Jahresrückblick 2020

rueckblick_2020

Ich kann mir nicht helfen, aber mit jedem Jahr werden meine Jahresrückblicke immer länger und umfangreicher. Ein Zeichen dafür, dass es mir unheimlich viel Spaß macht, mein Lesejahr Revue passieren zu lassen.

Ich schaue mit diesem Jahresrückblick auf mein Lese- und Bloggerjahr 2020 zurück und sehe, wie dieser Blog immer umfangreicher wird. Ich bin weiterhin zufrieden mit meiner Entscheidung, die Reviews thematisch zu trennen und meine Lesehighlights auf gesonderten Seiten aufzulisten. Das alles findet sich in diesem Rückblick wieder.

Zuerst schaue ich auf meine Belletristik Lesehighlights des Jahres und anschließend auf die Debütromane. Ja, ich erwähne die Debüts noch immer gesondert in den Rückblicken, weil ich noch immer denke, dass solche Werke eine besondere Betrachtung verdienen. Das gilt auch für die Selfpublisher, deren Werke ich ebenfalls hin und wieder lese. Ich spiele gar mit dem Gedanken, dass ich ab 2021 auch ihnen eine eigene Sparte spendiere.

Dann geht es weiter mit den Hörbüchern, Comics, Graphic Novels und Kinderbüchern. Bei den Kinderbüchern fällt (wenig überraschend) auf, dass meine Jungs immer weniger die klassischen Kinderbücher lesen und zunehmend zu Jugendbüchern greifen. Diese ordne ich derzeit konsequenterweise den Belletristik-Büchern zu, weshalb ich über kurz oder lang keine Kinderbücher mehr hier auf dem Blog vorstellen werde. Oder aber ich ändere die Rubrik in Kinder- und Jugendbücher. So recht weiß ich noch nicht genau, wie ich es machen werde.

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr die Rubrik der Kunst- und Sachbücher, in die ich auch immer wieder mal gern meine Nase stecke.

Ich merke bei meinen Reviews, dass ich unglaublich viele Füllwörter benutze, die ich zudem wiederholt einsetze. Eigentlich müsste ich meine Reviews allemal überarbeiten. Und uneigentlich ist dieser Blog noch immer “nur” (m)ein Hobby, in das ich nur begrenzt Zeit hineinstecken kann.

Kein Buch des Jahres! Auch das ändert sich in diesem Jahr. Ich hebe nicht nur ein einzelnes Buch hervor, sondern präsentiere meine Jahreshighlights, die alle auf ihre Art einen Blick wert sind.

Bücher

Direkt im Januar habe ich gleich zwei Fantasy-Schwergewichte vorgestellt, die beide das Potential für mein Buch des Jahres gehabt hätten. Aber dadurch, dass “Die Tochter des Propheten” und “Die Tochter des Wolfs” von Robin Hobb sowie “Belgariad – Der Ewige” von David Eddings das Ende der jeweiligen Geschichten markieren, lasse ich diese außen vor. Nichtsdestotrotz sind die jeweiligen Trilogien bzw. Reihen sehr zu empfehlen! An dieser Stelle der Verweis auf meine Übersicht “Aus dem Reich der Uralten“.

Nach diesen Highlights zum Start ins Jahr 2020 gab es eine kleine Flaute, bis es im Mai einen Reigen an sehr guten Fantasy- und Science-Fiction-Büchern gab.

Zwei absolut bombastische Bücher sind Das Pechschwarze Herz” und Battle Mage“. Kaum schaffen es Fantasybücher mich derart zu vereinnahmen. Eine sehr positive Überraschung war Der Gletscher“. Nie und Nimmer hatte ich damit gerechnet, dass sich hinter diesem Buch ein derartiges Fantasy-Kleinod verbirgt. Auch hier kann ich nur empfehlen, das Buch zu lesen. Ebenfalls im Fantasy verankert ist Der Schlüssel der Magie – Die Diebin“. Zu diesem Buch habe ich zwar auch schon ein paar kritischere Kritiken gelesen, aber das sollte niemanden abschrecken, dennoch einen Blick zu riskieren.

Eines Menschen Flügel” Ist nicht nur ein Science-Fiction-Lesehighlight, sondern erfreut sich auch größerer Beliebtheit auf meinem Blog. In den letzten Monaten gehörte dieser Beitrag zu den am meisten gelesensten. Nicht minder empfehlenswert ist Vakuum”. Ich war von dem Buch auf seine ganz besondere Art überwältigt und da stört es mich wenig, dass auch dieses Buch vereinzelt kritisch bewertet wurde.

