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Es war die Graphic Novel-Umsetzung von Stephen Kings “Der dunk­le Turm”, die mich die­ses beson­de­re Buchgenre haben ent­de­cken las­sen. Mittlerweile gibt es sehr vie­le emp­feh­lens­wer­te Graphic Novels und Comics auf dem deut­schen Markt, von denen es eini­ge auf die­sen Blog geschafft haben.

Die mei­ner Meinung nach emp­feh­lens­wer­tes­ten Werke stel­le ich in die­sem Special vor. Die Reihenfolge der gezeig­ten Comics und Graphic Novels ent­spricht dem Zeitpunkt der Veröffentlichung auf die­sem Blog. 

Eine beson­de­re Rolle nimmt die besag­te Umsetzung von Stephen Kings “Der dunk­le Turm” ein, der ich ein eige­nes Sepcial gegönnt habe.

Ebenso in einem eige­nen Beitrag wur­de hier das Erwachsenen Comic rund um die Knubbelnase Bone vor­ge­stellt.

Die Sandman-Reihe von Neil Gaiman ist eine Geschichte über Geschichten. Zuerst waren es zehn Gaphic-Novel-Bände, in denen Neil Gaiman zahl­rei­che unter­schied­li­che Geschichten und Erzählungen rund um die sie­ben Ewigen erzählt. Nach einer kur­zen Zeit schob er noch einen elf­ten Band hin­ter­her.

Die Sandman-Reihe kam so gut an, dass die Graphic Novel zu einem Hörspiel adap­tiert wur­de. Von die­sem Hörspiel wur­den bis­her zwei Teile ver­öf­fent­licht. Das Besondere an die­sem Hörspiel ist nicht nur die Nähe zu den Graphic Novels, son­dern auch die Creme de la Creme der deut­schen Hörbuch-Sprecher und ‑spre­che­rin­nen.

Die Horror-Manga-Reihe “Parasyte – Kiseijuu” ist eine sehr emp­feh­lens­wer­te Reihe, die in vie­ler­lei Hinsicht punk­ten kann. Sie durch­streift nicht nur den Horror einer Alieninvasion, son­dern ver­sprüht auch viel Witz und Humor gepaart mit Horror-Elementen und sehr vie­len irr­wit­zi­gen Ideen, und begeg­net dabei zudem vie­len wei­te­ren Themengebieten.

Ich habe eine sepa­ra­te Übersicht erstellt, in der ich alle Lovecraft-Adaptionen von Gou Tanabe vor­stel­le. Und es kom­men immer noch wei­te­re hin­zu.

Derzeit gibt es 27 Bände der “Mythen-der-Antike”-Reihe von Luc Ferry aus dem Splitter Verlag (ver­mut­lich sind aber mehr in Planung). Alle Bände der Reihe habe ich in einer Übersicht vor­ge­stellt.

Ich habe eine Übersicht mit den Werken des Autors Junji Ito erstellt, die ich bis­her hier auf dem Blog vor­ge­stellt habe.

Der Splitter Verlag hat eine »Splitternackt«-Reihe ins Leben geru­fen, in der der Verlag ein­zel­ne ero­ti­sche und zuwei­len por­no­gra­fi­sche Graphic Novels und Comics ver­öf­fent­licht. Diese Bücher zei­gen den Geschlechtsakt in all sei­nen Facetten sehr detail­liert, wes­halb die­se Bücher nicht in Kinderhände gehö­ren.

Natürlich sind nicht alle Bücher der Reihe emp­feh­lens­wert, um Dopplungen zu ver­mei­den, wer­de ich die­se Titel aus­schließ­lich auf der eige­nen Seite vor­stel­len.

Der Unterschied zwi­schen einem Comic und einer Graphic Novel ist inter­es­san­ter­wei­se gar nicht mal so ein­fach zu defi­nie­ren. Für die einen sind Graphic Novels ein­fach nur eine beson­de­re Art von Comics, ande­re sehen die­se als eige­nes Buchgenre neben den Comics an. Oftmals sind die Grenzen zwi­schen bei­den recht flie­ßend, so dass eine kla­re Abgrenzung gar nicht mög­lich ist. In einem sepa­ra­ten Beitrag wid­me ich mich geson­dert die­ser Frage. In die­ser Übersicht fin­den sich Comics eben­so wie Graphic Novels.

Der Splitter Verlag hat die Reihe his­to­ri­sche Persönlichkeiten ins Leben geru­fen. Die Namen der Personen dürf­ten vie­len bekannt sein, nur was mach­te sie der­art berühmt? Was haben sie bewirkt und wo sind sie geschei­tert? Dies wird in die­ser Reihe gezeigt. Der Leser beach­te, dass die jewei­li­gen Graphic Novels von unter­schied­li­chen Künstlern erschaf­fen wur­den. Es ist also kei­ne Reihe, bei der ein Autor oder Herausgeber feder­füh­rend ver­ant­wort­lich war. Bisher sind fol­gen­de Bücher erschie­nen bzw. sind ange­kün­digt:

1. Napoleon (5÷5)
2. Cäsar (4÷5)
3. Kennedy (5÷5)
4. Lenin (5÷5)
5. Stalin (2÷5)
6. Churchill (3÷5)
7. Dschingis Khan
8. Ludwig XIV
9. Vercingetorix

Die als Queen of Crime oder Königin des Verbrechens bekann­te Autorin Agatha Christie (1890−1976) ist eine der bekann­tes­ten Autorinnen welt­weit. Mit 66 Kriminalromanen war sie nicht nur sehr pro­duk­tiv, son­dern hat mit ihren Figuren “Hercule Poirot” und “Miss Marpel” Figuren zu Leben erweckt, die bis heu­te im Gedächtnis der Leser ver­blei­ben.

Nach und nach wur­den ihre Krimis auch als Graphic Novel adap­tiert und machen somit die­se einem neu­en Publikum zugäng­lich. Diese fünf­tei­li­ge Reihe besteht aus fol­gen­den Adaptionen.

