufmerksam wurde – das sie noch “besser werden” und halte es sehr lange durch.
Viele Grüße
Tanja
Hi Tanja,
ja, so ist das mit den dicken Wälzern, die man so vor sich herschiebt und vermutlich dann doch nie liest. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du das Hörbuch dazu hörst? Auf der anderen Seite gibt es so viele alternative Bücher, dass ich mich immer wieder frage, warum ich unbedingt dieses eine Buch lesen sollte, von dem ich nicht weiß, obs mir gefällt oder von dem viele sagen, dass der Anfang zäh ist 🙂
Der SuB ist bei den meisten ja hoch genug.
Viele Grüße
Frank
Hallo Frank,
es gab schon Bücher, die ich abgebrochen habe, weil sie mich mit ihren Themen im falschen Moment erwischt und dadurch emotional überfordert haben.
Was mich momentan eher überfordert, sind Bücher wie “Les Misérables” mit seinen 1.400 Seiten oder “The Count of Monte Cristo” mit 1.080 Seiten. Ich würde beide wirklich gerne lesen, habe aber die Befürchtung, dass sie unglaublich komplex sind – und deshalb fange ich sie nie an.
Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann die Kapazitäten im Kopf habe, um mich diesen Büchern mit der nötigen Ruhe und Zeit zu widmen.
Liebe Grüße,
Jennifer
Hallo Jennifer,
ich glaube, dass Du solche Buchprojekte nur dann angehen kannst, wenn Du alle andere Buchaktivitäten zurückstellst. Inklusive des Blogs oder der Blogportale. Oder Du greifst wie ich zu Hörbüchern und hörst diese Bücher. Je nach Komplexität musst Du Dich da zwar auch konzentrieren, aber bei mir klappt das erstaunlich gut 🙂
Herzliche Grüße
Frank