[Portrait] Vincent

Das Leben und Wirken von Vincent van Gough ist geprägt von Tragik und Genie. Einen Großteil sei­ner Bücher mal­te er im letz­ten Drittel sei­nes Lebens, die ihn zu einem der berühm­tes­ten Maler über­haupt mach­ten. Es ist ein Lebensabschnitt, der gleich­zei­tig von sei­nen Erkrankungen geprägt war. Barbara Stok hat sich mit ihrer Graphic Novel auf die­sen Zeitraum mit ihrem Portrait zu die­sem Künstler beschränkt.

Dieses zeigt das Verhältnis der Brüder Vincent und Theo, das eng mit­ein­an­der ver­bun­den war. Denn wäh­rend Vincent mal­te, ver­kauf­te sie sein Bruder. Es wird heut­zu­ta­ge ver­mu­tet, dass Theo allein vom Verkauf der Bilder hät­te leben kön­nen. Dennoch war Vincents Leben von Geldsorgen geprägt, wes­halb sich in der Korrespondenz der bei­den das Thema Finanzen immer wie­der zu fin­den ist.

Wie pro­duk­tiv Vincent van Gough war, spie­gelt sich in der Anzahl sei­ner Werke wider. Beinah 2.000 Bilder und Zeichnungen hat der Ausnahmekünstler erstellt. Viele davon welt­be­kannt und ich den­ke, dass jeder Mensch in der west­li­chen Welt schon mal irgend­wo ein Bild von ihm gese­hen hat (bewusst oder unbe­wusst). Die bekann­tes­ten Werke zeigt die Autorin die­ser Graphic Novel in ihrer Entstehungsphase und es ist erstaun­lich, wie hoch der Erkennungswert ist, obwohl die­se Graphic Novel ver­gleichs­wei­se ein­fach gezeich­net ist.

Fazit

Ich den­ke, dass der Leser die­ser Graphic Novel ein gutes Verständnis von sei­nem Leben und sei­nem Wirken erhält. Die Autorin Barabara Stok hat ein sehr tref­fen­des Portrait zu die­sem Ausnahmekünstler erstellt, das oft­mals ohne Worte das Schaffen des Künstlers zeigt.

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Titel: Vincent
Autor & Illustrator: Stok, Barbara
Genre: Biografie / Graphic Novel
Seitenzahl: 144
Verlag: Carlsen Verlag
Band: 1 von 1

Originaltitel: Vincent
Übersetzer: Andrea Kluitmann
Herkunft: Niederlande
Jahr: 2012 / 2026 (org./dt.)

Wusstet ihr, dass sich die Farben der Kunstwerke im Laufe der Zeit ver­än­dern? So geht man heut­zu­ta­ge davon aus, dass die Ölgemälde von Vincent van Gough deut­lich kräf­ti­ger und far­ben­fro­her waren. Vor allem das Gelb scheint im Laufe der Zeit spür­bar nach­ge­dun­kelt zu sein.

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Sämtliche 871 Gemälde des Künstlers kön­nen in dem Buch „Van Gogh. Sämtliche Gemälde“ aus dem Taschen Verlag ange­schaut wer­den. Ich selbst besit­ze die zwei­bän­di­ge Ausgabe aus dem Jahre 1993 (oben im Hintergrund des Covers zu sehen), aktu­ell ist die neus­te Version aus dem Jahre 2015 noch ver­füg­bar (auf 722 Seiten und 1,2 Kilogramm schwer). Darin sind alle (bekann­ten) Ölgemälde zu sehen inklu­si­ve eini­ger erklä­ren­de Texte. Aufgrund des Alters des Buchs habe ich sel­bi­ges nicht auf mei­nem Blog vor­ge­stellt. (Amazon Affiliatelink)

Er starb im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Schussverletzung. Oftmals wird geschrie­ben, dass er sich selbst erschos­sen habe, was aber sehr umstrit­ten ist, da vie­le foren­si­sche Details nicht zu einer Selbstverletzung pas­sen (feh­len­de Schmauchspuren und unpas­sen­der Einschusswinkel). Vermutlich wird dies jedoch nicht mehr auf­zu­klä­ren sein.

Nur ein hal­bes Jahr spä­ter stirbt auch sein Bruder Theo. Es hat den Anschein, als wäre er sprich­wört­lich an einem gebro­che­nen Herzen gestor­ben, weil er sich selbst Schuld für den Tod sei­nes Bruders gab.

Sehr, sehr beein­dru­ckend und des­halb ein unbe­ding­ter Videotipp ist der Film „Loving Vincent“ aus dem Jahre 2017. Leider wird die­ser Film aktu­ell nir­gends gestreamt. Er ist aber für klei­nes Geld bei Amazon zu haben (ver­füg­bar als Blu-Ray und aus­leih­bar bei Prime Video (bei­des Affiliate Links)). 

Folgend der Trailer des Films auf YouTube, ein­ge­bet­tet im Privatmodus, d.h., es wer­den ers­ten an YouTube gesen­det, wenn ihr auf Play klickt.

In mei­ner per­sön­li­chen Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Comics und Graphic Novels fin­den sich vie­le lesens­wer­te und zum Teil sehr beein­dru­cken­de Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.

Diese Graphic Novel beim Carlsen Verlag. (unbe­zahl­ter Infolink)

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Dieses Buch wur­de mir freund­li­cher­wei­se vom Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren fin­den sich im Bereich “Über die­sen Blog”.

Die Verweise zu Amazon sind mit Affiliate-Links (Link zum Buch) ver­se­hen. Das heißt, dass mit einem Kauf über einen die­ser Links, ich von Amazon eine klei­ne Provision erhal­te. Auf den Preis hat das kei­ne Auswirkung.

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