  1. Mord im Orient Express
  2. Die Tote in der Bibliothek
  3. Hercule Poirots Weihnachten
  4. Tot auf dem Nil
  5. Die Morde des Herrn ABC

Alle fünf Krimis wer­den auch in einem Schuber ange­bo­ten. Bei Interesse folgt ein­fach dem unbe­zahl­ten Infolink auf die Website von Carlsen oder mit­tels Affiliatelink zu Amazon.

Die Giganten ist eine Comic-Reihe für Kinder ab zir­ka neun Jahren. Die Erzählung über die Bände hin­weg ist sehr gut gelun­gen, da Band für Band neue Erkenntnisse hin­zu­kom­men. Diese modu­la­re Erzählweise ist für Kinder moti­vie­rend. Zudem ändert sich immer wie­der mal die Erzählweise, so dass für Abwechslung gesorgt ist. Nach dem sechs­ten Band wur­de ein Erzählstrang been­det, aber es gibt im fran­zö­si­schen Original eine Fortsetzung, die den Weg eben­falls nach Deutschland fin­den wird.

Man kann schon sagen, dass mit dem sieb­ten Band der Reihe “Die Giganten” ein neu­er Erzählstrang beginnt, der ein wenig anders die Welt der Giganten zeigt, auch wenn die Reihe im Grunde genom­men durch­ge­hend erzählt wird.

“Something is kil­ling the child­ren” ist eine sehr blu­ti­ge Horror-Comic-Reihe, bei der die ein­zel­nen Kapitel auf­ein­an­der auf­bau­en. Die Erzählung fin­det nach den ers­ten drei Bänden einen ers­ten Höhepunkt und endet glück­li­cher­wei­se nicht mit einem Cliffhanger. Trotz Beendigung  die­ses einen Handlungsstrangs geht es span­nend wei­ter.

Mit Band 4 ändert sich ein wenig der Fokus, und es wer­den die Hintergründe zur Hauptfigur Erica offen­bart, was der Serie einen beson­de­ren Touch gibt. Dadurch wird eine unge­wohnt emo­tio­na­le Bindung zu ihr auf­ge­baut, die die bis­he­ri­gen Ereignisse in einem ande­ren Licht erschei­nen las­sen. Auch in Band 5 kon­zen­trie­ren sich die Autoren auf die Hintergründe zur Hauptperson.
Ab Band 6  kon­zen­triert sich die Geschichte wie­der auf den Kern der Erzählung. Band 7 been­det einen Handlungsstrang. Die Reihe geht mit dem ach­ten Band wei­ter und erzählt von einer ein­fühl­sa­men Erica, was sehr gut zu Reihe passt.

Mit “House of Slaugther” ist Spin-Off erschie­nen, der aber nur dann ver­ständ­lich ist, wenn man die Hauptgeschichte kennt. Es wird erzählt, was im “Mutterhaus” von Erica pas­siert, nach­dem sie das Haus ver­las­sen hat. Ich fin­de es etwas merk­wür­dig, dass das Spin-Off par­al­lel zur Hauptgeschichte erzählt wird, was bei dem ein oder ande­ren zu Verwirrung füh­ren könn­te. Das ändert sich mit dem drit­ten Band, in dem Erica kaum noch eine Rolle spielt.

Die Trilogie “Leviathan” ver­spricht vie­le span­nen­de Momente und ist für so man­che Überraschung gut. Die Figuren sind gut gewählt, und auch wenn der Leser sie nicht gleich mögen muss, so sind sie authen­tisch. Die Reihe kann als Horror-Science-Fiction-Survival-Drama-Manga-Erlebnis für eine Leserschaft ab 16 Jahren bezeich­net wer­den.

Das sehr beweg­te Leben von Marlene Dietrich wur­de in die­sem Doppelband gezeigt. Sie war eine Persönlichkeit, die sich gegen das Nazi Regime stell­te. Eine Biografie, die sich gegen das Vergessen die­ser Persönlichkeit stemmt.

Die Graphic Novel “Super Gau” ist kein »Mainstream«. Es ist viel­mehr eine Geschichte, die die Leserschaft dazu bringt, über das eige­ne Leben zu reflek­tie­ren, sich empa­tisch in das Leben derer in Deutschland ein­zu­füh­len, denen die Leichtigkeit des Seins nicht in die Wiege gelegt wur­de. Bea Davies ist ein anspruchs­vol­les Debüt als Autorin und Zeichnerin gelun­gen.

Der Drachenritter am Artushof” ist eine Geschichte nach mei­nem Geschmack. Sie bie­tet eine aus­rei­chend kom­ple­xe Story, ist ein gelun­ge­ner Genremix und ist als Gesamtpaket sehr ansehn­lich

Es ist ein Kunstwerk, das die Autorin Emil Ferris erschaf­fen hat. Wer offen für unge­wöhn­li­che Werke ist, dürf­te sei­ne wah­re Freude an die­sen Büchern haben.

Zur Rezension von Band 1.
Zur Rezension von Band 2.

Dieser sehr bru­ta­le Auftakt zur Reihe “Die Gesellschaft der Tiere” zeigt sehr dras­tisch, wie wir Menschen unse­re Tiere hal­ten. Nur anders­her­um. Ein wenig abge­dreht ist die Story schon, aber den­noch fand ich die Idee und die Umsetzung sehr emp­feh­lens­wert.

Games” hat nicht mit “Spielen” zu tun, son­dern mit Flüchtenden aus Afghanistan. Dabei wer­den sehr vie­le Aspekte der Flucht auf­ge­führt, so dass es über­aus lesens­wert ist, denn das Thema wird uns Europäer noch län­ge­re Zeit beschäf­ti­gen.

Ebenfalls in Afghanistan ver­or­tet ist die Biografie “Ahmadjan und der Wiederhopf”, in der das Leben eines Künstlers im Mittelpunkt steht.

Die RIP-Reihe ist schon sehr unge­wöhn­lich. Nicht nur, dass es um Tatortreiniger geht, son­dern die Geschichten der Einzelpersonen hän­gen über alle sechs Bände mit­ein­an­der zusam­men. So bekommt der Leser aus immer wie­der ande­ren Blickwinkeln mit, wor­um es am Ende über­haupt geht.

