Diese Anthologie enthält sieben Geistergeschichten, die von Jochen Veit zusammengestellt wurden. Bei dem Titel erwarte ich irgendwie schon einen Bezug zu Weihnachten, der aber nicht bzw. nur kaum gegeben ist. In seinem Vorwort berichtet Veit, dass die Geschichte von Sir Arthur Conan Doyle aufgrund der Erstpublikation in einer besonderen Zeitschrift gut in die Auswahl passt. Allerdings habe ich bei keiner der Geschichten einen großartigen Bezug zu Weihnachten entdeckt.
Es spielt zwar die ein oder andere Geschichte rund um Weihnachten, aber diese Zeit hat keinen Einfluss auf die Erzählungen. Diese sind oftmals ohne einen weihnachtlichen Bezug erzählt, so dass diese gut in jede Anthologie gepasst hätten, in der Geister- und Gruselgeschichten enthalten sind.
Die Geschichten stammen aus einer anderen Zeit. Sie wurden zwischen 1864 und 1925 zum ersten Mal veröffentlicht. Und ich finde, dass man ihnen es anmerkt. Es ist nicht nur die Sprache eine andere, sondern auch die Reaktionen und teils die Weltbilder sind andere. Die Geschichten sind also nicht zeitlos.
Auf die Geschichten im Einzelnen möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Ich kann sagen, dass diese keinen Bezug zueinander haben, was man auch daran erkennt, dass der Herausgeber die Geschichten einfach chronologisch nach ihrer Erstveröffentlichung sortiert hat.
Es liegt auf der Hand, dass der Leser Geschichten älteren Ursprungs lieben muss, um Gefallen an dieser Anthologie zu finden. Die Geschichten ähneln sich alle ein kleines bisschen, aber das (zumindest meinem Eindruck nach) das Kennzeichnen der Grusel- und Schauergeschichten aus jener Zeit.
Diese Geschichten sind in dem Buch enthalten:
- Amelia B. Edwards: Die Geisterkutsche (»The Phantom Coach«), 1864, übersetzt von Marion Herbert.
- Sir Arthur Conan Doyle: Der Captain der Pole Star (»The Captain of the Pole-Star«), 1883, übersetzt von Heike Holtsch
- Hume Nisbet: Das alte Portrait (»The Old Portrait«), 1896, übersetzt von Heike Holtsch.
- Lettice Galbraith: Das Blaue Zimmer (»The Blue Room«), 1897, übersetzt von Heike Holtsch
- Edith Nesbitt: Das Omen des Schattens (»The Portent of the Shadow«), 1905, übersetzt von Marion Herbert
- Algernon Blackwood: Der Seesack (»The Kit-Bag«), 1908, übersetzt von Marion Herbert
- D. H. Lawrence: Wer zuletzt lacht (»The Last Laugh«), 1925, übersetzt von Jochen Veit
Detailliertere Angaben zu den Geschichten finden sich im Quellenverzeichnis am Ende des Buchs.
![[Grusel] Schaurige Weihnachten 1 cover](https://buechernarr.org/wp-content/uploads/2024/10/schaurige-weihnachten.jpg)
Titel: Schaurige Weihnachten. Klassische Horror- und Geistergeschichten
Autor: Veit, Jochen (Herausgeber)
Genre: Grusel / Anthologie
Seitenzahl: 160
Verlag: Anaconda Verlag
Herkunft: Deutschland (die Anthologie)
Jahr: 2024 (Originale siehe oben)
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