Montagsfrage #211: Gibt es ein Buch, das Euch total überfordert hat?

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Ich habe es an ver­län­ger­ten Wochenende ruhi­ger ange­hen las­sen und habe end­lich all die Sachen erle­di­gen kön­nen, die lie­gen­ge­blie­ben sind, auch wenn es einer bestimm­ten Person inner­halb der Familie ein Dorn im Auge war. Egal. Auch in einer Familie muss man manch­mal genau­so an sich selbst den­ken wie die Kinder es machen. Aber das nur am Rande, wes­halb ich mich nun der heu­ti­gen Montagsfrage wid­me, die heu­te in vol­ler Länge so lau­tet:

Gibt es ein Buch, das Euch total über­for­dert hat – inhalt­lich, emo­tio­nal oder sprach­lich – und wie seid Ihr damit umge­gan­gen?

Solche Fragen kann ich nicht spon­tan beant­wor­ten und drauf­los schrei­ben, son­dern ich muss tief in mich gehen, um her­aus­zu­fin­den, wel­che Bücher ich gele­sen habe, die kei­ne leich­te Kost waren. Da fal­len mir zwar ein paar ein, aber kei­ne, von dem ich sage, dass es mich über­for­dert hat. 

So habe ich z.B. die Bibel gele­sen. Und zwar nicht nur zusam­men mit ande­ren (frü­her war ich noch akti­ver in der Kirche unter­wegs, als es noch sowas wie ein Gemeindeleben gab und die Menschen der Kirche noch weni­ger egal war), son­dern tat­säch­lich auch allei­ne zu Hause. Weil die Bibel eine Anthologie ist, natür­lich nicht von vorn nach hin­ten, son­dern von the­men­be­zo­gen und teil­wei­se zusam­men mit dem Schwergewicht “Biblica”. Wenn man sich the­men­be­zo­gen der Bibel nähert, kann sie näm­lich durch­aus inter­es­sant sein, auch wenn vie­le heut­zu­ta­ge einen gro­ßen Bogen um die­ses Wer machen.

Auch sehr anspruchs­voll ist “das Silmarillion” von Tolkien, in dem er die gesam­te Weltgeschichte von Mittelerde beschreibt. Und zwar über alle Zeitalter hin­weg, so dass die Ereignisse aus der Trilogie “Der Herr der Ringe” nur ein klei­ner Bestandteil sind. Ich brauch­te zwar meh­re­re Anläufe, um das Buch zu lesen, letz­ten Endes habe ich es dann doch geschafft, bin also nicht geschei­tert.

Wenn ich es also genau­er betrach­te, dass bin ich zwar hier und da an dem ein oder ande­ren Buch im ers­ten Anlauf geschei­tert, habe es mir dann aber spä­ter noch­mals vor­ge­nom­men, was mei­nen Umgang mit dem Scheitern beschreibt, um beim Tenor der Frage zu blei­ben.

Ich habe natür­lich auch immer wie­der Bücher abge­bro­chen und mache es auch heu­te noch, aber dann waren die Story in der Regel zu lang­wei­lig oder bei Hörbüchern war die Technik oder der Sprecher unzu­rei­chend. Nur wür­de ich eine lang­wei­li­ge Geschichte nicht mit einer Überforderung gleich­set­zen. Solche Abbrüche zäh­len also nicht.

Schon gesehen?

Mit dem ers­ten Mai hat sich der April 2026 ver­ab­schie­det und ich schaue auf ihn zurück.

D E M O

Morgen am 05.05. ist der “Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung”. Ein Tag, an dem vie­le Menschen auf die Straße gehen wer­den, denn der aktu­el­le Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes sorgt für Kritik, eben­so wie die jüngs­ten Kürzungspläne der Bundesregierung. Viele sehen dar­in einen kla­ren Rückschritt für Inklusion und Selbstbestimmung, und genau des­halb braucht es  sicht­ba­ren Protest. 

Der Aufruf ist ein­fach: Beteiligt Euch! Geht auf die Straße, wenn Ihr könnt. Und wenn nicht, dann nutzt Eure Stimme online. Teilt Demo-Aufrufe, macht auf Aktionen auf­merk­sam oder unter­stützt Petitionen. Solidarität zeigt sich auf vie­le Arten – und jede ein­zel­ne zählt.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der ande­ren Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hin­ter­las­sen. Das gilt übri­gens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge ver­öf­fent­li­chen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende noch­mals in den Originalthread.