  1. Derrick – Ich wer­de den Tod nicht über­le­ben
  2. Maurice – Die Fliegen fol­gen immer dem Aas
  3. Ahmed – Am rich­ti­gen Ort zur fal­schen Zeit
  4. Albert – Möge dei­ne Seele mit mir sein!
  5. Fanette – Das Schlechte in der Haut der Anderen
  6. Eugène – Alle guten Dinge haben ein Ende
Alle Bücher von Julien Monier auf den Seiten des Splitter Verlags (unbe­zahl­ter Infolink).

Die Graphic Novel “Columbusstraße” ist ange­sichts ihres Umfangs und ihres Inhalts schwe­re Kost. Solch eine Geschichte kann vor allem zum Ende hin den Leser nur nie­der­drü­cken. Dennoch ist sie sehr lehr­reich und soll­te als ein Stück Erinnerungskultur wahr­ge­nom­men wer­den.

Der Leser muss für die­se bio­gra­fi­sche Graphic Novel in der pas­sen­den Stimmung sein. Es wird von viel Leid und Unrecht erzählt, das Stefan Heym wider­fah­ren ist. Aber auch von sei­nem Willen, Lebensmut, sein Engagement für eine Gesellschaft, in der jeder sei­nen Platz fin­det. Der expres­sio­nis­ti­sche Zeichenstil passt mei­nes Erachtens sehr gut zu sei­nem Leben und zu dem, was er erlebt hat. Auf jeden Fall eine sehr außer­ge­wöhn­li­che und for­dern­de Graphic Novel.

Heutzutage könn­te man den Eindruck gewin­nen, dass es kaum noch was neu­es zu ent­de­cken gibt. Was für ein Trugschluss, den Peter Wohlleben mit sei­nen Erkenntnissen zu den Wäldern beweist. Es ist schon sehr erstaun­lich, was nach und nach über Bäume in Erfahrung gebracht wird. All die­ses Wissen hat er in einem Sachbuch zusam­men­ge­tra­gen, das den glei­chen Namen hat wie die Graphic-Novel-Adaption: Das gehei­me Leben der Bäume.

Bei grie­chi­schen Sagen und Legenden haben die Autoren alle Freiheiten, die Figuren in ihr eige­nes Rampenlicht zu stel­len. Das war in der Antike schon so und hat sich bis heu­te nicht geän­dert. Le Tendre erzählt die Geschichte von Pygmalion sehr stim­mig und atmo­sphä­risch und streut zudem eine Prise Humor hin­zu. Eine Kombi, die sehr gelun­gen ist.

Ich habe erst kürz­lich die Graphic Novel Reihe »Mythen der Antike« von Luc Ferry gele­sen, in der der Autor die Mythen ver­gleichs­wei­se nah an den bekann­ten Konstrukt adap­tiert hat. Und so fand ich es sehr erfri­schen, als Serge Le Tendre mit sei­ner Adaption von der bekann­ten Story abweicht und so eine eben­falls sehr lesens­wer­te Graphic Novel geschaf­fen hat.

Neil Gaiman hat es mal wie­der geschafft, eine über­aus unter­halt­sa­me Geschichte zu erzäh­len, wobei die Figuren und Gegenstände den meis­ten Leser aus unse­rem Kulturkreis wohl bekannt sein dürf­ten, nur das Zusammenspiel sel­bi­ger ist etwas außer­ge­wöhn­lich. Zusammen mit mit über­aus stim­mi­gen und detail­lier­ten Zeichnungen kann die­se Graphic Novel nur ein Highlight sein.

Der Autor Roberto Saviano ist Journalist und berich­tet über das Wirken der orga­ni­sier­ten Kriminalität. Mit die­ser Graphic Novel gibt er Einblicke in sein Wirken und Leben und pran­gert (natür­lich) an, dass er weg­ge­sperrt wer­den muss, wäh­rend die Kriminellen frei her­um­lau­fen. Dies dürf­te eine der Motivationen sein, wes­halb er bis heu­te über die Missstände in Europa schreibt. Diese Graphic Novel ist natür­lich recht poli­tisch, aber auch nicht an Politik Interessierte dürf­ten vie­le inter­es­san­te Einblicke in das Leben eines iso­lier­ten Menschen erhal­ten.

Wenn man von zeit­lo­sen Comics redet, dann muss man ein­fach die Peanuts nen­nen. Die char­man­ten Figuren begeis­tern Groß wie Klein. Es freut mich immer wie­der, wenn es Neuauflagen gibt, damit sol­che zeit­lo­sen Comics immer erhält­lich sind. Auf mei­nem Blog fin­den sich eini­ge teils von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Werke.

Ich glau­be, dass der Autor viel mehr aus den Helden-Figuren hät­te her­aus­ho­len kön­nen, ohne dass der sich immer irgend­was Neues aus­den­ken müss­te. Das wäre gar nicht not­wen­dig gewe­sen. Unschlagbar könn­te noch sehr viel mehr Abenteuer erle­ben, zumal die ein oder ande­re Nebenhandlung im drit­ten Band gar nicht abge­schlos­sen wur­de. Wie heißt es so schön? Er hat zu früh sein Pulver ver­schos­sen.

Wenn im KiWi-Verlag eine Graphic Novel erscheint, dann ist dies nicht ein­fach nur ein schnö­der Comic. Nein, es ist deut­lich mehr, wes­halb die­se auch nicht für jeden Leser und jede Leserin geeig­net ist. Ich gehö­re viel­leicht nicht zur Zielgruppe (zu jung und vom fal­schen Geschlecht), aber ich mag es, über Erfahrungen ande­rer Menschen zu lesen. Und die­se bringt die Autorin sehr gut zu Papier.

Auch des­halb kann eine Graphic Novel für Kinder unge­eig­net sein. Der schwie­ri­ge Text und die Komplexität der Erzählung dürf­ten so man­chen Leser über­for­dern. Richard Wagners Haupt- bzw. Lebenswerk ist ein­fach sehr kom­plex, bil­det aber auch ein gutes Stück Kulturgeschichte ab. Es ist sehr beein­dru­ckend, wie ein sol­ches Werk als Graphic Novel adap­tiert wer­den kann.

