Der Psychothriller „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek ist der erste Teil einer Dilogie, die mit „Der Augenjäger“ fortgesetzt wurde. Das schreibe ich deshalb direkt zu Beginn dieses Reviews, weil der Roman offen endet und damit auch diese Graphic Novel.
In diesem Psychothriller finden sich viele Stereotypen, die teils noch überzogen dargestellt wurden. Zudem wirkt die Geschichte teils arg konstruiert. Aber das sind Stilmittel, die in Thrillern deutscher Autoren gerne aufgegriffen werden, und zu einem wesentlichen Bestandteil der Geschichte werden.
So wie die erste Hauptfigur in diesem Thriller. Alexander Zorbach ist Polizeireporter und gleichzeitig ehemaliger Verhandlungsführer der Berliner Polizei, mit daraus resultierenden Kontakten dorthin. Er lebt für seinen Job und vernachlässigt dadurch seinen Sohn, wobei er nicht nur geschieden ist, sondern auch wesentliche Ereignisse im Leben des Kindes vernachlässigt.
In der zweiten Hauptrolle spielt die erblindete Physiotherapeutin Alina Gregoriev eine wesentliche Rolle, denn sie hat seherische Fähigkeiten, in dem sie in die Vergangenheit einer Person blicken kann, wenn sie diese berührt.
Diese beiden Figuren geraten nun in den Strudel des Serienmörders, der Kinder entführt und ihnen post mortem ein Auge entnimmt, weshalb ihn die Presse als Augensammler bezeichnet. Allerdings fehlen einige Hintergründe, die der Roman preisgibt, diese Graphic Novel hingegen nicht. Die Geschichte bleibt zwar verständlich und spannend, aber eben wie eingangs erwähnt manchmal doch arg konstruiert.
Zeichnerisch trumpft die Graphic Novel mit ausdrucksstarken und großen expressionistischen Darstellungen. Das erklärt auch den Umfang dieser Graphic Novel. Allerdings wirken großflächige Grafiken und Zeichnungen einfach besser als kleine Comic-Stripes.
Fazit
Am Ende ist die Adaption gelungen, wenn man sich denn für diese Art Psychothriller erwärmen kann. Ich denke, dass die Fitzek-Fans sowieso schon zugeschlagen haben, aber wer auch ein paar Jahre nach der Veröffentlichung noch in diese Welt eintauchen möchte, kann getrost zugreifen.
In dem „Making of“ wird erzählt, wie es zu dieser Graphic-Novel-Adaption kam. Dort erfährt der Leser, dass deshalb „Der Augensammler“ gewählt wurde, weil im Erfolgsfall die Fortsetzung „Augenjäger“ angegangen werden könne. Man könnte nun denken, tja, schade, denn es ist seit 2021 sehr ruhig um die (aus Lesersicht zwingend notwendige) Fortsetzung geworden. Ich kann die enttäuschten Leser beruhigen, denn „Der Augenjäger“ wird kommen, und zwar am 01. März 2026.
Titel: Der Augensammler
Autor: Fitzek, Sebastian
Illustrator: Schmolke, Frank
Genre: Graphic Novel / Psychothriller
Seitenzahl: 200
Verlag: Splitter Verlag
Band: 1 von 2
Herkunft: Deutschland
Jahr: 2011 / 2021 (Print / GN)
In meiner persönlichen Übersicht der empfehlenswerten Comics und Graphic Novels finden sich viele lesenswerte und zum Teil sehr beeindruckende Werke, die alle auf ihre Art und Weise einen Blick wert sind.
Mehr Infos zu diesem Buch findet sich auf der Website des Splitter Verlags.
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Vorsicht: Amazon war wieder so “clever”, und hat die unterschiedlichen Versionen vermengt. Das gebundene Buch ist die Graphic Novel, das Taschenbuch die Printvorlage.
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