Ich ant­wor­te nicht immer hier an die­ser Stelle auf Kommentare, son­dern direkt bei den Antworten der jewei­li­gen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusam­men­ge­fasst, die hier auf dem Blog von mir beant­wor­tet wur­den. Neben der Montagsfrage sind auch ande­re Aktionen dabei, bei denen ich mit­ge­macht habe.

6 Kommentare

  1. Hey Frank,

    inter­es­sant! Ich habe die “Bibel” tat­säch­lich auch mal gele­sen, ein­fach aus Interesse, das ist aber schon vie­le Jahre her. Einen blei­ben­den Eindruck hat sie nicht bei mir hin­ter­las­sen, ich habe mich aber auch viel zu wenig struk­tu­riert damit aus­ein­an­der­ge­setzt. Nochmal wie­der­ho­len wür­de ich das aber auf gar kei­nen Fall!

    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Hi Sophia,

      ja, das stimmt. Die Bibel kann man nicht run­ter­le­sen wie einen Roman oder eine Anthologie. Manche Texte bau­en auf ande­ren auf, wäh­rend ande­re für sich allei­ne ste­hen. Und nein, ich wür­de auch nie­man­dem emp­feh­len, ein­fach mal so die Bibel zu lesen, solang kein reli­giö­ser Hintergrund vor­han­den ist. Besser sind da Bücher, die über die Bibel berich­ten und die Texte bün­deln oder so wie Du schon sagst, struk­tu­riert auf die Texte ein­ge­hen.

      Herzliche Grüße
      Frank

  2. Hallo Frank,

    die Bibel habe ich nicht gele­sen. Und an Tolkiens “Herr der Ringe” – habe ich mich bis­her nicht getraut. Der Anreiz war ein­fach nicht groß genug.

    Wie du bre­che ich die meis­ten Bücher ab, weil sie mich die Story oder der Sprecher nicht genug anspricht. Allerdings eher sel­ten – denn meist hof­fe ich, ins­be­son­de­re wenn ich durch Rezensionen auf sie auf­merk­sam wur­de – das sie noch “bes­ser wer­den” und hal­te es sehr lan­ge durch.

    Viele Grüße

    Tanja

    1. Hi Tanja,

      ja, so ist das mit den dicken Wälzern, die man so vor sich her­schiebt und ver­mut­lich dann doch nie liest. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du das Hörbuch dazu hörst? Auf der ande­ren Seite gibt es so vie­le alter­na­ti­ve Bücher, dass ich mich immer wie­der fra­ge, war­um ich unbe­dingt die­ses eine Buch lesen soll­te, von dem ich nicht weiß, obs mir gefällt oder von dem vie­le sagen, dass der Anfang zäh ist 🙂
      Der SuB ist bei den meis­ten ja hoch genug.

      Viele Grüße
      Frank

  3. Hallo Frank,

    es gab schon Bücher, die ich abge­bro­chen habe, weil sie mich mit ihren Themen im fal­schen Moment erwischt und dadurch emo­tio­nal über­for­dert haben.
    Was mich momen­tan eher über­for­dert, sind Bücher wie “Les Misérables” mit sei­nen 1.400 Seiten oder “The Count of Monte Cristo” mit 1.080 Seiten. Ich wür­de bei­de wirk­lich ger­ne lesen, habe aber die Befürchtung, dass sie unglaub­lich kom­plex sind – und des­halb fan­ge ich sie nie an.
    Ich hof­fe sehr, dass ich irgend­wann die Kapazitäten im Kopf habe, um mich die­sen Büchern mit der nöti­gen Ruhe und Zeit zu wid­men.

    Liebe Grüße,
    Jennifer

    1. Hallo Jennifer,

      ich glau­be, dass Du sol­che Buchprojekte nur dann ange­hen kannst, wenn Du alle ande­re Buchaktivitäten zurück­stellst. Inklusive des Blogs oder der Blogportale. Oder Du greifst wie ich zu Hörbüchern und hörst die­se Bücher. Je nach Komplexität musst Du Dich da zwar auch kon­zen­trie­ren, aber bei mir klappt das erstaun­lich gut 🙂

      Herzliche Grüße
      Frank

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