Die Geschichte der Juden ist geprägt von Gewalt und Gegengewalt, von Hass und Verfolgung und das schon seit über 2.000 Jahren. Harvey Pekar heißt die­se Geschichte natür­lich nicht gut. Wie könn­te man auch? Aber er erkennt, dass die Juden eben­falls Unrecht getan haben und immer noch tun. Er sieht nicht ein, wie Juden gewalt­sam ande­ren Menschen ihre Heimat weg­neh­men, weil sie glau­ben, dass Gott ihnen die­ses Land ver­spro­chen hat.

Es ist eine bekann­te Diskussion, die Jeff Loveness auf­greift und die auch unab­hän­gig von Ostern funk­tio­niert. Natürlich lie­fert er kei­ne Antworten, denn im Glauben gibt es kei­ne hand­fes­ten Beweise. Aber die Idee ist sehr gut durch­dacht und in mei­nen Augen über­aus gelun­gen umge­setzt.

Claudias Schicksal in dem Buch »Interview mit einem Vampir« (das auf Deutsch unver­ständ­li­cher­wei­se »Gespräch mit einem Vampir« heißt) ist nicht nur dra­ma­tisch, son­dern auch sehr tra­gisch. Ich glau­be, dass jeder Leser und jede Leserin ihr Leiden und ihre Motivation für ihre Taten nach­voll­zie­hen kann. Der Fokus auf ihre Rolle in die­ser Adaption ist über­aus gelun­gen und hat sich auch ein wenig ange­bo­ten. Diese Dreiecksbeziehung ist eine außer­ge­wöhn­li­che, die zudem sehr gut als Graphic Novel umge­setzt wur­de.

Ich fin­de die­sen Fall groß­ar­tig und das in jeg­li­cher Hinsicht. Allein die Aufmachung bzw. Umsetzung ist einen Kauf wert. Mit sehr vie­len Details wird eine wun­der­ba­re Atmosphäre geschaf­fen, die den Leser an die Seite des bekann­ten Ermittlers stellt, so dass die­se ihm nicht nur über die Schulter schaut, son­dern auch direkt in sei­nen Kopf. Eine klas­se Idee und eine groß­ar­ti­ge Umsetzung.

Es ist heut­zu­ta­ge so ein­fach, alles in Frage zu stel­len, ohne dass die Adressaten gewillt sind, dies zu über­prü­fen. Doan Bui gibt einen teils humor­vol­len Einblick in die ver­brei­tets­ten Verschwörungstheorien und schärft den Blick dafür, nicht ein­fach alles unge­prüft als Wahrheit zu akzep­tie­ren.

Die Geschichte von Elma ist sehr warm­her­zig erzählt und punk­tet sowohl inhalt­lich wie auch optisch. Wie so vie­le Graphic Novels lohnt es sich sehr, das Buch mehr­mals in die Hand zu neh­men. Dadurch ent­steht zwar nicht mehr Tiefgang, aber das braucht es bei die­ser berüh­ren­den Geschichte auch nicht.

Der unge­wöhn­li­che Zeichenstil von Frauke Berger prägt die Graphic Novel Reihe “Das Schiff der ver­lo­re­nen Kinder”. Egal, ob man ihn mag oder nicht, er ist auf jeden Fall anfangs etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig. Die Erzählung von Boris Koch ist im zwei­ten Band nicht mehr ganz so abwechs­lungs­reich wie noch im ers­ten und damit weni­ger span­nend, was aber “Jammern auf hohem Niveau” ist. Der drit­te Band ver­sprüht die düs­te­re Atmosphäre und bringt einen Handlungsstrang zum Ende, wäh­rend der vier­te Band die Reihe sehr gelun­gen been­det.

James Tynion IV erzählt eine sehr span­nen­de Dystopie, bei der viel­leicht der ein oder ande­re Hintergrund feh­len mag, in Gänze aber doch zu über­zeu­gen weiß. Zusammen mit den sehr guten Zeichnungen hält der Leser eine außer­ge­wöhn­li­che Graphic Novel in der Hand, die ich sehr emp­feh­len kann.

Ich fin­de, dass es dem Team sehr gut geglückt ist, eine span­nen­de und abwechs­lungs­rei­che Graphic-Novel-Adaption der Wolkenvolk-Trilogie zu erschaf­fen.

Zusätzlich habe nach­dem ich die Graphic Novel Adaptionen gele­sen habe, mich den Prints zuge­wandt und mei­ne Eindrücke davon in einem extra Beitrag geschil­dert.

Ich fin­de die Dune Adaptionen etwas unüber­sicht­lich, wel­cher Band nun zu wel­cher Adaption passt. Es gibt ein­mal die Adaption der “Hauptgeschichte” (Dune – Die Graphic Novel) und dane­ben eini­ge Spin-Off, die aber lei­der wie “Dune: Geschichten aus Arrakeen” nicht zu emp­feh­len sind. 

Noch nicht gele­sen habe ich die Reihen Dune: Haus Harkonnen, Dune: Haus Corrino, Dune: Die Wasser des Kanly und Dune: Die offi­zi­el­le Graphic Novel zum Film.

Die drei “Haus-Trilogien” sind Prequels zum eigent­li­chen Dune-Adaptionen. Hier hin­ke ich ein wenig hin­ter­her, habe aber vor, auch die­se hier vor­zu­stel­len.

Diese Graphic Novel ist ein Feuerwerk für die Augen und der Leser kann sich zum Teil in Gänze in die­sen wun­der­bar gezeich­ne­ten Kunstwerken ver­lie­ren. Da lässt es sich auch ver­schmer­zen, dass die Story ein wenig hin­ter­her­hinkt und nicht viel zu bie­ten hat. Es ist auf jeden Fall ein gelun­ge­ner ers­ter Band einer Trilogie, denn ich bin sehr gespannt, wie es wei­ter­ge­hen wird und wie die begon­ne­nen Erzählstränge fort­ge­führt und mit­ein­an­der ver­wo­ben wer­den.

Diese Graphic Novel erzählt sehr ein­fühl­sam und punkt­ge­nau, wie es ist, wenn intro­ver­tier­te Menschen in unse­rer Gesellschaft unter­ge­hen. Sie zeigt aber auch, wie es mög­lich ist, die­sen Weg zu ver­las­sen und zu sich selbst zu fin­den. Es hilft eben nicht immer, sich selbst zu ver­än­dern und zu ver­bie­gen. Eine sehr emp­feh­lens­wer­te Lektüre, nicht nur für intro­ver­tier­te und schüch­ter­ne Mädchen.

