Montagsfrage #217: Lest Ihr während des Pride Month bewusst Bücher mit queeren Figuren oder Themen?

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Ich muss zuge­ben, dass mir die Hitze sehr zusetzt. Ich weiß, dass dies für vie­le Menschen gilt, aber lei­der lebe ich mit einer chro­ni­schen Erkrankung, die die­sen Zustand lei­der ver­stärkt (wer mag, kann dar­über auf mei­nem Schwesterblog etwas lesen). Und in der kom­men­den Woche sol­len die Temperaturen lei­der so blei­ben. Eigentlich ein Grund mehr, ins kli­ma­ti­sier­te Büro zu fah­ren, aber in der kom­men­den Woche steht mein ers­ter Einsatz als ehren­amt­li­cher Richter statt. Ich bin gespannt, wie ein sol­cher Prozess aus­se­hen wird, in dem expli­zit gefor­dert wird, dass Nicht-Juristen teil­neh­men.

Aber zurück zum eigent­li­chen Thema die­ser Montagsfrage. Wie eini­ge wis­sen, ist der Juni der “Pride Month”. Dies ist ein welt­wei­ter “Aktionsmonat” der quee­ren Community, die damit ihre Sichtbarkeit erhö­hen und auf Probleme in ihrem Alltag und unse­rer Gesellschaft hin­wei­sen möch­ten. Das führt zur fol­gen­den Montagsfgrage.

Lest Ihr wäh­rend des Pride Month bewusst Bücher mit quee­ren Figuren oder Themen, oder spielt das für Eure Buchauswahl kei­ne Rolle?

Ursprünglich hat­te ich das vor, aber es haben irgend­wie zu weni­ge Bücher zu die­sem Thema den Weg zu mir gefun­den, was vor allem dar­an liegt, dass die meis­ten Bücher eher in Genres geschrie­ben wur­den, in denen ich nicht hei­misch bin. Manchmal tref­fen Stereotype eben doch zu, dass es oft­mals Liebesromane sind, in denen que­e­re Figuren auf­tau­chen. Was aber nur für jene Bücher gilt, in denen sehr offen­sicht­lich que­e­re Figuren auf­tre­ten.

Viel lie­ber ist es mir, wenn die­se Figuren wie ganz nor­mal in Romane ein­ge­baut wer­den. Mir ist das vor allem in Fantasy-Romanen auf­ge­fal­len, dass hier Figuren her­ein­ge­schrie­ben wer­den, die in unse­rer moder­nen Gesellschaft eher am Rand ste­hen. Das gilt nicht nur für que­e­re, son­dern auch behin­der­te oder chro­nisch kran­ke Figuren. Oftmals über­le­se ich die­sen Umstand mitt­ler­wei­le, womit die Autoren genau das erreicht haben, wie es sein muss. Dass wir die­se Menschen als der­art selbst­ver­ständ­lich sehen, dass sie nicht mehr auf­fal­len.

Wer die que­e­re Vielfalt unse­rer Gesellschaft live und in Farbe sehen möch­te, der besu­che den CSD in Köln, der als “ColognePride” vom 19. Juni bis zum 5. Juli aus­ge­tra­gen wird. Im Rahmen des­sen wird ein sehr gro­ßes Straßenfest vom 03. bis 05. Juli in der Kölner Altstadt aus­ge­tra­gen. Als Abschluss der Feierlichkeiten fin­det einer der größ­ten Paraden Europas am 05. Juli in Köln statt und zieht mitt­ler­wei­le ähn­lich vie­le Menschen an wie der Rosenmontagszug. Köln kann eben fei­ern. (Mehr Infos dazu fin­det sich auf der WebSite (unbe­zahl­ter Infolink)).

Off-Topic: Wie weit Deutschland davon ent­fernt ist, zeigt die 37-Grad-Reportage von letz­ten Dienstag, wo gezeigt wird, wel­che Hürden quee­ren Paaren bzw. Familien in den Weg gelegt wer­den. In die­sem Fall ging es u.a. um zwei Mütter, die bei­de in die Geburtsurkunde ein­ge­tra­gen wer­den woll­ten und mit der har­ten Realität deut­scher Bürokratie kon­fron­tiert wur­den, in dem sie nicht nur über das Amtsgericht gehen, son­dern sich auch der Beurteilung durch das Jugendamt stel­len muss­ten. (Hier der unbe­zahl­te Infolink zur Doku in der ZDF-Mediathek.) In mei­nen Augen eine sehr absur­de und voll­kom­men unnö­ti­ge Art der Diskriminierung.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der ande­ren Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hin­ter­las­sen. Das gilt übri­gens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge ver­öf­fent­li­chen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende noch­mals in den Originalthread.

Ich ant­wor­te nicht immer hier an die­ser Stelle auf Kommentare, son­dern direkt bei den Antworten der jewei­li­gen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusam­men­ge­fasst, die hier auf dem Blog von mir beant­wor­tet wur­den. Neben der Montagsfrage sind auch ande­re Aktionen dabei, bei denen ich mit­ge­macht habe.

Ein Kommentar

  1. Hey Frank,

    uff, ja das Wochenende war ver­dammt heiß und lei­der geht es ja jetzt auch erst­mal mit den hohen Temperaturen wei­ter. Ich hof­fe, du kannst dich ab und zu etwas abküh­len und über­stehst die Zeit gut.
    Mir ist es auch am liebs­ten, wenn Repräsentation ganz natür­lich in die Geschichte ein­geht, ohne dass man groß etwas davon merkt. Bis sich das durch­ge­setzt hat, lese ich aber auch ger­ne gezielt Geschichten, in denen que­e­re Vielfalt ver­mark­tet wird.

    Liebe Grüße
    Sophia

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