Wer gerne mal ungewöhnliche Science Fiction lesen mag, der muss “Electric Dreams” lesen. In dieser Sammlung kurzer Geschichten verbirgt sich so manche Überraschung.

Hier nochmals meine Lesehighlights 2020. Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu den Reviews.

Debüts

Schon sehr früh im Jahr ist mir ein Buch begegnet, von dem ich sofort wusste, dass ich es auf jeden Fall zu meinen Highlights zählen werde. “Marianengraben” ist ein sehr überzeugendes und emotionales Debüt. In eine etwas andere Richtung zielt “Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep“. Das Fantasybuch ist für Literaturliebhaber ein kleiner Leseschatz und gehört im Grunde genommen in gar keine Genreschublade. Ebenso wie mein nächstes Highlight “Pepper Man“. Ungewöhnliche Bücher für ungewöhnliche Leser. Deutlich klarer einem Genre zuzuordnen ist “Der neunte Arm des Oktopus“. Dieser Thriller zeigt ein spannendes Was-wäre-wenn-Szenario.

Hörbücher

Bei den Hörbüchern gab es einige positive Überraschungen. Es begann mit der kurzen Novelle “Gesang der Fledermäuse”, die ich als tiefgründigen Roman erlebt habe, der über Genregrenzen hinweg zu empfehlen ist. Auf eine vollkommen andere Art konnte mich Evil” überraschen. Anstelle eines blutigen Splatter-Romans tauchte ich in eine verstörende Welt ein, die überaus gut beschrieben wurde. 

Der Roman “Die Optimierer“, der mein Debüt-Highlight in 2017 war bekam einen Nachfolger. Die Unvollkommenen” habe ich als Hörbuch gehört und konnte mich ebenso überzeugen.

Ebenfalls im Science Fiction verortet sind “Hologrammatica” und “Der Herr aller Dinge“. Zwei gleichfalls sehr gute Romane, mit jeweils sehr unterschiedlichen Szenarien.

Comics & Graphic Novels

Bei den Graphic Novel sollte es bis zum Juni dauern, bis das erste Highlight von mir entdeckt wurde. Dafür haben sie sich dann geknubbelt, so dass ich viele sehr gute Werke lesen und vorstellen konnte, die sehr unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. 

Vier Frauen, vier Schicksale. “Sterben für die Freiheit” ist mein erstes Highlight des Jahres gewesen und würdigt das Ansehen der vier historischen Figuren. Ein sehr unbekanntes Kapitel us-amerikanischer Geschichte erzählt They called us Enemy”. Kunst durch und durch wird mit dem Doppelband Caravaggio” gezeigt. Überaus klasse!

Sehr ungewöhnlich ist “Am liebsten mag ich Monster”. Das Buch lässt sich kaum in Worte fassen. Schaut es euch einfach an.

Für Horror-Fans gibt es eine neue Joe-Hill-Reihe, wobei der Autor lediglich Namensgeber der Reihe ist. Die beiden Novels “Ein Korb voller Köpfe” und “Puppenhaus” sind absolute Leseempfehlungen.

Eher an ein jüngeres Publikum sind die beiden Novels “Blau ist eine warme Farbe” und “Der Oracle Code_” gerichtet. Wer danach ruft, dass mehr Menschen mit Behinderung in den Medien vertreten sein sollen, dann kann ich letztgenanntes empfehlen. Allerdings nicht nur deswegen.

In diesem Jahr wurden die ersten fünf Teil der Amulett-Reihe veröffentlicht und hier auf dem Blog vorgestellt:

Gegen das Vergessen stemmen sich die beiden Novels Shanghai Dream” und “Bald sind wir wieder zu Hause, die gut gemacht sind, aber nicht zu meinen Jahres-Highlights gehören. Ich finde die beiden aber dennoch erwähnenswert.

Kinderbücher

In diesem Jahr haben wir vergleichsweise wenig Kinderbücher auf dem Blog vorgestellt. Dennoch finden sich ein paar Highlights dabei, wobei ich in dieser Kategorie Kindersachbücher gleichermaßen wie Kinderbücher vorstelle. Bei den Kindersachbüchern hat das Buch “Wundervolle Welt der Natur” herausgestochen. Dieses Bilderbuch für Groß und Klein ist eine regelrechte Verbeugung vor der Natur und überaus zu empfehlen.

