Todesflut: Transport 2

Im zwei­ten Teil der Transport-Reihe von Phillip P. Peterson rückt die Technik der Außerirdischen in den Hintergrund und legt den Fokus auf den Überlebenskampf der zurück­ge­blie­be­nen Teams, die auf dem frem­den Planeten eine Kolonie errich­tet haben. Deshalb liest sich die­ser Roman nicht wie ein Science-Fiction-Buch, son­dern wie ein Abenteuer-Roman.

Mich hat der zwei­te Band nicht über­zeu­gen kön­nen, weil zu vie­le Dinge nicht bedacht wur­den und die Siedler ein wenig zu blau­äu­gig ihre neue Behausungen errich­tet haben. So hat­ten die Siedler z.B. Zeit, eine Erdöl-Quelle auf­zu­spü­ren und eine ein­fa­che Raffinerie zu errich­ten. Sie haben es mit Hängen und Würgen geschafft, ein paar Felder anzu­le­gen, um die Versorgung mit Nahrung zu gewähr­leis­ten, und darb­ten vor sich hin. Zusätzlich haben sie Kinder gezeugt, die eine neue Generation bil­de­ten.

Aber nie­mand kam auf die Idee, den Transport zu nut­zen, um einen ande­ren Planeten anzu­steu­ern, auf dem man nicht der­art in Not leben kann? Und die Anzeichen der namens­ge­ben­den Todesflut wur­den eben­falls igno­riert? Irgendwie pass­te das nicht zu mei­nem Verständnis, wie Wissenschaftler ihre Umgebung wahr­neh­men und nut­zen. Auch sind die Tiere der Welt wenig schreck­haft, was auch nicht unbe­dingt zu den Beobachtungen der hie­si­gen Welt passt. Selbst Feuer lässt die Tiere nicht zurück­schre­cken.

Dieser Band endet offen, und es betritt ein alter Bekannter am Ende des zwei­ten Teils die Bühne und die Vermutung liegt nahe, dass die Technik wie­der mehr in den Vordergrund rücken wird und sich Teil 3 wie­der mehr nach Science-Fiction anfüh­len wird. Zumindest hof­fe ich das.

Eingesprochen wur­de auch Band 2 von Heiko Grauel, und das rela­tiv lei­se, was bei einer Autofahrt inso­fern blöd ist, weil alle ande­ren Soundausgaben extrem laut sind. Ja, das Hörbuch mag 10 Jahre auf dem Buckel haben, aber die­se Pegelunterschiede in der Lautstärke waren auch damals schon ver­meid­bar. Auch hier hof­fe ich, dass Band 3 wie­der bes­ser ver­tont wur­de.

Fazit

Ich mag den Schreibstil von Phillip P. Peterson und die wil­den Ideen, die er in sei­ne Romane ein­baut. Auch die tech­ni­schen Erklärungen fin­de ich klas­se. Mit die­sem zwei­ten Teil der Transport-Reihe konn­te er mich aller­dings nicht über­zeu­gen. Zu vie­le Ungereimtheiten und eine zu vor­her­seh­ba­re Story haben die­ses Survivalabenteuer in mei­nen Augen zu einem schwa­chen zwei­ten Band wer­den las­sen.

cover

Titel: Todesflut: Transport 2
Autor: Peterson, Phillip P.
Sprecher: Grauel, Heiko
Genre: Hörbuch / Science Fiction
Hörzeit: 10 Stunden und 8 Minuten
Verlag: Audible
Print: Selbstverlag
Band: 2 von 9

Herkunft: Deutschland
Jahr: 2016 (Hörbuch / Print)

Phillip P. Peterson hat als ers­ter Autor den Kindle Storyteller Award gewon­nen und damit so eini­ges an Aufmerksamkeit auf sich gezo­gen. Ich fin­de sei­ne Bücher sehr span­nend und mag es, in sei­ne Welten ein­zu­tau­chen, auch wenn immer wie­der eini­ge Details mich davon abhal­ten, sei­ne Bücher als Highlight wahr­zu­neh­men. Ich habe eine Übersicht erstellt, in der ich die Bücher prä­sen­tie­re, die ich bis­her von ihm gele­sen habe.

Philipp P Peterson (kurz PPP) hat zuerst die­ses Debüt im Jahre 2014 ver­öf­fent­licht und war damit so erfolg­reich, dass er ein Jahr spä­ter den ers­ten Band sei­ner ande­ren Reihe „Paradox“ her­aus­brach­te, der mit dem damals brand­neu­en Kindle Storyteller Award aus­ge­zeich­net wur­de.

“Transport” ist eine neun­tei­li­ge Reihe und gehört mit den zahl­rei­chen Erläuterungen zur Theorie der Raumfahrt und Astronomie zum Hard-Science-Fiction. In die­ser Reihe geht es um den Fund eines Transporters, den ein­schlä­gi­ge Freunde des Genres auch als Beamer ken­nen dürf­ten. Es ist eine Reihe, die der Autor bis zuletzt als Selfpublisher ver­öf­fent­licht hat, was mei­nes Erachtens eine sehr beach­tens­wer­te Leistung ist.

In der Reihe wie­der­holt sich ein Thema immer wie­der. Wie die Technik funk­tio­niert, fin­den die Wissenschaftler nur über Versuch und Irrtum (Trial & Error) her­aus. Selbst, wenn dies Menschenleben for­dert. Wie schon in so man­chem Roman, so gibt es auch in die­ser Reihe so man­che Folge, in der ein wenig zu viel schief­geht. Welche das ist, müsst ihr selbst erle­sen.

Ich habe die Reihe mehr oder min­der am Stück gehört, und ver­öf­fent­li­che nun die ein­zel­nen Teile. Begonnen habe ich mit dem Hören des ers­ten Teils Anfang Dezember 2025. Der neus­te und auch letz­te Band wird im April die­sen Jahres als Hörbuch her­aus­ge­bracht (das eBook ist schon erhält­lich).

Die einen mögen es, die ande­ren nicht: Alle Bände haben mit etwa 300 Seiten einen über­sicht­li­chen Umfang.

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Als Hörbuch gibt es die ein­zel­nen Folgen immer wie­der mal im kos­ten­frei­en Zusatzangebot von Audible oder als 2‑für-1-Titel oder als zusätz­li­ches Angebot von Amazon Prime Music.

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