[Science Fiction] Do not eat!

Kevin Hearne kann ganz schön alberne Geschichten schreiben. Schon in den Chroniken des eisernen Druiden waren diverse humorvolle Szenen enthalten, die teils für meinen Geschmack zu albern waren. Anders sieht es aus, wenn ein Buch den Titel „Wie ein T-Shirt mich vor Aliens bewahrte“ trägt. Dann weiß ich, dass mich hier keine ernsthafte Geschichte erwartet, sondern eine Science-Fiction-Komödie. Und ehrlich gesagt, zeigt schon das Cover, was den Leser erwarte, weshalb ich so manch enttäuschte Erwartungshaltung nicht verstehe.

Die Leseprobe zum ersten Teil von Fintans Sage ist da eher fehl am Platz, denn dort beweist Kevin Hearne, dass er auch ernsthafte und „seriöse“ Fantasy-Geschichten schreiben kann. Aber zurück zum SF-Klamauk. Dieser beginnt damit, dass der Physiker Clint zuschauen muss, wie Aliens seinen besten Freund verspeisen und wie er als Versuchskaninchen mitgenommen wird. Zusammen mit fünf weiteren Entführten sollen sie nun für Unterhaltung sorgen während 50.000 weitere entführte Menschen als Schlachtvieh herhalten müssen. Allein dieser Plot zeigt schon die Ernsthaftigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird.

Mit seinem locker-flockigen Erzählstil nimmt Kevin Hearne seine Leserschaft mit auf diese abstruse Reise, die sehr schnell durchgelesen ist, was nicht nur daran liegt, dass nach 70% des eBooks Schluss ist (danach folgt die Leseprobe zu Fintans Sage), sondern auch daran dass eine sehr großzügige Schriftart gewählt wurde. Wer sich für das Buch Zeit nimmt, wird einen unterhaltsamen Nachmittag damit befasst sein.

Fazit

Diese Kurzgeschichte von Kevin Hearne zielt auf die Lachmuskeln des Lesers und kommt mit einem humorvollen aber nicht zu albernen Plot daher. In meinen Augen hat dieses Buch nur sehr entfernt etwas mit den Geschichten zu tun, die der Autor bisher zum Besten gegeben hat. Wer gerne solch ulkigen Kurzgeschichten liest, darf also sehr gerne zugreifen.

achtung explizite gewaltdarstellung

⚠️Achtung⚠️Dieses Buch enthält explizite Beschreibungen von Gewalt und ist somit nicht für minderjährige oder zart besaitete Leser geeignet.

buchcover

Titel: Do not eat!: Wie ein T-Shirt mich vor Aliens bewahrte
Autor: Hearne, Kevin
Genre: Science Fiction / Humor / Komödie
Seitenzahl: 177
Verlag: Knaur Verlag

4/5

Originaltitel: A Question of Navigation
Übersetzer: Urban Hofstetter
Herkunft: USA
Jahr: 2021 / 2022 (org./dt.)

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4 Kommentare

  1. Hallo Frank,

    du schreibst, dass es nicht zu albern ist. Auf einer Skala von 1 bis 10 (sehr albern), wie albern würdest du es einstufen? Es interessiert mich, aber ich bin mir nicht sicher, ob es mir zu ulkig ist.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Hi Nicole, das ist eine gute Frage, es empfindet ja jeder ein wenig anders. Ich würde eher irgendwo unter 5 einordnen. Aber ein wenig Sympathie für schwarzen Humor solltest Du mitbringen 😉 Viele Grüße, Frank

  2. Mich hat das Buch sehr aufgeregt, weniger die Shortstory, die wirklich ziemlich albern und flach war, als die Beutelschneiderei das Buch derart zu strecken indem noch etliche Seiten (77, wenn ich recht erinnere) reingepackt wurden.

    1. Dass der Verlag sehr großzügig beim Setzen des Buchs war, habe ich ja geschrieben. Im eBook fängt die Leseprobe bei 72% an, was in etwa bei Seite 130 von 177 sein sollte. Eigentlich sollten Verlage immer die „Nettoseiten“ mitangeben, aber machen tun es die seltensten (obwohl ich das schon gesehen habe).

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