Zur Rezension des Buchs.

Der Leser bzw. die Leserin die­ser Rezension wird sicher­lich gemerkt haben, dass mir die­se Romanadapation sehr zuge­sagt hat. Die Graphic Novel war so fes­selnd, dass ich sie in einem Rutsch durch­le­sen muss­te. Es ist eine sehr span­nen­de Mischung aus Thriller bzw. Krimi und einem Familiendrama. In mei­nen Augen eine sehr zu emp­feh­len­de Geschichte nicht nur für Genrefreunde.

Zur Rezension des Buchs.

Der Zweiteiler “Sheridan Manor” (ers­te Band und zwei­te Band) ist eine Graphic Novel, die eine Geschichte in Stile von Poe und Lovecraft erzählt. Sie ist erstaun­lich span­nend und abwechs­lungs­reich und die Zeichnungen ent­spre­chend gut umge­setzt. Alle Horror-Fans dür­fen einen Blick wagen, solan­ge sie kein blu­ti­ges Gemetzel erwar­ten.

Hatte ich mich an den unge­wöhn­li­chen Zeichenstil mal gewöhnt, konn­te ich mich voll und ganz auf die Geschichte kon­zen­trie­ren, die es in sich hat­te. Mit vie­len unge­wöhn­li­chen Ideen und zahl­rei­chen span­nen­den Wendungen konn­te sie mich über­zeu­gen und fes­seln. Durch die abs­trak­ten Darstellungsweisen, ist die­ses Buch auch für ein jün­ge­res Publikum emp­feh­lens­wert.

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Auf knapp 470 Seiten wird vom Anfang bis zum Ende erzählt, wie die Atombombe ent­stan­den ist. Es ist eine umfas­sen­de und sehr detail­rei­che Erzählung, die auch einen Blick auf zahl­rei­che Nebenschauplätze wirft. Durch den Einschub eini­ger fik­ti­ver Handlungselemente gewinnt die Graphic Novel neben dem doku­men­ta­ri­schen einen span­nen­den Charakter.

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In mei­nen Augen (und Ohren) gehört das Musical “Das Phantom der Oper” zu Recht zu den erfolg­reichs­ten Musicals der Welt und kann auf vie­le erfolg­rei­che Aufführungen zurück­bli­cken. Diesen Erfolg kann die Graphic Novel nur dann ein­fan­gen, wenn die Musik und wie ich fin­de auch die Umsetzung als Musical bekannt sind. Nur dann ent­fal­tet die­se Adaption ihre wah­re Kraft und kann den ursprüng­li­chen Flair ein­fan­gen und wie­der­ge­ben. Vor die­sem Hintergrund kann ich die Adaption sehr emp­feh­len.

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Die Amulett-Reihe ist eine sehr gute Fantasy-Garphic-Novel-Reihe für Kinder ab zir­ka 10 Jahren. Die Geschichte ist gut kom­plex und für weni­ger geüb­te Leser etwas for­dernd. Gut gemacht ist dabei der gemäch­li­che Einstieg mit dem ers­ten Band und die kom­ple­xe­re Weiterentwicklung der Figuren und Akteure in den Folgebänden.

Diese Adaption von George Orwells “Farm der Tiere” fin­de ich sehr gelun­gen. Sie fängt den Geist der Vorlage gekonnt ein und setzt den Inhalt sehr pas­send und stim­mig als Graphic Novel um. Um die­ses Buch zu lesen muss das Original nicht bekannt sein, aber es hilft unge­mein. So oder so ist die­ses Buch sehr lesens­wert, denn die von Orwell dar­ge­stell­ten Mechanismen der Unterdrückung und des Machtmissbrauchs sind auch heu­te noch aktu­ell, wenn nicht sogar aktu­el­ler denn je.

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Mittlerweile sind drei Graphic-Novel-Adaptionen von George Orwells 1984 auf dem Markt. Von einer sehr roman­treu­en Version bis zu einer frei inter­pre­tier­ten ist für für jeden Geschmack etwas dabei.

Ich habe die drei Adaptionen mit­ein­an­der ver­gli­chen.

Der Westen hin­ter­lässt in Afghanistan sehr viel ver­brann­te Erde. Wie blau­äu­gig die deut­sche Politik die­sen Krieg ange­gan­gen ist und wie wenig vor allem in den Anfangszeiten von dem Krieg bei der deut­schen Bevölkerung ange­kom­men ist, zeigt die­se Comic-Reportage sehr ein­drück­lich.

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Flix ist eine sehr sym­pa­thi­sche und humor­vol­le Adaption von Münchhausens Lügengeschichten gelun­gen. Zeichnerisch wie erzäh­le­risch konn­te mich das Buch über­zeu­gen, so dass mir gar kei­ne ande­re Wahl bleibt, außer es zu emp­feh­len.

Zur Rezension des Buchs.

Der Traum von Olympia platzt für vie­le Sportler. Aber nie­mals so, wie für Samia Yusuf Omar. Eine Graphic Novel von Reinhard Kleist, die in Erinnerung ruft, dass sich noch immer zahl­rei­che Tragödien im Mittelmeer ereig­nen.

Zur Rezension des Buchs.

Die Handlung wur­de sehr geschickt und mit viel Feingefühl in das heu­ti­ge Deutschland trans­fe­riert. Auch wenn der Comic schon was älter ist, kann ich den­noch emp­feh­len.

Zur Rezension des Buchs.

Selten lese ich so emo­tio­nal voll­ge­pack­te Graphic Novels. Das Auf und Ab der Hauptfigur hat mich von Beginn an mit­ge­nom­men und nach­denk­lich gestimmt

Zur Rezension des Buchs.

Eine groß­ar­ti­ge Umsetzung, die dem Wirken des Künstlers Caravaggio hun­dert­pro­zen­tig gerecht wird. Es ist ein­fach toll anzu­schau­en, wie die Kunst Einfluss auf die Gestaltung die­ser Graphic Novel Einfluss genom­men hat. Eine abso­lu­te Empfehlung, auch wenn der Leser nicht so viel mit Kunst am Hut hat.

