[Thriller] Die Housesitterin

Wenn ich mir die Gesamthandlung nach Beendigung anschaue,so muss ich sagen, dass die Geschichte nicht neu ist. Klar, es ist ja auch schwie­rig bei der enor­men Menge an Thrillern sich immer wie­der was neu­es aus­zu­den­ken. Dennoch hat Emily Rudolf einen Thriller geschrie­ben, der mir sehr gut gefal­len hat. Woran lag es, wo doch die Story selbst es nicht gewe­sen sein konn­te?

Es lag am Stil, wie die Autorin den Thriller auf­ge­zo­gen hat. Sie erzählt ihn aus unter­schied­li­chen Sichtweisen und jeweils aus der Ich-Perspektive. Das ist des­halb span­nend, weil sie im Laufe des Romans schon zu erzähl­ten Passagen zurück­kehrt, um die­sel­be Situation nur aus einer ande­ren Sicht zu erzäh­len. Sehr viel mehr möch­te ich aber nicht ver­ra­ten, um dem Roman nicht die Spannung zu neh­men.

Damit das Konstrukt passt, brauch­te die Autorin ledig­lich drei Figuren, wobei das Zusammenspiel von einer jun­gen Frau (Cecilia) und einem jun­gen Mann (Johannes) ein­deu­tig im Vordergrund steht. Auch wenn es anfangs zusam­men­hang­los erscheint, so emp­feh­le ich, den Prolog des Buchs im Hinterkopf zu ver­an­kern, damit die Szene sich irgend­wann ein­fü­gen kann.

Fazit

Auch wenn die Handlung an sich nichts grund­le­gend Neues bie­tet, über­zeugt der Thriller durch sei­nen beson­de­ren Erzählstil. Emily Rudolf setzt auf wech­seln­de Ich-Perspektiven, die bekann­te Motive span­nend und viel­schich­tig wir­ken las­sen. Durch das geziel­te Zurückkehren zu Schlüsselszenen aus unter­schied­li­chen Blickwinkeln ent­steht eine dich­te Atmosphäre, die den Reiz der Geschichte aus­macht. Mit weni­gen, klar fokus­sier­ten Figuren ent­wi­ckelt sich ein stim­mi­ges Gesamtbild, das vor allem durch psy­cho­lo­gi­sche Spannung über­zeugt. Ich den­ke, dass Genrefreunde hier ohne Bdenken zugrei­fen kön­nen.

cover

Titel: Die Housesitterin
Autor: Rudolf, Emily
Genre: Thriller
Seitenzahl: 431
Verlag: Fischer Verlag

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2026

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