Etwas spezifischer ist das Buch “Pflanzen. Bäume, Blumen und Gräser in über 1000 Bildern” das sich voll und ganz der Pflanzenwelt widmet. Ein Buch, das mich tief beeindruckt hat. Noch spezifischer ist das Buch “Eis: Arktis, Taiga, Tundra: Überleben in extremen Welten“, denn hier dreht sich alles um Wasser in all seiner Erscheinungsformen – mit dem Schwerpunkt auf das titelgebende Eis.

Wer den Klimawandel Kindern ab 10 Jahren erklären möchte, kann ruhigen Gewissens zum Buch “Palmen am Nordpol: Alles über den Klimawandel” greifen, das ich im Rahmen des Netgalley Sachbuchfrühlings auf meinem Blog vorgestellt habe.

Mit einem großen Augenzwinkern widmet sich das Buch “Alles Kacke, oder was? Haufenweise Wissen über große und kleine Geschäfte” einem Thema, von dem alle Kinder fasziniert sind. Dieses Kindersachbuch stellt sich dem Thema erstaunlich objektiv und sachlich.

Eigentlich merkwürdig, dass es nicht schon mehr kindgerechte Bücher gibt, die sich der griechischen Mythologie widmen. Genau das macht das Buch “Griechische Mythen und Sagen: Von tragischen Helden, streitlustigen Göttern und vielköpfigen Ungeheuern“.

Verlassen wir nun die Welt der Kindersachbücher, denn ich habe auch bei der Kinder-Belletristik ein paar Highlights, wie z.B. “Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!“. Ein Buch für junge Leser ab neun, die damit liebäugeln, ihren großen Bruder loszuwerden. Ebenfalls mit Brüdern im Mittelpunkt erzählen die beiden Bände von “Ich und meine Chaos-Brüder” für Kinder ab ca. 7 Jahren.

In der Reihe “Poesie für Kinder” schien “Die Brück’ am Tay” von Theodor Fontane kindgerecht aufbereitet, so dass schon Kinder ab 5 Jahren (zusammen mit ihren Eltern) Weltliteratur erleben können.

Kunst- und Sachbücher

Angedacht hatte ich das schon seit geraumer Zeit. Mit dem Sachbuchfrühling von Netgalley zu Beginn des Jahres habe ich dann endlich die neue Kategorie Kunst- und Sachbücher auf dem Blog integriert. Diese Bücher werden von vielen Buchbloggern oftmals gemieden, dabei gibt es auch in diesem Bereich einige interessante und lesenswerte Werke.

In dieser Doppelkategorie gibt es noch zahlreiche weitere Kategorien. So gibt es den lesenswerten Ratgeber und Erfahrungsbericht “Mit Autismus leben: Eine Ermutigung” und den humorvollen Ratgeber “Chill mal!: Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig” für Eltern pubertierender Kinder. Ebenfalls mit Humor begegnet Michael Mittermeier in “Ich glaube, ich hatte es schon: Die Corona-Chroniken” der Corona-Krise. Eine sehr gute Mischung aus Biografie und Kunstbuch ist Bowie: Ein illustriertes Leben

Mit unseren tierbegeisterten Kindern haben wir auch wieder zahlreiche Tierlexika vorgestellt. “Vögel in Europa” ist zwar etwas speziell aber dennoch sehr zu empfehlen, wenn man wissen möchte, welcher Piepmatz in seinem Garten oder den Parks der Großstadt unterwegs ist. Deutlich mehr Tiere begegnen einem auf der visuellen Reise durch die Tierwelt mit dem Buch “Fauna – Wunderwelt der Tiere“.

Die großartige Enzyklopädie “Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit” ist ein wahres Highlight des Jahres. Denn obwohl der Titel ein Lexikon über Dinos verspricht, handelt es sich um einem Abriss durch alle Erdzeitalter. Das Buch ist absolut empfehlenswert und einfach großartig umgesetzt.

Bei meinem Streifzug durch die Kunstwelt begegnete ich so manchem Highlight, wie z.B. “Edward Hopper: Ein neuer Blick auf Landschaft” oder “Time is no longer round“. Aber auch bei den Zusammenstellungen von Werken mehrerer Künstler gab es einige Highlights wie “Heiter bis wolkig: Eine Deutschlandreise“, “House of Europe: Europäische Zeugnisse in der Deutschen Nationalbibliothek” oder “Female Photographers Org: The Body Issue“.

Dass das Beethovenjahr 2020 ganz anders als vielerorts geplant verlief, fiel mir insbesondere dann auf, wenn entsprechende Buchveröffentlichungen wie “Beethoven bewegt” anstanden.