Mein Review bezieht sich auf bei­de Bände des Zweiteilers.

Auch die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich gern als “Vorzeigeland” dar­stel­len, müs­sen sich mit ihrer eige­nen Vergangenheit aus­ein­an­der­set­zen.

Zur Rezension des Buchs.

Ein wei­te­res Stück wert­vol­ler Erinnerungskultur, ver­packt in ein optisch anspre­chen­des Gewand einer Graphic Novel.

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Zuttion nutzt die Kraft der Bilder und unter­malt die gezeig­ten Schicksale sehr aus­drucks­stark.

Zur Rezension des Buchs.

Der Vierteiler “Schloss der Tiere” ori­en­tiert sich zuerst an dem Klassiker “Farm der Tiere”, ent­fernt sich dann mit jedem Band von der Handlung und erzählt sei­ne eige­ne Geschichte. Die Handlung ist sehr grad­li­nig und ein wenig vor­her­seh­bar, aber den­noch konn­te ich der gut gezeich­ne­ten Graphic Novel etwas abge­win­nen.

Wann der vier­te Band erschei­nen wird, ist der­zeit (Ende 23) unbe­kannt.

Eine wirk­lich sehr unge­wöhn­li­che Art und Weise auf das Leben des gro­ßen Komponisten zurück­zu­schau­en. Eine Würdigung zum 250. Geburtstag von Beethoven.

Zur Rezension des Buchs.

Mit die­ser Biografie bekommt der Leser einen sehr guten Einblick in das Leben von Charlie Chaplin und wie er zu dem bekann­ten Schauspieler und Regisseur wur­de.

Zur Rezension des Buchs.

Diese Adaption wur­de dezent von der Romanvorlage ent­kop­pelt und bleibt dem Grundgedanken den­noch treu.

Zur Rezension des Buchs.

Mit der Graphic Novel “Sterben für die Freiheit” wird dem Ansehen und Wirken der vier Frauen auf ganz beson­de­re Art und Weise gewür­digt und stellt in mei­nen Augen ein Kunstwerk gegen das Vergessen dar.

Zur Rezension des Buchs.

Diese Kurzgeschichtensammlung ist in sei­nem Humor abso­lut treff­si­cher. Urkomisch, skur­ril und ein wenig abge­dreht.

Zur Rezension des Buchs.

Eine Graphic Novel, die auf­klärt.

Zur Rezension des Buchs.

Nur sel­ten gelingt es, mit einer Graphic Novel ein sol­ches Kunstwerk zu schaf­fen. “Die Fahrten des Odysseus” ist über jede Zweifel erha­ben und in vie­ler­lei Hinsicht ein­fach nur groß­ar­tig.

Zur Rezension des Buchs.

Was für ein bild­ge­wal­ti­ges Fantasy-Comic, das den Leser mit einem außer­ge­wöhn­li­chen Setting und mit noch außer­ge­wöhn­li­che­ren Protagonisten zu über­ra­schen weiß.

Wer sich nicht von die­ser bild­ge­wal­ti­gen phan­tas­ti­schen Geschichte ver­zau­bern las­sen und sich nicht mit den sym­pa­thi­schen Protagonisten anfreun­den kann, dem ist in mei­nen Augen nicht zu hel­fen.

Als klei­nes Zwischenfeuerwerk aus dem glei­chen Universum hat die Autorin Claudya Schmidt das eben­falls wun­der­voll gestal­te­te “Haunter of Dreams” erschaf­fen, das prin­zi­pi­ell ohne Vorkenntnisse der ande­ren bei­den Bücher ver­ständ­lich ist.

Es gibt vie­les, was die­sen Comic zu einer ech­ten Empfehlung macht. Die Kriminalgeschichte ist ein­fach groß­ar­tig erzählt und eben­so gra­phisch in Szene gesetzt.

Zur Rezension des Buchs.

Eine sehr ein­drucks­vol­le Geschichte über einen Leuchtturm im Atlantik.

Man kann in man­chen Bildern förm­lich die Naturgewalt spü­ren, hören und schme­cken, die der Atlantik dem Leuchtturm ent­ge­gen wirft.

Zur Rezension des Buchs.

Der Comic punk­tet nicht nur durch sei­ne aus­ge­fal­le­ne Optik und unge­wöhn­li­chen Erzählweise, son­dern auch mit sei­nem Humor und Witz.

Zur Rezension des Buchs.

Diese Adaption des gleich­na­mi­gen Romans ist mei­nes Erachtens sehr gut gelun­gen. Mit aus­drucks­star­ken Bildern wird die Geschichte gut an den Leser her­an­ge­führt und steht dem Roman kaum in etwas nach. (Diese Graphic Novel habe ich aus­nahms­wei­se auf eng­lisch gele­sen. 

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Die Adoption” ist in zwei Teilen erschie­nen, die unter­schied­li­cher kaum sein kön­nen – und den­noch zusam­men­ge­hö­ren. Band eins mit dem Untertitel Qinaya besticht mit einer emo­tio­na­len Geschichte und authen­ti­schen Charakteren, die im zwei­ten Band mit dem Untertitel La Garúa ein­drucks­voll wei­ter­erzählt wird.

Es klingt wie eine scham­lo­se Übertreibung, wenn ich behaup­te, dass dies die auf­wän­digs­te Graphic Novel ist, die bis­her in Deutschland pro­du­ziert wur­de.
Walter Moers, Nachwort in Teil 2, Seite 110.

Auch wenn dies wie eine scham­lo­se Selbstbeweihräucherung des Autors klingt, so pflich­te ich Walter Moers bei, dass sol­che Graphic Novels in Deutschland bis­her viel zu sel­ten erstellt wer­den.

Ich fin­de es erstaun­lich, wie sehr sich die­se bei­den Büchern von­ein­an­der unter­schei­den. Und das, obwohl die Geschichte naht­los über bei­de Bände hin­weg erzählt wird. Die Rede ist von Walter Moers’ Die Stadt der Träumenden Bücher: Band 1: Buchhaim und Die Stadt der Träumenden Bücher: Band 2: Die Katakomben.

