Letzte Woche war das recht abstrakte christliche Hochfest Pfingsten, mit dem sehr viele Menschen der modernen Welt wenig anzufangen wissen. Und das selbst, wenn sie Christen sind. Wir haben die freien Tage genutzt, um ein paar Tage wegzufahren und hatten den “NRW-Vorteil”, dass der Dienstag ebenfalls Schulferien waren. Da war ich ganz froh, dass es auf dem Blog etwas ruhiger zugehen durfte, auch wenn ich wieder ein paar vorgefertigte Beiträge posten konnte.
Einen kleinen Strich durch die Rechnung machte mir ein Krankenhaus-Aufenthalt, bei dem nur eine Routine-Kontrolle anstand, das Personal mal wieder recht wenig auf die Kette bekommen hat, was weniger am Engagement der Fachkräfte lag, sondern an den Umständen. Wer dauerhaft auf das Gesundheitssystem angewiesen ist, wird die eigentlichen Probleme erkennen. Und die liegen nicht dort, wo man die Menschenrechte der Behinderten beschneiden müsste.
Ich dachte ja, dass es bestimmte Genres gibt, die von der (modernen) Romantik-Durchseuchung verschont bleiben. Ich weiß, dass die Mischung aus Romantik und Thriller schon sehr alt ist und bis ins Ende des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Aber dort sah die Mischung noch ganz anders aus als die modernen Thriller, die man dem Romantic-Suspense zuschreibt. Warum muss es auch dort nur hirnverbrannte Stereotype geben, die komplett unlogische Dinge machen? Aber vielleicht ist das so eine Sache einer jungen Leserschaft?
Dazu passend die Mail von der Gamestar-Redakteurin Marylin Marx, die am Samstag darüber philosophierte, wie die junge Leserschaft mehr zum Lesen kommt und vielleicht mehr als 2 oder 3 Bücher im Jahr liest. Auch wenn Gamestar hauptsächlich über PC-Spiele berichtet, so war es doch erhellend zu lesen, auf welchen Buch-Plattformen sich die jungen Leser bewegen. Ist vielleicht auch eine Montagsfrage wert? Ich bin selten auf Discord unterwegs, weil ich die Plattform sehr unübersichtlich finde, wusste aber nicht, dass es dort Buddy-Reads und Readathons gibt. Booktok und Goodreads sind mir natürlich ein Begriff, aber auf Storygraph war ich bisher noch nicht. Auch bezeichnend, dass Lovelybooks bei jungen Menschen (zurecht) gar keine Rolle zu spielen scheint.
Genug Off-Topic und Zeit, sich der eigentlichen Montagsfrage zu widmen, die da heute aus “Kiras kleinen Leseecke” stammt:
Sind Mängelexemplare kein Problem für Euch oder etwas, was Ihr lieber nicht im Regal haben wollt?
Ich habe ehrlich gesagt noch nie geschaut, wie viele Bücher ich mittlerweile als Print lese. Eine der Statistiken, die ich nicht verfolge. Es sind aber relativ wenige. Das liegt nicht nur an Netgalley und dem Bloggerportal (wo ich ebenfalls fast ausschließlich eBooks anfrage), sondern auch an den Bibliotheken, wo ich ebenfalls ausschließlich nur eBooks anfrage.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo mir zuletzt Mängelexemplare über den Weg gelaufen sind. Früher gab es mal welche in den großen Buchläden, aber die großen Traditionsbuchhandlungen haben sich alle selbst aufgelöst, und Thalia, die sich dort eingenistet hat, verkauft keine Mängelexemplare. Auch der kleine Buchladen um die Ecke hat nur noch Neuware.
Mir fielen noch Flohmärkte ein, aber da kauft man eher Bücherkisten für nen Euro oder die Bücherschränke, in denen sich sehr selten lesenswerte Bücher befinden. Außer die meinen, die ich dort reinstelle, weil ich die Rezensionsexemplare dort gerne hingebe, die keinen Platz in meinem kaum noch vorhandenen Raum in den Bücherregalen finden.
Ihr merkt schon, dass ich kaum noch Prints lese und wenn ich ein solches lese, dann gebe ich es meist weg. Da bleibt wenig Raum für Mängelexemplare. Da ich die Bücher meist nur vom Rücken her betrachte, wüsste ich allerdings auch keinen Grund, weshalb die Bücher nicht ins Regal gehören. Ich lese Bücher ja auch so, dass Knicke im Buchrücken zu sehen sind, was sich angesichts des Umfangs sowieso kaum vermeiden lässt.
Schon gesehen?
Ihr stöbert gerne in Monatsrückblicken? Dann fühlt euch eingeladen, bei meinem Rückblick auf den Mai zu stöbern.
Der Büchernarr in dieser Form ist nun seit 10 Jahren online. Schaut doch in meinem Geburtstags-Beitrag vorbei, denn auf den heutigen Tag genau musste ich meinen Blog neu aufsetzen. Und nein, ich werde kein Gewinnspiel veranstalten. Ihr habt eh zu viele ungelesene Bücher bei euch herumfliegen .
Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.
Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

Der Büchernarr schreibt hauptsächlich über Bücher aus den Genres Fantasy und Horror. Manchmal schleichen sich Bücher anderer Genres in diesen Buchblog ein, so dass hier auch Biografien, historische Romane oder Kinderbücher zu finden sind.
Hallo Frank,
ich habe kein Problem mit Mängelexemplaren, solange sie gut lesbar sind. Einige meiner Bücher habe ich schon so oft gelesen, dass sie selbst zu Mängelexemplaren geworden sind – da fallen die gekauften im Regal sowieso nicht weiter auf.
Inzwischen lese ich auch wieder vermehrt eBooks, weil ich nicht jedes Buch unbedingt im Regal stehen haben muss.
Außerdem werden Mängelexemplare gefühlt sowieso immer weniger, und wie du schon gesagt hast, verkauft Thalia ja keine. Und in Österreich ist das eben die große Buchhandelskette. Wenn ich Bücher kaufe, dann greife ich inzwischen eher zu neuwertigen gebrauchten Exemplaren. Die sind oft günstiger und in einem besseren Zustand als Mängelexemplare.
Liebe Grüße,
Jennifer
Hey Frank,
klar, wenn man nicht mehr viele Prints liest, ist die Frage nicht so relevant. Aber interessant, dass du meine Beobachtung teilst, dass es immer weniger Mängelexemplare im Verkauf gibt.
Liebe Grüße
Sophia