Rückblicke

Ich bin in diesem Jahr gewechselt von meinen Quartalsübersichten zu Monatsübersichten. Durch diese Rückblicke stromer ich gerne, um mir in Erinnerung zu rufen, auf was für Reisen ich mich begeben habe. Allerdings habe ich es mir damit ein wenig schwerer gemacht, welche Bücher mich am meisten bewegt haben, da ich über die Quartalsberichte eine kleine Vorauswahl getroffen hatte. Aber da ich auch in dieser Hinsicht zu den Genrehighlights gewechselt bin, gestalte ich alles ein wenig freier und in meinen Augen auch kreativer.

Im Juli befand sich der Blog übrigens in der Sommerpause, weshalb ich zu diesem Monat keinen Rückblick veröffentlicht habe.

Meinungssache

Ich stelle auf diesem Blog nicht nur Bücher vor, sondern gebe auch hier und da meinen Senf zu dem ein oder anderen Thema. Irgendwann kam mir in den Sinn, in dem Jahresrückblick doch auch diesen Beiträgen Raum zu geben, da diese mitunter recht oft gelesen werden.

Folgend also eine Übersicht über die Beiträge zu buchblogigen Themen.

Im Frühjahr des Jahres habe ich am Sachbuch-Frühling von Netgalley mitgemacht. Und zwar nicht nur mit Büchern, die ich über die Plattform bezogen habe. Eine Übersicht über diese Aktion, die mir viel Spaß gemacht hat.

Ich habe den e-Book-Anbieter Legimi getestet und bin für mich zum Ergebnis gekommen, dass dieser Anbieter nichts für mich ist. Im Beitrag lege ich dar, weswegen.

Der Beitrag, in dem ich der Frage nachgehe, was der Unterschied zwischen einer Graphic Novel und einem Comic ist, dürfte der mit am meisten gelesensten sein.

Ich habe über den Tellerrand geschaut und berichte über Krimidinner. Eine Erfahrung, die man nicht zwingend gemacht haben muss, aber dennoch zu unterhalten weiß.

Es werde Herbst. Schon unter “normalen” Umständen eine Zeit, zu der die Verlage ihre Buchhighlights auf den Markt werfen. In diesem Jahr war irgendwie alles anders (zumindest meinem Eindruck nach).

Die Leser meines Blogs wissen, dass ich regelmäßig Blogpausen einlege. In diesem Beitrag gehe ich der Frage nach, ob längere Pausen dem Blog schaden.

Wir wollen doch nur über unser Hobby schreiben. Aber wir bewegen uns dennoch im Netz und das hat auch seine Schattenseiten. Ein kurzer Beitrag, der einen Blick auf sie wirft.

Warum nur bewerte ich im Durchschnitt die Bücher so gut? Das hat in meinen Augen einen recht simplen Grund: Ich bin immer auf der Suche.

Ich berichte sehr selten auf dem Blog über Buchverfilmungen. In diesem Jahr sogar über lediglich eine und selbst die kam sehr verspätet.

Ja, wie macht der das eigentlich? Diese Frage stelle ich mir auch manchmal und habe sie in diesem Beitrag detaillierter beantwortet.

Zu Beginn des Jahres habe ich das letzte Buch von Robin Hobb gelesen und im Anschluss diese Übersicht über ihre Werke erstellt. Eine Übersicht über das Reich der Uralten.

Ganz zu Beginn des Jahres warf ich einen Blick auf die Preisgestaltung der Buchbranche, die immer wieder am Pranger der Buchblogger steht.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Figur und einem Charakter?

Wird Science Fiction eigentlich mit SF oder Sci-Fi abgekürzt?

Wie liest man heutzutage e-Comics? Eine Übersicht.

Ich kotze mich nicht oft auf dem Blog aus, aber hinsichtlich der Durchseuchung der Genres war es mir mal ein Anliegen.

Specials

Es ist zwar mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden, aber ich hege und pflege meine Specials so gut es geht. Diese Übersichten erfreuen sich auf diesem Blog großer Beliebtheit und werden vergleichsweise oft besucht. Natürlich kommen mit jedem Jahr, in dem dieser Blog geführt wird, neue Highlights hinzu, so dass die Seiten mittlerweile recht umfangreich sind.

Schon im letzten Jahr habe ich angekündigt, dass ich die Übersicht der Kinderbücher ruhen lasse, weil meine Kinder mittlerweile zu groß für die klassischen Kinderbücher geworden sind. Diese Seite lasse ich dennoch weiterhin online.