“Autism: It’s not a bug, it’s a fea­ture.”

“Kennst du einen, kennst du einen.”

Diese Sätze beschrei­ben kurz und knapp das Wesen der Menschen, die sich im autis­ti­schen Spektrum bewe­gen. Mit viel Gefühl und eben­so viel Humor gewährt Daniela Schreiter Einblicke in ihr ganz per­sön­li­ches Spektrum und lässt im drit­ten Band ande­re Autisten ihre Sicht der Dinge erzäh­len.

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Als Autistic Hero Girl erzählt Daniela Schreiter in wit­zi­ger Art und Weise von diver­sen Alltagserlebnissen aus ihrer ganz per­sön­li­chen Sicht.

Lisa und Lio erklä­ren Kindern, wie es sich anfühlt, als Autist durch die Welt zu lau­fen. Was wird in wel­cher Art und Weise wahr­ge­nom­men? Daniela Schreiter schreibt die­sen ers­ten Band nach ihren erfolg­rei­chen Schattenspringern gezielt für Kinder. Es wird Folgebände geben, die aber bis­her den Weg nicht zu mir gefun­den haben.

Sir Arthur Conan Doyle ken­nen vie­le nur in Verbindung mit Sherlock Holmes. Er konn­te aber auch ande­re Welten erschaf­fen. Eines sei­ner Spätwerke ist Inspiration für vie­le Filmemacher und Autoren gewe­sen und ent­führt den Leser in ganz ande­re Welten. Die Rede ist von “Vergessene Welt”, das der Splitter Verlag als Graphic-Novel-Adaption in drei Teilen auf den Markt gebracht hat.

Dabei ist erstaun­lich, wie stark die Erzählung im Laufe der drei Teile an Qualität gewinnt. Eine Empfehlung, nicht nur für Dino-Fans.

Ein herr­lich ver­rück­tes Buch über Alice, für das der Leser ein­fach offen sein muss. Ein Comic, das sich recht dicht an der Vorlage hält.

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Schneewitchen mal anders: Das pas­siert, wenn Neil Gaiman die­ses Märchen adap­tiert. Zusammen mit der Illustratorin Coleen Doran ist mit Snow, Glas, Apples ein künst­le­ri­sches Highlight ent­stan­den.

“Schneewittchen” wur­de außer­or­dent­lich gut erzählt und optisch stim­mig umge­setzt. Für alle Leser, die es mögen, wenn Adaptionen dicht bei der Vorlage blei­ben.

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Wer die RTL-Kultsendung “Samstag Nacht” noch kennt, wird mit dem Begriff “Kenntucky Fried Chicken” etwas anfan­gen kön­nen und wis­sen, was pas­siert, wenn die Silben der letz­ten bei­den Worte ver­tauscht wer­den. Das, was Stefan Jürgens, Tanja Schumann und Olli Dittrich in den Sketchen ver­bal konn­ten, kann Walter Moers mit sei­nem Moerchen schon lan­ge.

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Das Schicksal von Anne Frank in all sei­ner Tragik ist zwangs­läu­fig damit ver­bun­den, die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs nicht zu ver­ges­sen und ste­tig dar­an zu erin­nern, wie sinn­los der­ar­ti­ge Gewalt ist. Die Idee, ihr Schicksal mit der heu­ti­gen Zeit ver­we­ben, ist sehr gelun­gen und die Idee sehr wit­zig. Das Buch ist näm­lich nicht bedrü­ckend, son­dern ver­sprüht auch ein wenig Lebensfreude von den bei­den Freundinnen aus.

Das Nachwort von Ari Folman endet mit dem Satz: “Unser Ziel war stets, den Geist Anne Franks in jedem ein­zel­nen Bild zu bewah­ren.” Und ich fin­de, dass es den Machern die­ser Graphic Novel durch­aus gelun­gen ist.

Diese Graphic Novel Reportage führt uns allen eines vor Augen: In der Flüchtlingskrise geht um Menschen und um Menschlichkeit. Deutlich nach erschei­nen des Buchs sorg­te die “SOS Mediterranee” wie­der für Schlagzeilen. Das war das Boot, das nicht in Italien anle­gen durf­te.

Dieses Buch zeigt vor allem auch, wie das Medium Graphic Novel ein­ge­setzt wer­den kann. Derartige Reportagen fin­det man für­wahr recht sel­ten.

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Eine sehr gute Graphic Novel Adaption von Stephen Kings Meisterwerk “The Stand” wur­de in Form von drei Sammelbänden neu auf­ge­legt. Enthalten sind je 10 Einzelbände, die schon zuvor sepa­rat ver­öf­fent­licht wur­den. Auf die­sem Blog fin­den sich die Reviews zu allen drei Bänden der außer­ge­wöhn­li­chen Adaption. Alle drei Bücher kom­men in einem gro­ßen Hardcover und einem sehr hoch­wer­ti­gen Druck.

Mit dem Label “Hill House Comics” wer­den unter dem gro­ßen Dach von DC zahl­rei­che Horror-Graphic-Novels erschei­nen, wobei nicht alle aus der Feder von Joe Hill stam­men. Eine gute Idee, mit dem Namen eines bekann­ten Künstlers, ande­ren eine Plattform zu bie­ten. Die Graphic Novels sind nicht alle sehr zu emp­feh­len, wes­halb ich emp­feh­le, die ein­zel­nen Reviews durch­zu­le­sen.

Eine Übersicht zu den Comics der Reihe fin­det sich auf den Seiten des Panini-Verlags. Wer neu­gie­rig ist, was da sonst noch so kom­men wird, muss einen Blick auf die DC-Seiten wer­fen.

Die Monstress-Reihe macht dem Leser den Einstieg schwer und so habe auch ich mit den ers­ten Bänden noch ein wenig geha­dert. Ist der schwie­ri­ge Einstieg in die Welt geglückt, so dürf­te der Leser sehr begeis­tert von der Reihe sein. Es lohnt, sich den ers­ten Bänden noch­mals zu wid­men, da mit den Vorkenntnissen die Ereignisse in einem ganz ande­ren Licht erschei­nen.

