Montagsfrage #94: Wie wichtig sind euch Book Awards?

montagsfrage-lauter-leise

Heute geht es in der Montagsfrage um Literaturpreise und welchen Stellenwert sie bei mir haben. Dieses Feld könnt ich jetzt sehr weit dehnen und beim Literaturnobelpreis anfangen über den deutschen Buchpreis gehen und bei den Community-Preisen wie der Leserpreis von Lovelybooks landen.

Es gibt mittlerweile einen sehr bunten Strauß an Literaturpreisen, die alle etwas für mich persönlich gemein haben. Sie kennzeichnen Bücher, um die ich sehr dringend einen Bogen machen muss. Solche Auszeichnungen sind quasi ein Garant dafür, dass sie mir nicht gefallen. Und das hat je nach Preis einen anderen Grund, kommt aber in Summe immer zu gleichen Ergebnis.

Beim Literaturnobelpreis muss es irgendwie immer irgendwas Besonderes sein. Besonders geschrieben (so dass der Leser möglichst verwirrt wird), eine besondere Handlung (bei der der Leser schon nach 10 Seiten den Faden verliert) oder einfach nur so total abgedreht. Die Publikumspreise hingegen geben ein Bild der aktiven Mitglieder wider. Und wenn auf einer Plattform besonders viele Leser aktiv sind, die gerne Romanzen lesen, dass gewinnen die natürlich auch diverse Preise.

All das ist nichts für mich und ich sehe auch immer wieder, dass wenn ein Buch, das mir gefällt, mal nominiert wird, dann kommt es eventuell noch auf die Longlist, aber meist schon nicht auf die Shortlist. Ich lese halt (meist) nicht Mainstream und das merke ich ganz besonders bei den Literaturpreisen.

Ergeht es euch auch so, dass ihr den Eindruck habt, als würden in diesem Herbst ungewöhnlich viele Bücher veröffentlicht, weil dank Corona viele Veröffentlichung verschoben wurden? Ich habe mir dazu meine Gedanken gemacht.

Wie gehabt lese ich die Beiträge der anderen Montagsantwortler, ohne immer eine Spur zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die “Nachzügler”, die erst zum Ende der Woche ihre Beiträge veröffentlichen. Oftmals schaue ich auch am Wochenende nochmals in den Originalthread.

Ich antworte nicht immer hier an dieser Stelle auf Kommentare, sondern direkt bei den Antworten der jeweiligen Blogs.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und alle Fragen zusammengefasst, die hier auf dem Blog von mir beantwortet wurden. Neben der Montagsfrage sind auch andere Aktionen dabei, bei denen ich mitgemacht habe.

8 Kommentare

  1. Es gibt mittlerweile einen sehr bunten Strauß an Literaturpreisen, die alle etwas für mich persönlich gemein haben. Sie kennzeichnen Bücher, um die ich sehr dringend einen Bogen machen muss. Solche Auszeichnungen sind quasi ein Garant dafür, dass sie mir nicht gefallen. 

    Köstlich! 😆

  2. Hallo Frank,

    gut geschrieben und absolut zutreffend. Ich habe mir zu dem Thema ausführlich Gedanken gemacht und denke, dass der aktuelle Zeitgeist sehr großen Einfluss auf die Auswahl der Bücher nimmt und nicht zwingend das Können des Autors/der Autorin.

    Viele Grüße
    Jay von “Bücher wie Sterne”

    1. Hallo Jay,
      natürlich spielt der Zeitgeist eine Rolle – nicht nur bei den Lesern und der Jury, sondern auch bei den Autoren. Klar, es gibt auch zeitlose Bücher, die aber in meinen Augen eher selten sind.
      Viele Grüße
      Frank

  3. Huhu Frank,

    für mich sind literarische Auszeichnungen maximal Inspirationsquellen, um mir bestimmte Bücher oder Autor_innen mal genauer anzusehen. Mehr Einfluss haben sie auf mich nicht, weil künstlerische Qualität subjektiv und dementsprechend einfach nicht messbar ist. Ginge es nach mir, würde das gesamte Konzept von Kunstpreisen abgeschafft.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Liebe Grüße,
    Elli

  4. Gute Frage, bin mal in mich gegangen und habe festgestellt, dass nur der Hugo- Award für mich wirklich interessant ist, weil er meist in diesem Genre in dem es von Mist nur so wimmelt aussagekräftig für Qualität steht. Die restlichen Lit. Preise sind mal so mal so. Feuilleton ist oft Modechichi.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.