Ich überlege, ob ich ein neues Jugendbuch-Special erstelle. Allerdings habe ich in diesem Jahr nur eine Handvoll Jugendbücher hier auf dem Blog vorgestellt, so dass ich nicht weiß, ob sich der Aufwand lohnt. Ich überlege weiter …

In diesem Jahr sind zwei neue Seiten hinzugekommen. Zum einen die Übersicht über meine Science-Fiction– und zum anderen meine Horror-Blog-Highlights. Zwei Genres, die in der Regel keine Massen anziehen und von denen ich weiß, dass alle Leser dankbar für jeden Tipp sind. Hier kommen sie also.

Challenges

Ich bin nicht der Challenge-Typ. Dennoch habe ich 2020 an einigen Challenges mitgemacht. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht im Sinne der Challenges gelesen habe. Ich habe also nicht geschaut, welche Aufgaben mir noch fehlen und dann entsprechend Bücher gesucht, sondern ich habe eher andersherum geschaut, welche Bücher, die ich gelesen habe, eine Aufgabe erfüllen können. Damit bin ich in “Wortmagie’s makabre High Fantasy Challenge 2020” immerhin auf 18 von 30 Aufgaben gekommen und bei der “ABC Challenge 2020” auf 22 von 26. 

UND die Losfee war mir wohlgesonnen und ich habe bei Ellis Challenge den Buchgutschein im Wert von 20 Euro gewonnen, was mich sehr gefreut hat. Welches Buch es geworden ist, werde ich im Laufe des Jahres vorstellen. Diese Challenge wird es übrigens auch in diesem Jahr geben.

Meine kleinen persönlichen Challenges habe ich immerhin fast erreicht. Meine Jahresziel 100 Belletristik-Bücher zu lesen, habe ich erreicht. Das Ziel von 20 Hörbüchern hingegen nicht, was eindeutig an der vermehrten Anzahl von HomeOffice-Tagen lag.

Wer gerne selbst an einer Challenge im Jahr 2021 teilnehmen möchte, der schaut am besten auf der Seite des Weltenwanderers nach. Aleshanee hat sich dort die Mühe gemacht und viele zusammengetragen.

Wortmagie’s makabre High Fantasy Challenge 2020 (18/30)
60%
ABC Challenge 2020 (22/26)
84%
_Buchort
Gelesene Bücher (117/100)
100%
tipp_ios_mp3
Gehörte Hörbücher (18/20)
90%

Skurrilität

In dem Oktober-Rückblick habe ich von einer Skurrilität berichtet, die sich weiterhin hartnäckig hält. Auf meinem Blog zeigten sich ungewöhnlich hohe Zugriffe auf das Review zum Kinderbuch “Vielleicht”. Aber nicht nur hier auf dem Blog, sondern auch bei Amazon. Im Oktober gab es noch 2.500 Rezensionen zu diesem Buch, jetzt sind es über 4.000. Warum?

Keine Ahnung, zumal uns das Buch nicht wirklich in dieser Art und Weise in Verzückung hat fallen lassen. Deshalb vermute ich noch immer, dass die meisten Rezensionen eher Ausdruck entzückter Erwachsener sind, die Gefallen an dem Buch fanden.

Zahlenspiele

Was wäre ein Rückblick ohne Zahlenspiele? Es freut mich, dass der Bücherblog wächst und gedeiht. Vor dem Crash anno 2016 hatte ich ihn als Blogspot-Blog geführt. Dort hatte ich definitiv viel weniger Gestaltungsfreiheiten und auch viel weniger Leser. Mit dem selbst gehosteten Blog kann ich mich viel freier entfalten und bastel jährlich an dem Design herum. Als Ergebnis steigt die Besucherzahl stetig.

Haben Anfang des Jahres noch gut 6.000 Besucher pro Monat meinen Blog besucht, so waren es am Ende immerhin schon knapp 10.000. Die meisten Besucher kommen wenig überraschend aus Deutschland. Am häufigsten wird mein Blog freitags und sonntags besucht. Gerne wird in der Mittagszeit geschaut, was ich hier vorstelle.

Gut 50% meiner Besucher nutzen Windows, gefolgt von 24% mit MacOS und 18% mit Linux. Chrome wird von 60% der Leser genutzt gefolgt von Firefox (23%) und Safari (12%). Die Microsoft Browser nutzt kaum noch jemand (1%).