Monstress 8: Inferno erscheint am 17. Juni 2024.

Ich habe mich zu der Aussage hin­rei­ßen las­sen, dass es sol­che Buch-Adaptionen öfter geben soll­te wie die­se von American Gods. Die Erzählung bleibt sehr dicht an der Handlung des Buchs und erzählt die Geschichte mit ihren Wendungen, Wirrungen und Zeitsprüngen, so dass ich mir gut vor­stel­len kann, dass Leser, die die Buchvorlage nicht ken­nen, etwas auf ver­lo­re­nem Posten ste­hen.

Der Zeichenstil passt sehr gut zu der Erzählung und trans­por­tiert ein wenig den Wahnsinn, der die gesam­te Geschichte immer wie­der beglei­tet. Irgendwo zwi­schen Realismus und Expressionismus bewe­gen sich die Zeichnungen und kön­nen viel eher das Wesen des Hauptbuchs reflek­tie­ren als die Fernsehserie. Außerdem merkt man den Büchern an, dass der Autor selbst an der Gestaltung der Bücher betei­ligt war. Ein sehr guter Entschluss.

Ich habe die­sem außer­ge­wöhn­li­chem Werk ein eige­nes Special hier auf dem Blog gegönnt.

Spider ist ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen soll­te. Der ers­te Teil die­ses Thrillers spielt im Drogenmilieu und wirft eine sehr eigen­ar­ti­ge Droge auf den Markt. Er ist abwechs­lungs­reich erzählt und durch die eigen­ar­ti­ge Spinnen-Droge auch sehr unge­wöhn­lich. Und des­halb lan­de­te die­ser Band auch in die­ser Übersicht der emp­feh­lens­wer­ten Graphic Novels. Der zwei­te Band ist zwar auch noch gut gemacht und gut erzählt, endet aber offen, was für einen Zweiteiler sehr unge­schickt ist. Es ist sehr scha­de, denn der Thriller hat wirk­lich Potential. Auch bei den Originalausgaben konn­te ich kei­nen drit­ten Band aus­fin­dig machen (ja, Büchernarren und Buchblogger bege­ben sich in sol­chen Fällen auf die Suche und schau­en, ob der deut­sche Verlag sich viel­leicht geirrt hat). Warum Spider der­art links lie­gen gelas­sen wur­de, kann ich lei­der nicht nach­voll­zie­hen.

Die Adaption des gleich­na­mi­gen Romans ist mehr als gelun­gen. Sowohl inhalt­lich als auch zeich­ne­risch fand ich die Graphic Novel groß­ar­tig.

Eine zurecht gefei­er­te Graphic Novel, die es sehr gekonnt schafft, Horror mit eine Stellungnahme gegen Rassismus zu ver­ei­nen und gleich­zei­tig eine außer­or­dent­li­che Grusel-Atmosphäre zu kre­ieren.

In die­sem Comic ver­eint sich ein biss­chen Science Fiction, mit einer Portion Mystery und Horror sowie einer Prise Dramaturgie. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Werk, das sowohl erzäh­le­risch als auch optisch den Leser in sei­nen Bann zie­hen kann. 

Die Reihe “SHI” beginnt unge­wöhn­lich, wird etwas ver­wor­ren wei­ter­erzählt und nimmt im drit­ten Teil eine grad­li­ni­ge­re Richtung ein.  Diese behält die Reihe auch im vier­ten und fünf­ten Teil bei, was der Reihe nicht gut­tut. Das Spannende und Ungewöhnliche der ers­ten Bände wird kom­plett ent­fernt und die Reihe wird sehr poli­tisch. Es ist sehr scha­de, dass die fan­tas­ti­schen Elemente der­art aus den Augen ver­lo­ren wur­den. Es bleibt zu hof­fen, dass der sechs­te Band wie­der eini­ges bes­ser machen wird. Wann die­ser erscheint, ist indes unklar (Stand Anfang 24).

Den Kings muss ein Horror-Gen mit­ge­ge­ben wor­den sein. Wie sonst kann man erklä­ren, dass nicht nur der Vater Stephen, son­dern auch sei­ne Söhne Owen und Joe sich die­sem Genre ver­schrie­ben haben? Joe Hill ist das Pseudonym von Joseph Hillstrom King (das „Sandwich-King-Kind), der sich die­se herr­lich abge­dreh­te Geschichte ver­ant­wort­lich zeigt.

Die Locke & Key Master-Edition: Band 1 ent­hält Band 1: Willkommen in Lovecraft und Band 2 Psychospiele .

Die Locke & Key Master-Edition: Band 2 ent­hält Band 3: Die Schattenkrone und Band 4: Die Schlüssel zum Königreich.

Die Locke & Key Master-Edition: Band 3 ent­hält Band 5: Uhrwerke und Band 6: Alpha & Omega

Nicht nur die famo­se Optik kann über­zeu­gen, auch die Geschichte weiß den Leser zu fes­seln. “Kill or be kil­led” ist eine vier­tei­li­ge Serie und durch­weg gelun­gen.

Horror-Comics gibt es lei­der nicht sehr oft, was ich per­sön­lich sehr bedaue­re, denn damit ent­ge­hen den poten­ti­el­len Lesern solch fan­tas­tisch erzähl­ten Geschichten, wie sie in “Wytches” erzählt wer­den.

 

“Bataclan” ist der Name des Pariser Rockclubs, in dem im Jahre 2015 der fürch­ter­li­che Terroranschlag pas­sier­te. In die­ser Graphic Novel ver­ar­bei­tet ein Überlebender des Massakers sein Trauma. Absolut unge­wöhn­li­che und schwe­re Kost.

Dieser Sammelband der Comicreihe “Die Druiden” beinhal­tet die ers­ten sechs Bände der Reihe und schließt den ers­ten Zyklus ab.

Eine inter­es­san­te Geschichte, eine opu­len­te Grafik und mar­kan­te Charaktere machen die­se Graphic Novel in jeg­li­cher Hinsicht zu einem Hingucker. Dass es sich bei die­sem Buch um einen limi­tier­ten Sonderband han­delt, der groß­for­ma­tig auf fast 300 Seiten die Geschichten erzählt, unter­streicht die­sen Eindruck.