[Science Fiction] Das Schiff der flüsternden Träume

Als Leser weiß ich, dass ich einen Science-Fiction-Roman in der Hand hal­te. Auf den ers­ten Seiten liest sich der Roman aber voll­kom­men anders. Als Schiffsarzt reist Doktor Silas Coade im 19. Jahrhundert an Bord der Demeter in ark­ti­sche Gewässer, um eine „Fissur“ zu erkun­den. In dem Roman wird der Begriff „Fissur“ als Engstelle in einer Küstenlinie bezeich­net.

Dabei geht es weni­ger um das Abenteuer als sol­ches, son­dern um die Beziehung zwi­schen den Mitgliedern der Expedition. Vergleichsweise schnell wird klar, dass irgend­et­was nicht in Ordnung ist, weil sich man­che Bordmitglieder irgend­wie komisch ver­hal­ten. Dadurch, dass das Buch aus der Ich-Perspektive des Arztes geschrie­ben ist, bleibt aber vie­les im Dunkeln. Vorerst.

Klar, ich hal­te einen Science-Fiction-Roman in den Händen, also wird es ja irgend­was mit Raumschiffen und Weltall zu tun haben, oder? Keine Sorge, hat es auch, aber es dau­ert rela­tiv lan­ge, bis sich nach und nach der Vorhang hebt und die Wahrheit offen­bart wird. Und das recht gut, muss ich geste­hen. Das Ende hat sei­nen Reiz, auch wenn sich der Roman über wei­te Teile nicht wie ein Science-Fiction-Roman liest, passt das Ende. Wer ger­ne mal unge­wöhn­li­che Science Fiction lesen möch­te, soll­te unbe­dingt zugrei­fen.

cover

Titel: Das Schiff der flüs­tern­den Träume
Autor: Reynolds, Alastair
Genre: Science Fiction
Seitenzahl: 368
Verlag: Heyne Verlag

Originaltitel: Eversion
Übersetzer: Thomas Salter
Herkunft: England
Jahr: 2022 / 2025 (org./dt.)

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Dieses Buch wur­de mir freund­li­cher­wei­se vom Verlag zur Verfügung gestellt. Weitere Hinweise zu Rezensionsexemplaren fin­den sich im Bereich »Über die­sen Blog«.

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3 Kommentare

  1. Hey Frank,

    ich kann dem Genre Science Fiction ja so irgend­wie nicht viel abge­win­nen und da ist auch egal, um wel­ches Medium es sich han­delt: Buch, Film, Spiele! Oft ist mir das viel zu abge­ho­ben oder ich hab Probleme mit den gan­zen “erfun­de­nen” tech­ni­schen Ausdrücken (auch wenn wir mitt­ler­wei­le eini­ge im nor­ma­len Sprachgebrauch haben).

    Allerdings klingt dei­ne Besprechung wirk­lich nach einem beson­de­ren Buch und es scheint auch eine gesun­de Portion Mystery dabei zu sein. Ich fin­de es immer gut, wenn nicht alles auf ein­mal mit einem rie­si­gen Knall offen­bart wird. Ich mag es ehe,r á la “Hänsel und Gretel”, den Brotkrumen nach­zu­ja­gen.

    Deine Sternebewertung spricht Bände, dass die das Buch gut gefal­len hat. Auf das dies auch beim nächs­ten Buch so aus­fällt.

    Cheerio
    RoXXie

  2. Hi Frank!

    Da war ich jetzt sehr neu­gie­rig, weil ich das Buch schon anfra­gen woll­te beim Verlag… aber da ich in letz­ter Zeit so vie­le Rezi-Exemplare hat­te, muss das noch war­ten.
    Ich hat­te hier schon den Klappentext gele­sen und wuss­te somit, dass ich hier erst­mal mit einem Schiff unter­wegs bin (also kei­nem Raum-Schiff) – zumin­dest neh­me ich das an 😀 Es klingt defi­ni­tiv beson­ders und ich mag es, wenn hier durch die Ich-Perspektive vie­les im Dunkeln und es rät­sel­haft bleibt. Und am Ende dann doch eine Brücke ins All geschla­gen wird.

    Es bleibt auf jeden Fall auf mei­ner Wunschliste 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

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