Insgesamt habe ich seit 2016 1.016 Belletristik-Bücher, Sach- und Kunstbücher, Hör-, Kinder und Jugendbücher auf diesem Blog vorgestellt. Ich hätte ein Jubiläum feiern können, als das 1.000-ste Review hier erschienen ist, wenn ich denn regelmäßig auf diese Zahl schauen würde. Tu ich aber nicht, weil das schon recht aufwändig ist und ich mir die Mühe nur einmal im Jahr zu diesem Jahresrückblick mache.

Auf das Jahr 2020 fallen 117 Bücher, die in Summe auf 45.959 Seiten kommen. Das macht im Schnitt pro Buch 393 Seiten und entspricht in etwa dem 400-Seiten Durchschnitt, dem ich immer wieder begegne.

18 Hörbücher konnte ich 2020 hören, die mir 14.197 Hörminuten bescherten. Das sind 236,6 Stunden oder 9,9 Tage. Immerhin ist das auch die Zeit, die ich mindestens im Auto verbracht habe. Erschreckend viel, wie ich finde.

Mein Wertungsdurchschnitt lag 2020 bei 4,3 von 5 Sternen.

Viele meiner gelesenen Bücher erhalte ich als Rezensions- oder Belegexemplar. Bei den Büchern, die ich auf meinem Blog vorgestellt habe, waren es 2020 insgesamt 61%. Die restlichen 39% haben den Weg auf anderer Weise zu mir gefunden.

Wenn ich mir anschaue, wo die Bücher (die ich gelesen habe) das erste Mal veröffentlicht wurden, so sehe ich natürlich einen Schwerpunkt auf deutsche, englische und us-amerikanische Titel. Bei den Comics und Graphic Novels ist es Frankreich, das hier dominiert. Aber ich sehe auch den ein oder anderen interessanten Blick über den Tellerrand und ich erinnere mich teils noch recht gut daran, wie anders die Titel geschrieben sind, die aus anderen Kulturkreisen stammen.

Das gilt im übrigens selbst für Europa. Spanische und schwedische Autoren schreiben eben ganz anders als deutsche oder englische. Ich finde es schon erstaunlich, wie sehr diese Unterschiede beim Lesen spürbar sind.

Übrigens ebenfalls interessant, dass keine Bücher dabei sind, die in kleineren Ländern, wie z.B. Lichtenstein oder Belgien zuerst veröffentlicht wurden. Aus diesem Grund decke ich mit meinem Leseverhalten auch lediglich 6% aller Weltstaaten ab.

Auf einer “Travel Map” sieht meine Leseweltkarte so aus:

Schattenseiten

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Eine Binsenweisheit. Im Falle dieses Blogs heißt das, dass ich vermehrt Angriffe auf diesen Blog vermerke. Das beginnt damit, dass mittlerweile täglich über 20 Spam-Kommentare herausgefiltert werden (trotz diverser Plugins, die dies zu verhindern versuchen), geht über Massenzugriffe, wie z.B. im Oktober 2020 als mein Blog an einem Tag 67.440 Mal aufgerufen wurde und endet in einem Identitätsdiebstahl, bei dem meine Daten, die ich im Impressum angeben muss, missbraucht wurden.

Glücklicherweise greifen zusätzliche Schutzmaßnahmen, so dass mir kein echter Schaden entstand. Ich musste lediglich noch mehr Zeit in dieses Hobby investieren und habe mich natürlich darüber geärgert. Selbstredend schreckt mich das nicht ab, den Blog auch im neuen Jahr zu führen.

Goodreads

War ich 2019 nur halbherzig auf Goodreads unterwegs, so konnte ich 2020 mein Lesejahr vollständig auf dieser Plattform einpflegen. Goodreads macht keinen Unterschied zwischen meinen unterschiedlichen Leseformaten wie Belletristik oder Comics, weshalb meine persönliche Goodreads-Challenge bei 200 Büchern liegt, die ich auch fast erreicht habe.

Natürlich ist deshalb auch die Anzahl der gelesenen Seiten mit 65.682 deutlich höher, wobei ich nicht alle Reviews bei Goodreads hochgeladen habe. Mein kürzestes Buch ist das Kinderbuch “Greta und die Großen” mit 32 Seiten, das längste “Eines Menschen Flügel” mit 1.264 Seiten. Und da ich gern im Fantasy unterwegs bin, schrecken mich prinzipiell dicke Wälzer nicht ab. 

Meine durchschnittliche Buchlänge liegt bei 331 Seiten und damit deutlich unter den 393 Seiten, die ich ermittelt habe. Ursache für die Abweichung dürften die zahlreichen Comics sein, die oftmals mit ca. 60 Seiten veröffentlicht werden.

