[Hörbuch] Mr. Mercedes (Bill Hodges Trilogie 1)

 

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Titel: Mr. Mercedes (Bill Hodges Trilogie 1)
Autor: King, Stephen
Genre: Thriller
Verlag: Random House Audio
Wertung: ★★★★★
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Eine schlech­te Nachricht vor­ab. Für all die­je­ni­gen, die die­sem Werk das Prädikat “schlech­tes Horrorbuch” geben. Es ist gar kein Horrorbuch. Auch wenn der Autor Stephen King heißt. Wer Stephen King kennt, soll­te wis­sen, dass er bei­lei­be nicht nur Horror-Romane schrei­ben kann. So wie eben im vor­lie­gen­den Fall, bei dem es sich um einen gut­ge­schrie­be­nen Thriller han­delt.

Tiefgang

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite haben wir den pen­sio­nier­ten und titel­ge­ben­den Polizisten Bill Hodges, auf der ande­ren den berüch­tig­ten “Mr. Mercedes” Brady Hartsfield, ein emo­tio­nal gestör­ter Psychopath.

Diese bei­den Personen über­neh­men die Hauptrolle in die­sem Buch, wobei King sich zuwei­len Zeit nimmt, die­se samt ihrem Leben näher zu beschrei­ben. Dadurch ver­liert die Geschichte auf der einen Seite den Thrill, gewinnt aber enor­men Tiefgang.

Die Charaktere bekom­men ein Leben, das gewöhn­li­cher nicht sein kann. Und damit wird der Leser Zeuge von der Paraderolle von Stephen King, der er sich so gern bedient: Wie aus dem gewöhn­li­chen Alltag ein Horrorszenario ent­wächst.

 

Spannung

Durch so man­che Wendung in der Geschichte, bleibt die­se span­nend, auch wenn pha­sen­wei­se durch die ruhi­ge Erzählung eine gemäch­li­che­re Erzählweise gewählt wur­de. Ich fand es sehr inter­es­sant, wie King sich vor­stellt, wie es im Inneren eines gestör­ten Menschen aus­sieht und aus wel­chem Umfeld er stammt. Einem Menschen, der ohne zu zögern das Leben eines ande­ren aus­löscht.

Diesem Umfeld geschul­det ist der Umstand, dass sich King wie­der einer sehr def­ti­gen und der­ben Ausdrucksweise bedient. Auch kann er es nicht las­sen, sich in dem ein oder ande­ren mög­li­cher­wei­se Ekel erre­gen­den Detail zu ver­lie­ren. Dennoch noch­mals der Hinweise, dass es sich nicht um ein Horrorbuch han­delt, aber den­noch für zart­be­sai­te­te oder min­der­jäh­ri­ge Leser nicht geeig­net ist.

 

Sprecher

Als Sprecher hat sich für die neue­ren Stephen King Bücher glück­li­cher­wei­se David Nathan eta­bliert. Zuvor war es Vittorio Alfieri, um den Hörer lie­ber einen Bogen machen soll­te. Nathan hin­ge­gen ver­steht es sei­ne Stimme gekonnt ein­zu­set­zen. Bei einer über die gesam­te Länge des Hörbuchs hin­weg gleich­blei­ben­der Qualität.

 

Fazit

Stephen King hat in der Vergangenheit schon mehr­fach bewie­sen, dass er über alle Genregrenzen hin­weg gute Romane schrei­ben kann. Mit Mr. Mercedes als ers­ten Teil der Trilogie zeigt er ein­drucks­voll, dass er auch einen “gewöhn­li­chen” Krimi bzw. Thriller schrei­ben kann.

Wer ger­ne Einblicke in das Leben und Wirken eines Psychopathen erhält, soll­te hier zugrei­fen. Liebhaber gepfleg­ter Horrorliteratur grei­fen bes­ser zu ande­ren Werken.

 

 


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