Das bekannteste Buch mit den meisten Goodreads-Reviews ist Stephen Kings “Friedhof der Kuscheltiere”, das ich als ReRead auf meinem Blog vorgestellt habe. Dieses Buch verzeichnet sage und schreibe 667.870 Reviews. Wie ich finde, eine unglaubliche Zahl.

Mein Goodreads-Wertungsdurchschnitt liegt gleichfalls bei 4,3 von 5 Sternen.

Das war er nun

Es freut mich, dass Du bis hierher durchgehalten hast und hoffe, Du hattest wenigstens ein bisschen Spaß bei diesem Rückblick gehabt. Mir hat er in jedem Fall sehr viel Spaß gemacht, weshalb ich mit viel Freude diesen Rückblick verfasst habe. Das muss auch so sein! Nun aber genug zurückgeblickt und ich richte den Blick nach vorn auf ein neues Lesejahr 2021!

14 Kommentare

  1. Hey Frank,

    wow, was für ein ausführlicher Jahresrückblick! “Pepper Man” und “Eines Menschen Flügel” habe ich jetzt schon als Jahreshighlight auf drei verschiedenen Blogs gesehen – die beiden wandern also ohne Umschweife auf meine Wunschliste. Durch deine anderen Empfehlungen muss ich später mal genauer durchstöbern.
    Ich wünsche dir ein inspirierendes, gesundes und glückliches 2021!

    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Hallo Sophia,

      ja, mit den beiden Büchern machst Du sicherlich nichts verkehrt und es wundert mich wenig, dass Dir die auf so manchem Jahresrückblick begegnen.
      Ich selbst bin auch derzeit auf Stöberrunde durch die Buchblogger-Jahresrückblicke und komme sicherlich auch bei Dir vorbei 😀

      Viele Grüße
      Frank

  2. Guten Abend Frank,
    mir fällt es bei den Jahresrückblicken auch immer sehr schwer, mich kurzzufassen. Immerhin ist viel Zeit vergangen und da finde ich es auch schön, auf das Jahr zurückzublicken.
    Als ich gelesen habe, dass Du ungewöhnlich viele Aufrufe bei einer Rezension hast, musste ich spontan an Robots oder irgendwelche Hacker denken, die sich die Rezension ausgesucht haben, um dadurch vielleicht Deinen Blog kapern zu können. (Ich habe ähnliches bei einer Jugendbuch-Rezension von mir festgestellt. Das Hörbuch wird zwar auch in der Schule gelesen, aber ich kann mir dennoch nicht erklären, warum so viele Menschen auf die Rezension aufmerksam werden). Da ist es natürlich umso interessanter, dass es auch mehr Rezensionen auf Amazon gibt.

    Was die Beiträge betrifft, finde ich es allgemein spannend, welche davon letztendlich oft angeklickt werden. Bei mir sind es immer wieder Beiträge mit denen ich absolut nicht rechne.

    Wie alt sind Deine Kinder denn? Ich lasse mal ein paar Jugendbuch-Tipps da. Vielleicht gefallen euch einige davon:
    “Ophelia Scale”-Reihe von Lena Kiefer: Wird von Buchblogger*innen ziemlich gefeiert. Ich hab Band 1 gelesen, hat mir ganz gut gefallen. Allerdings glaube ich, dass ich die Reihe mit 11-12 Jahren geliebt hätte. Jetzt war ich leider schon etwas zu alt für Ophelias Abenteuer.
    Die Romane von Adriana Popescu. Alles Jugendbücher ohne Fantasy, aber dafür mit tollen Charakteren, spannender Handlung und sehr guten Dialogen. Meine Lieblingsromane von ihr sind “Paris du und ich”, “Mein Sommer auf dem Mond” und “Morgen, irgendwo am Meer”. Ihren aktuellen Roman hab ich leider noch nicht gelesen.

    Ich wünsche Dir einen guten Start ins Wochenende!

    viele Grüße

    Emma

    1. Hallo Emma,

      Roboter werden bei den Aufrufen eigentlich herausgefiltert, so dass es entweder ein Hackangriff war oder eben ein ungewöhnlich hohes Interesse, das sich auch an der hohen Anzahl von Rezensionen zeigt. Woher das auch immer kommen mag.

      Ich glaub “Ophelia Scale” spricht eher Mädels an – ich habe drei Jungs 😉 Und “Adriana Popescu” scheint mir ein bisschen zu tiefgründig zu sein und auch eher ältere Kinder anzusprechen (unser großer ist 12, die anderen beiden entsprechend jünger).
      Jetzt habe ich jeden Tipp von Dir abgeschmettert, ich bin nicht immer so 😀

      Dir noch ein schönes Restwochenende und viele Grüße
      Frank

      1. Ich hatte lustigerweise wie letztes Jahr um Weihnachten rum sehr viele Zugriffe auf die Rezension zu “Der Besuch der alten Dame”. Zwei Jahre in Folge zur gleichen Zeit ist das schon komisch ^^ Lesen die das in der Schule immer um die Zeit? 😀

  3. Hallo Frank,

    was für ein umfassender Rückblick, die Länge hängt bestimmt auch mit den erweiterten Lese- und Blogerfahrungen zusammen. Für meinen Jahresrückblick ziehe ich mir immer die Daten aus den Monatsübersichten zusammen, dann geht es etwas einfacher.

    Von deinen Buchtipps kenne ich einige, das Pflanzenbuch, das Vogelbestimmungsbuch und “Wundervolle Welt der Natur” alle vom Dk Verlag und kann nur bestätigen, alle sind wunderbar.

    Überhaupt gibt es tolle Sachbücher, ich lese seit meiner Teilnahme an der Sachbuch- Challenge auf Lovelybooks auch vermehrt im Sachbereich.

    Ich nehme mir gerne mal Marianengraben als Tipp für meine Wunschliste (die allerdings schon gut gefüllt ist).

    Liebe Grüße, weiterhin viel Spaß beim Lesen und Bloggen und noch ein schönes Wochenende,
    Barbara

    1. Hallo Barbara,

      ja, Sachbücher gibt es sehr viele großartig gemachte und sehr vielseitige. Ich bin mal gespannt, ob Netgalley in diesem Jahr etwas ähnliches ausrichtet.

      Ja, so ist das, wenn man durch die Jahresrückblicke surft – die Wunschlisten werden länger und länger …

      Viele Grüße
      Frank

  4. Guten Morgen Frank!

    Die werden tatsächlich immer länger bei dir *lach*
    Ich müsste jetzt an sich auch nicht immer DAS Jahreshighlight wählen, aber es ist einfach meist ein Buch dabei, dass mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist 😀
    Bei den Debütromanen, das ist eine schöne Idee, aber mir ist tatsächlich nicht immer bewusst, dass es einer ist, sowas bekomme ich meist dann nur zufällig raus…

    Es freut mich jedenfalls, dass “Eines Menschen Flügel” bei deinen Top Büchern erscheint und auch Battle Mage hab ich bei meinen dabei <3
    Vakuum ist auf meiner Wunschliste, und der erste Band von Brian Lee Durfee liegt auf meinem SuB bereit. Da es aber noch offen ist, was noch folgen wird warte ich hier noch mit dem Lesen.

    Und ein zweites Buch von Eschbach taucht bei den Hörbüchern auf 😀 Der Autor scheint dir ebenfalls so gut zu gefallen wie mir 😉

    Ich wünsch dir ein wundervolles neues Lesejahr und bin gespannt, welche Bücher hier auftauchen. Es sind immer wieder tolle Tipps für mich dabei!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hallo Aleshanee,

      ja, ich werde sicherlich noch mehr von Eschbach lesen, wobei er ja ebenfalls ein Vielschreiber ist und es etwas schwierig ist mit dem Lesen hinterherzukommen 😉

      Ich bin selbst gespannt, welche Bücher mich finden werden und andersherum 😀

      Viele Grüße und einen guten Start in die Woche
      Frank

  5. Hey Frank,

    Das ist wirklich ein umfangreicher Jahresrückblick. Das ein oder andere Buch aus deinem Jahresrückblick habe ich auch hier und jetzt bin ich umso gespannter drauf, diese Bücher demnächst zu lesen.
    Schön, dass du dich von so manchem Rückschlag nicht entmutigen hast lassen. Das mit dem Identitätsdiebstahl ist schon echt heftig und ich freue mich, dass du da größeren Schaden von dir abwenden konntest.
    Ich bin gespannt, was du in diesem Jahr alles so lesen wirst und wünsche dir viel Spaß im Lesejahr 2021.

    LG, Moni

    1. Hallo Moni,

      glücklicherweise leben wir in einem Rechtsstaat, in dem es noch immer gilt “im Zweifel für den Angeklagten” – das hilft 🙂 Es ist nur ärgerlich und zusätzlicher Aufwand.
      Es freut mich natürlich, wenn Du hier ein paar Anregungen gefunden hast – und andersherum 😀

      Viele Grüße
      Frank

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